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Nach vier Podestplätzen in Folge entwickelte sich der Sonntag der Superbike-WM in Portimao für Ducati-Werksfahrer Chaz Davies zu einem Desaster. «WM-Rang 3 ist nicht mein vorrangiges Ziel», sagte der 32-Jährige.
Seit Laguna Seca, dem letzten Event vor der Sommerpause, ist die Ducati Panigale V4R überwiegend so, wie sie sich Vizeweltmeister Chaz Davies wünscht. Den Rängen 2, 2 und 1 in Kalifornien ließ er im ersten Hauptrennen in Portimao am Samstag einen weiteren feinen zweiten Platz folgen und sieht damit seinen eingeschlagenen Weg bestätigt.
Am Sonntag lief auf der Berg-und-Tal-Strecke an der Algarve hingegen alles schief: Das Sprintrennen beendete Davies als Zehnter und das zweite Hauptrennen als 16. – zweimal null Punkte. Im Kampf um den dritten WM-Rang ein Tiefschlag. Nach 28 von 37 Rennen hat Alex Lowes als Dritter hinter Rea (490 Punkte) und Bautista (399) 249 Punkte auf dem Konto. Dem Engländer folgen van der Mark (244), Haslam (229), Razgatlioglu (223) und Davies (204).
"Vor ein paar Rennen habe ich noch nicht einmal an Platz 3 in der Meisterschaft gedacht", hielt Davies fest. "Wenn ich ihn hole, dann hole ich ihn. Wichtiger ist für mich aber, dass ich mit diesem Motorrad auf unterschiedlichen Strecken wettbewerbsfähig werde. Natürlich ist es schön, dass ich in der Jagd auf Platz 3 dabei bin, aber das ist im Moment nicht mein vorrangiges Ziel. Wenn wir Punkte durch technische Probleme oder schlechte Rennen verlieren, dann ist das halt so."
Platz 10 im Sprintrennen bedeutete für Davies, dass er im zweiten Hauptrennen nur auf Startplatz 14 stand. Zur Rennmitte lag der 32-Jährige bereits auf Rang 7, als es Probleme mit dem Schaltgestänge gab und er bis außerhalb der Punkteränge zurückfiel. "Das wirkte sich aufs Rauf- und Runterschalten aus, der Weg, um Gänge einzulegen, wurde immer länger. Ein gewöhnliches, mechanisches Problem. Als es auftrat, schaltete ich so sanft wie möglich, zum Schluss musste ich den Hebel 15 Zentimeter bewegen, damit noch etwas passiert."
Und wieso bist du im Sprintrennen soweit hinten gelandet? "Wir gingen mit der Abstimmung in die falsche Richtung und ich bekam vom Motorrad keine so guten Rückmeldungen wie am Samstag", bemerkte Davies. "Es hat den Anschein, als könne man mit diesem Motorrad leicht in die falsche Richtung gehen, wir haben noch viel zu lernen."
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