Danilo Petrucci sucht seinen Weg mit BMW: Aufmunterung von Razgatlioglu
Während Superbike-WM-Neuling Miguel Oliveira BMW bei seinem Heimrennen in Portugal mit drei Podestplätzen entzückte, tut sich ROKiT-Teamkollege Danilo Petrucci mit der M1000RR wesentlich schwerer.
In den wenigen Runden der spärlichen Wintertests fuhren die BMW-Neuzugänge Danilo Petrucci und Miguel Oliveira auf Augenhöhe. Beim Saisonbeginn in Australien ein anderes Bild: Oliveira war bezüglich Speed deutlich voraus, verbaute sich Spitzenergebnisse aber selbst, weil er nach einem Sturz im Qualifying vom letzten Startplatz losbrausen musste.
Bei seinem Heimrennen im Autodromo do Algarve stellte Oliveira seine M1000RR auf die vierte Grid-Position und preschte in allen drei Rennen als Dritter hinter den Ducati-Werksfahrern Nicolo Bulega und Iker Lecuona aufs Podium. ROKiT-Teamkollege Petrucci wurde von Startplatz 9 lediglich Zehnter, Zwölfter und Siebter.
«Das Wochenende war schwieriger als ich erwartet hatte», räumte Petrucci ein. «Ich hatte mir mehr erhofft und muss erst noch meinen Weg finden, das Motorrad richtig zu fahren. Wir ändern das Bike weiterhin in fast jeder Session, weil wir jedes Mal neue Dinge entdecken, aber im Moment müssen wir noch verstehen, wie wir das Potenzial des Bikes richtig nutzen.»
Danilo Petrucci: «Seit 2019 nicht mehr geschehen»
Dass ihm im dritten Rennen des Wochenendes das beste Ergebnis gelang, wertet der Italiener als positiv und richtungsweisend. «Wir haben etwas mehr verstanden und ich war schneller, was wichtig ist», betonte Danilo. «Ich bin sehr glücklich, in diesem Team zu arbeiten. Alle bringen sich voll ein, und das macht mich stolz. Im Moment kann ich ihnen nur mit Worten danken – ich würde es gerne mit Ergebnissen tun. Insgesamt freue ich mich sehr über Miguels drei Podiumsplätze, weil sie dem gesamten Team einen Energieschub geben. Es zeigt auch, dass das Motorrad dazu in der Lage ist, und gibt mir zusätzliche Motivation für die nächsten Rennen. Ich gebe alles, um wieder auf dem Podium zu stehen. Seit 2019 in der MotoGP ist es mir nicht mehr geschehen, dass ich in der Box saß und mein Teamkollege auf dem Podium stand – das ist kein schönes Gefühl.»
Während Bulega die Weltmeisterschaft nach sechs Läufen mit maximalen 124 Punkten anführt, ist Oliveira mit 56 Zählern Gesamtvierter. Petrucci als Achter hat 31 Punkte auf dem Konto.
Petrucci bekam Nachricht von Toprak
«Bereits nach Phillip Island habe ich viele Textnachrichten von Leuten erhalten, unter ihnen Toprak und andere aktuelle und ehemalige MotoGP-Fahrer», erzählte Petrucci. «Sie waren alle neugierig, wie es mir ergehen würde. Toprak schrieb mir, dass ich ruhig bleiben soll, was mich sehr gefreut hat. Ich habe ihm das Gleiche zurückgeschrieben – wir beide brauchen Zeit.»
Razgatlioglu wechselte nach zwei Titelgewinnen mit BMW von der Superbike- in die MotoGP-WM und zu Yamaha. Mit der neuen und nicht eben schlagkräftigen Yamaha V4 kämpfte er zusammen mit seinen drei Markenkollegen Fabio Quartararo, Jack Miller und Alex Rins in den ersten drei Grands Prix auf verlorenem Posten.
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