Crutchlow enttäuscht: «Nicht der britische GP, den ich mir erhofft hatte»
Cal Crutchlow (Honda) sah in beiden Rennen in Silverstone nicht das Ziel. Weshalb es für den MotoGP-Routinier nicht gut lief und warum er die Traditionsstrecke dennoch mit guten Erinnerungen verließ.
Mit Cal Crutchlow war beim Grand Prix von Großbritannien am vergangenen Wochenende endlich wieder ein Lokalmatador am Start. Der 40-jährige Brite sprang in Silverstone erneut für den verletzten LCR-Honda-Piloten Johann Zarco ein. Das Rennwochenende in seiner Heimat startete für Crutchlow am Donnerstag mit der Pressekonferenz in London. Dort hatte er zusammen mit Pedro Acosta, Marco Bezzecchi, Diogo Moreira und Ai Ogura einen Auftritt vor den Fans, und er stand den Medien Rede und Antwort.
Sportlich verlief das MotoGP-Event auf der britischen Insel für Crutchlow enttäuschend. Im Zeittraining am Freitag und im Qualifying am Samstag konnte er zwar Vinales-Ersatzmann Pol Espargaro (KTM) sowie die beiden Yamaha-Piloten Toprak Razgatlioglu und Augusto Fernandez hinter sich lassen, doch die Rennen wurden für den Routinier zum Desaster. Im Sprint stürzte Crutchlow in Runde 1 in der vierten Kurve. Zwar nahm er das Rennen wieder auf, doch nach drei Runden steuerte er die Box an. Im Grand Prix am Sonntag warf er seine RC213V in Runde 7 auf Position 17 liegend ins Kiesbett.
«Ich bin sehr enttäuscht. Es war nicht der britische Grand Prix, den ich mir erhofft hatte – für mich, das Team und die Menschen, die da waren. Aber ich habe mein Bestes gegeben», lautete das Resümee von Crutchlow. «Ich war das gesamte Wochenende konkurrenzfähig und schnell. Am Samstag gab es einen Kontakt mit einem anderen Fahrer, und ich bin gestürzt. Am Sonntag war es der Vorderreifen. Ich hatte einen schlechten Start, ich steckte hinter anderen Fahrern fest. Ich habe dann zu Toprak und auch zu der Gruppe vor mir aufgeschlossen – ich hatte die Pace. Dann habe ich beim Bremsen einen Fehler gemacht. Es ist sehr enttäuschend, ich habe dieses Wochenende aber gute Fortschritte gemacht. Ich konnte die Rennen zwar nicht beenden, aber ich gehe von hier weg mit guten Erinnerungen. Ich glaube, dass ich bis zu den Rennen einen guten Job gemacht habe.»
Cal Crutchlow: «Vielleicht nicht die beste Entscheidung»
Crutchlow hatte im Grand Prix kein gutes Gefühl für den Vorderreifen. «Ich habe erwartet, dass es schwierig wird. Einer der Gründe, weshalb ich ein schlechtes Gefühl für den Vorderreifen hatte, war, dass ich versucht habe, den Hinterreifen zu schonen – aus diesem Grund habe ich den Vorderreifen stärker beansprucht», erklärte der Honda-Pilot. «Als ich hinter den anderen Fahrern lag und stark über den Vorderreifen gefahren bin, war das vielleicht nicht die beste Entscheidung. Ich hatte bereits in anderen Rennen in diesem Jahr mit dem Druck im Vorderreifen zu kämpfen, dieses Mal war es das Gleiche. Aber wie ich schon sagte: Ich bin sehr enttäuscht, aber ich kann aus diesem Wochenende viele positive Dinge mitnehmen.»
Apropos Reifenmanagement: «Die Aprilia waren die einzigen, die am gesamten Wochenende keine Probleme hatten mit den Reifen», war Crutchlow beeindruckt vom italienischen Hersteller und den RS-GP-Piloten.
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