Steinhausen Racing: Siege in Le Mans gut für das Selbstvertrauen
Harry Payne und Kevin Rousseau gewannen beide Läufe zur französischen Meisterschaft in Le Mans. Auf derselben Rennstrecke findet in knapp zwei Wochen auch der Auftakt zur Seitenwagen-WM statt.
Weil jemand am Ende der Saison unbedingt den Seitenwagen erwerben wollte – nicht um damit selbst Rennen zu fahren, sondern für seine Sammlung – stand das Steinhausen Racing Team und damit Harry Payne und sein Beifahrer Kevin Rousseau plötzlich ohne fahrbaren Untersatz da. «Somit waren wir während der Wintermonate gut beschäftigt, weil wir notgedrungen ein neues Gespann aufbauen mussten», erzählt Maik Steinhausen im Gespräch mit SPEEDWEEK.com.
«Wir haben uns auf keine Experimente eingelassen, unsere ARS hat ja 2025 perfekt funktioniert. Wir haben einfach versucht, überall das Gewicht zu optimieren.» Auch motorseitig gab es eine wichtige Veränderung. «Die Aggregate werden nun in Deutschland aufgebaut. Unser Tuner ist ein anerkannter Profi in diesem Metier. Harry und ich haben ihn besucht und wir waren uns schnell handelseinig. Ein Vorteil ist jetzt, dass ich mit ihm in meiner Muttersprach sprechen kann.»
Bevor sich Payne/Rousseau Richtung Le Mans aufmachten, um am französischen Meisterschaftsauftakt teilzunehmen, wollte man auf dem Pannonia Ring noch einen letzten Funktionstest absolvieren. «Nach drei Runden sind sie an die Box, um zu kontrollieren, ob nirgends vergessen wurde, eine Schraube zu fixieren. Als sie danach wieder auf die Strecke wollten, ist der Motor nicht angesprungen. Es hat sich herausgestellt, dass die Steuerkette gerissen ist. Gottlob war es ein alter Motor.»
Im Gegensatz zu Ungarn verlief in Frankreich alles zur Zufriedenheit des Teams. «Wir sind happy! Das Wochenende hätte für uns gar nicht besser verlaufen können und war gut für das Selbstvertrauen. Die Jungs waren sowohl im Training, als auch in den beiden Rennen das absolut schnellste Gespann. Der Rundenrekord von Markus Schlosser wurde nur um wenige Tausendstelsekunden verfehlt. Wir sind also gut bei der Musik. Jetzt freuen wir uns auf den WM-Auftakt in Le Mans.»
«Natürlich können wir momentan nicht einschätzen wie stark unsere Gegner sind. In Le Mans war von den Titelanwärtern nur Tim Reeves mit dabei. Was wir gehört haben, waren bei Eckarts Training in Val de Vienne Sam Christie, Markus Schlosser, Pekka Päivärinta und ein wieder extrem starker Todd Ellis in etwa gleich schnell, wobei Pekka den besten Eindruck hinterlassen haben soll. Ich zähle aber auch Luke Williams und Lewis Blackstock zum erweiterten Favoritenkreis.»
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