Aus mit Ansage: Supercross-WM beendet Saison 2026 vorzeitig
Die Supercross-WM beendet ihre Saison 2026 mit sofortiger Wirkung. Nach der Absage von Birmingham fallen auch die weiteren Rennen aus. Die Zukunft hängt an laufenden Investorengesprächen.
Der Anspruch war groß: Mit der 2022 gestarteten World Supercross Championship wollte Promoter SX Global eine eigenständige internationale Supercross-WM etablieren. Vier Jahre später steht das Projekt vor einer ungewissen Zukunft. Am 7. Oktober gab der Veranstalter bekannt, die Saison 2026 mit sofortiger Wirkung zu beenden.
Die Warnzeichen waren bereits deutlich. Am 22. September wurde der für den 10. Oktober geplante Grand Prix in Birmingham abgesagt. Schon damals verwies World Supercross auf die Suche nach Investoren. Nun folgt das vorzeitige Saisonende.
Große Namen, starke Konkurrenz
Mit Fahrern wie Ken Roczen und Eli Tomac sowie Gastauftritten von Haiden Deegan konnte die WSX in der Vergangenheit prominente Namen präsentieren. Doch die US-Stars kamen nur gegen Honorar.
Zugleich blieb die Konkurrenz aus den USA übermächtig. Feld Motor Sports und MX Sports Pro Racing kündigten im August 2022 die SuperMotocross World Championship an, die 2023 erstmals ausgetragen wurde. Sie verbindet die etablierten US-Serien Supercross und Pro Motocross mit anschließenden Playoffs und einem Finale. Bereits für die Premierensaison wurde ein Preisgeldvolumen von zehn Millionen US-Dollar angekündigt.
Die Vorgeschichte
Bis einschließlich 2021 trug die höchste Klasse der AMA-Supercross-Meisterschaft zugleich das WM-Prädikat der FIM. Danach endete die Zusammenarbeit. Feld verlängerte das Abkommen mit dem Weltverband nicht. Als offizielle Begründung wurden die Auswirkungen der Coronapandemie und die Konzentration auf Veranstaltungen in Nordamerika genannt.
Die FIM vergab die Vermarktungsrechte anschließend an SX Global. Am 8. Oktober 2022 begann in Cardiff die neue WSX-Ära. Die Mitteilung über das vorzeitige Ende der Saison 2026 erschien damit einen Tag vor dem vierten Jahrestag dieser Premiere.
Kalender mit offenen Fragen
Selbst zum Zeitpunkt der Absage waren im veröffentlichten Kalender noch Fragen offen. Nach dem Saisonauftakt in Calgary am 8. August sollten Birmingham am 10. Oktober, Buenos Aires am 24. Oktober und die australische Gold Coast am 21. November folgen.
Für einen weiteren Grand Prix in Südafrika waren weder Austragungsort noch Datum genannt. Auch ein vorgesehener sechster Lauf blieb ohne Ort und Termin. Verlässliche Planung sieht anders aus.
Investoren gesucht
In der aktuellen Erklärung bestätigt World Supercross fortgeschrittene Gespräche mit potenziellen Investoren. Während diese weiterlaufen, wird die Saison nicht fortgesetzt.
«Diese Entscheidung ist uns nicht leichtgefallen», heißt es in der Mitteilung. Man glaube weiterhin an die Serie, ihr weltweites Potenzial und die Möglichkeit, auf den bisherigen Grundlagen aufzubauen.
Die Verantwortlichen hoffen, dass die Investorengespräche zu einem positiven Abschluss kommen und eine tragfähige Basis für die Zukunft der Meisterschaft schaffen. Konkrete Zusagen oder einen Zeitplan für einen Neustart nennt der Veranstalter jedoch nicht.
Ein endgültiges Ende der WSX ist damit nicht erklärt. Sicher ist vorerst nur: Die Saison 2026 ist vorbei. Ob aus den Hoffnungen auf neue Geldgeber eine sportliche Zukunft entsteht, bleibt offen.
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