Petrucci-Ersatz Michael van der Mark (BMW) zieht vor Oliveira den Hut
Als Ersatz im Superbike-Werksteam ROKiT BMW hatte Michael van der Mark in Misano keine leichte Aufgabe. Bei seinem dritten Einsatz fuhr der 33-Jährige im zweiten Lauf sein bis dahin bestes Finish ein.
In Most und Aragón sprang Michael von der Mark im BMW-Werksteam für den verletzten Danilo Petrucci ein. Bei dessen Rückkehr in Misano übernahm der Niederländer das Motorrad und Cew von Danilo Petrucci, der als Zuschauer zum siebten Saisonmeeting gekommen war. Nach fünf Jahren als Einsatzfahrer hatte van der Mark keine Schwierigkeiten, sich in das von Shaun Muir Racing organisierte Team einzufügen – als Testfahrer blieb der 33-Jährige mit dem Superbike-Projekt verbunden.
Weil der van der Mark aber parallel auch die Endurance-WM bestreitet – am Wochenende vor Misano gehörte er zum Siegerteam in Spa –, war der mehrfache Wechsel von Motorrad-Konfiguration und Reifenfabrikat für den Supersport-Weltmeister von 2014 kein leichtes Unterfangen. «Es war definitiv kein einfaches Wochenende, wieder in die Superbike-WM zurückzukehren, aber ich habe es genossen», bestätigte der BMW-Pilot. «Und ganz ehrlich: größter Respekt für Miguel. Nicht viele Menschen sehen, wie große Schmerzen er hatte. Unter diesen Umständen solche Leistungen abzuliefern – das war ein fantastischer Job.»
Zur Erinnerung: Oliveira fuhr als Achter am Samstag und als Sechster im Superpole-Race die besten BMW-Ergebnisse in Misano ein.
Bei seinem dritten Superbike-Einsatz in diesem Jahr rollte van der Mark im ersten Lauf mit einem technischen Problem aus, kreuzte aber im Superpole-Race und dem zweiten langen Rennen auf den Positionen 11 und 9 die Ziellinie. «Außerdem haben wir viele Dinge ausprobiert, um das Motorrad weiterzuentwickeln», ergänzte der Testfahrer.
«Meine Runde in der Superpole war erneut die schnellste, die ich hier je gefahren bin, und es hat sich so knapp angefühlt. Startplatz 16 war nicht ideal, aber mit der Rundenzeit war ich trotzdem zufrieden. Im ersten Rennen am Samstag hatten wir leider ein technisches Problem, als wir auf Punktekurs lagen. Das war natürlich enttäuschend», berichtete van der Mark vom Samstag. «Im Superpole-Race hat es Spaß gemacht, mit einigen Fahrern zu kämpfen, und es ist schade, die Top-9 nur knapp verpasst zu haben. Trotzdem hat mir das viel Selbstvertrauen gegeben. Im zweiten Rennen hatte ich einen guten Start, gute Zweikämpfe und war früh an den richtigen Positionen, sodass ich einen guten Rhythmus fahren konnte. Sam Lowes war hinter mir und hat bis ins Ziel viel Druck gemacht. Umso schöner war es, das Wochenende mit einem Top-10-Ergebnis abzuschließen.»
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