Euro Moto Supersport
Nürburgring: Dirk Geiger mit Doppelsieg ohne 1.25er-Sahnehäubchen
Mit seiner Apreco-Yamaha holte der Niederländer bei der Euro Moto auf dem Nürburgring erneut den Doppelsieg. Kurz vor dem Finale schaut so mancher schon auf das nächste Jahr.
Twan Smits hatte nach seinem erfolgreichen Euro Moto-Wochenende auf seiner Heimstrecke von Assen Gefallen an seiner neuen Führungsrolle gefunden. Denn nach seinem Doppelsieg auf dem TT Circuit fing der Niederländer auf dem Nürburgring da an, wo er in Assen aufgehört hatte. Mit einem neuen Euro Moto Strecken-Rekord hatte er sich mit seiner Apreco-Yamaha am Samstag in beeindruckender Manier die Pole-Position geholt.
«Ja, doch, ehrlich gesagt hatte ich schon ein wenig damit gerechnet», meinte er ganz lässig nach seiner zweiten Pole in Folge. «Mein Motorrad war vom ersten Moment am Donnerstag gut. Ich hatte ein gutes Gefühl und konnte immer mehr Pace aufbauen. Ich dachte, das hört irgendwann mal auf, so bei 1.23. Aber es gab immer noch Dinge, bei denen ich dachte, da könnte man noch etwas dran ändern und verbessern. Das Potenzial ist da. Für die Rennen fühle ich mich stark und zuversichtlich.»
Das stellte der Yamaha-Mann dann auch in beiden Rennen eindrucksvoll unter Beweise und machte seinen Gegnern von Beginn mehr als deutlich klar, dass er nicht vorhatte, irgendwem eine Chance auf den Sieg zu lassen. «Stimmt», antwortete Smits nach seinem dritten Sieg in Folge recht nüchtern, «ein guter Job heute. Im Warm-up hatte ich noch ein wenig zu tun, aber im Rennen lief es von Anfang an gut. Ich konnte die Pace gehen, die ich in den Trainings vorgelegt hatte. Für mich war es ein gutes Rennen. Mit ein paar kleinen Fehlern, aber nicht allzu vielen. Von der Pace der Jungs hinter mir war ich etwas überrascht. Sie waren stark und das war stellenweise ein wenig unheimlich. Am Ende hatte ich die Lage im Griff. Danke an mein Team, es war bisher mein bestes Wochenende, wir wachsen jedes Mal weiter.»
Ein kleines Stückchen größer dürfte Smits nach dem zweiten Sieg am Nachmittag noch geworden sein. «Es war mein Plan», verriet er im Anschluss, «von Beginn an zu pushen und einen Vorsprung herauszufahren. Um so auch nicht in irgendwelche Kämpfe verwickelt zu werden. Das hat gut geklappt. Das war glücklich für mich, denn hinter mir ging es ja ordentlich zur Sache. Das hat mich gerettet. Die Pace war gut und das Motorrad war an diesem Wochenende einfach perfekt. Danke für alles.»
Auf die Frage nach einem möglichen Einsatz in der Superbike-Weltmeisterschaft im kommenden Jahr, huschte nur ein verschmitztes Lächeln über das Gesicht des Niederländers und die erwartungsgemäße Antwort «kein Kommentar».
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