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Tulovics Hockenheim-Trip endet mit vielen Kilometern und klarer Kritik

Der IDM-Meister Lukas Tulovic war mit seiner Ducati bei den 1000 Kilometern am Start. Neben guten Erfolgen spricht er auch über die Schatten-Seiten der Veranstaltung. Kein Wiedersehen geplant.

Im Artikel erwähnt

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Die 1000 Kilometer von Hockenheim sind am Karsamstag seit Jahrzehnten fest im Rennsport-Kalender verankert. Ebenso gehört fast traditionell der einen oder andere Regentropfen zur badischen Saisoneröffnung. In diesem Jahr war es am ersten April-Wochenende nicht anders. Mit am Start stand mit seiner Trainings-Ducati inklusiver leiser Auspuffanlage auch IDM Superbike-Champion Lukas Tulovic.

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«Nach anfänglichem Nieselregen war es irgendwann trocken», berichtete er nach seinem Ausflug nach Hockenheim, wo Ende September 2026 wieder das Finale der IDM, die ab jetzt Euro Moto heißt, stattfindet. «Anfangs haben wir das Rennen kurzzeitig angeführt aber nach Transponder-Schwierigkeiten, etlichen Safety-Car-Phasen, Boxenstopp-Problemen und einem Sturz im Team plus einer Stop and Go-Strafe war am Ende nicht mehr als Gesamtplatz 5 drin.»

«Unterm Strich war es gut», lautete Tulovics persönliches Fazit. «Ich habe alles erreicht, was ich erreichen wollte. Ich bin viele Runden gefahren, konstant in einem guten Rhythmus. Ich konnte wirklich gut arbeiten. Auch am Fahrstil feilen, vor allem auf der Bremse. Da konnte ich noch bisschen was optimieren. Was ja in Hockenheim immer ein großes Thema ist. Ich konnte einfach viele Runde fahren, was man bei einem normalen Renntraining nicht kann. Da hat man ja maximal 20 oder 25 Minuten. In Hockenheim habe ich einfach ein paar Mal den Tank leergefahren. Es waren immer so Turns von 35 bis 40 Minuten. Super als körperliches Training, um mich wieder bike-fit zu machen nach dem Winter und jetzt ready für die Saison zu sein.»

«Die Veranstaltung im Allgemeinen war spannend», erzählte er noch nach getaner Arbeit. «Ich hatte es ja schon lange nicht mehr mitgemacht. 2015 war ich mal mit Marvin Fritz und Thomas Gradinger dabei. Jeder mit einer 600er. Es war jetzt sehr angenehm, was die Teilnehmer betrifft, es hat viel Spaß gemacht in diesem Breitensportfeld unterwegs gewesen zu sein. Alle auf Augenhöhe, alle gemeinsam, das war super.»

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«Was vielleicht ein wenig viel war», fügte er noch an, «dass alles offen war. Wir hatten mitten im Rennen einen Streß-Boxenstopp und da laufen einem die Leute durch die Box. Und verstehen es dann manchmal auch nicht, dass man das Team lieber nicht stören und dafür arbeiten lassen sollte. Das haben manche Zuschauer und Gäste nicht ganz so respektiert. Das fand ich ein wenig schade, dass man da überall durchläuft und die Leute nicht in Ruhe lässt. Gerade mitten im Rennen mit den Fahrerwechseln. Das war teilweise ein bisschen zu offen für mich und hätte besser geregelt sein können.»

Probleme mit einer Ölspur und dem Umgang damit

«Es gab ein paar Probleme», so Tulovic. «Ich weiß nicht, wer da die Entscheidungen trifft, die Rennleitung oder die Streckenposten. Eine Situation war mit einer großen Ölspur. Da war ich hinter einem auf der Strecke, vielleicht so 200 Meter, der ist die Parabolica langgefahren, mit komplett qualmendem Motorrad. Und ich bin auf die Parabolica eingebogen und er war am Ende. Da hatte ich schon die Riesen-Qualm-Wolke gesehen, bin schon runter von der Ideallinie und sehe, wie er ausgerollt ist in die Mercedes links rein. Da war ich sehr, sehr vorsichtig unterwegs, weil ich wusste, dass der Öl verliert. Man hat es gerochen, man hat‘s gesehen. Und die Runde danach komme ich da wieder an und drei Fahrer waren dann dort gestürzt. So. Einer von denen war glaube ich auch Felix Kauertz, und dann kam erst das Safety Car. Das ist für mich unverständlich, dass es so lange dauern kann, wenn etwas so offensichtlich ist, bis ein Safety Car kommt und bis man das wahrnimmt.»

Da nehme ich dann auch kein Blatt vor den Mund.

Lukas Tulovic

«Die haben erst mal gecheckt, wo die Ölspur ist», ging seine Abenteuer-Geschichte weiter. «Sie haben dann von der Parabolica bis zur Kurzanbindung alles sauber gemacht und abgedeckt und dann wurde es wieder freigegeben, obwohl die Ölspur noch von der Kurzanbindung bis zur Mercedes war, wo der Teilnehmer mit seinem kaputten Motorrad dann ausgerollt und stehengeblieben war. Da waren außenrum auch überall Streckenposten und mit einer noch nicht gereinigten Ölspur wurde das Rennen wieder freigegeben. Da war dann Zeit für meinen nächsten Fahrerwechsel. Ich bin in die Box gefahren, dann waren wieder zwei Stürze dort und dann war wieder das Safety Car da und sie haben den Rest von der Ölspur erst abgebunden und sauber gemacht. Das kann, finde ich, so einfach nicht sein. Das ist total unprofessionell und gefährlich für die Teilnehmer. Ich finde es leider sehr schade, dass erst Fahrer stürzen müssen, bis man versteht, dass es einfach nicht sicher ist, zu fahren. Da nehme ich dann auch kein Blatt vor den Mund. Es war einfach nicht in Ordnung und daher habe ich nach dem Event auch die Entscheidung getroffen, nachdem das passiert ist, dass ich dort nicht mehr mitfahren werde.»

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«Das ist zu gefährlich», so Tulovics persönliche Ansicht. «Es liegt nicht an den Teilnehmern. Klar gibt es auf der Strecke große Zeitunterschiede, aber das, was Drumherum passiert, ist für mich leider nicht sicher genug. Bisschen schade, dass es so dann passiert ist.»

Nach einem Sturz eines Teamkollegen gingen in der Tulovic-Mannschaft noch mal gut zehn Minuten drauf. Die Stop and Go-Strafe gab es, weil Motorrad und Transponder nicht gemeinsam zur Box gekommen sind. «Dann war das Rennen für uns gelaufen», so das Ende. «Wir sind dann noch Gesamt-Fünfter geworden, Vierter in der Superbike-Klasse. Vom Ergebnis war es dann mehr oder weniger egal. Ich wollte viele Kilometer fahren, und das habe ich geschafft. Allen im Team geht’s gut.» Bei den anderen Sturzopfern kam nicht jeder so glimpflich davon. Sogar von einer Wirbelverletzung war die Rede. «Das ist natürlich nicht so toll», so der Ducati-Pilot. «Ansonsten geht es den anderen wohl den Umständen entsprechend gut. Und unterm Strich war es eine schöne Veranstaltung. Danke an Ducati Frankfurt für das Trainingsbike und Kompliment an meine Team-Kollegen Andreas Hofmann und Wolfgang Sonnleitner. Der Mini Vlog vom Rennen kommt nächste Woche auf YouTube.»

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