Krummi (2.) wütend: «Wieder ein schlechter Reifen!»
Mit dem zweiten Startplatz beim Meeting der Supersport-WM in Brünn hat Randy Krummenacher kein Problem, dass er in der Superpole aber bereits zum dritten Mal einen defekten Reifen erhielt, ärgert den Schweizer.
Das Ergebnis der Superpole der Supersport-WM in Brünn war ungewöhnlich deutlich: Mit 0,6 sec Vorsprung hatte Sandro Cortese (Kallio Yamaha) die schnellste Rundenzeit gefahren, als Zweiter der Startaufstellung kämpfte Bardahl Evan Bros-Pilot Randy Krummenacher jedoch mit einer stumpfen Waffe – vielmehr mit einem schlechten Hinterreifen.
"Der Sandro hat da aber eine echt gute Runde gefahren, das auf jeden Fall", betonte Krummi im Gespräch mit SPEEDWEEK.com. "Bei mir war die erste Runde die schnellere, dann habe ich einen neuen Reifen geholt und wollte damit noch einmal zwei Runden fahren. Der Hinterradreifen hatte aber überhaupt keinen Grip, das ist mir jetzt bestimmt bereits zum dritten Mal in dieser Saison passiert – und es ärgert mich!"
"Ich habe alles gegeben und habe eine saubere Runde gefahren, war aber dennoch eine Sekunde langsamer. Die Pole wäre zwar schön gewesen, die erste Reihe war aber mein Ziel. Der zweite Startplatz ist ok, das macht keinen Unterschied", meinte der Zürcher weiter. "Ich hoffe im Rennen werde ich einen Reifen haben, der mehr Grip hat. Meine Pace stimmt und ich fühle mich auch wieder stark und bin bereit, um den Sieg zu kämpfen. Im Rennen gibt es ja häufiger mal eine Überraschung. Ich gehe aber mal davon aus, dass Sandro, Jules und ich die Pace vorgeben werden."
Beschwerden der Fahrer über die fehlerhafte Pirelli-Reifen sind keine Seltenheit. "Ich habe auch keine Ahnung, wie solche Probleme entstehen können", grübelte der Yamaha-Pilot. "Pirelli ist aber sehr offen uns gegenüber. Man reagiert auch sehr gut und ersetzt die schadhaften Reifen, das ist sehr professionell. Mit Cluzel habe ich schon mal darüber gesprochen, er hat dieselben Probleme. Ich will das hier aber nicht als Ausrede benutzen, Sandro war einfach sehr sehr stark. Die Pole hat er absolut verdient. Das Rennen am Sonntag geht aber länger als eine Runde."
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