Yamahas V4-Debakel: Ist Alex Rins’ MotoGP-Karriere in Gefahr?
Yamaha-Werkspilot Alex Rins erlebte in Austin ein MotoGP-Wochenende mit zahlreichen technischen Problemen und schlechten Ergebnissen: Der Spanier wirkte sehr nachdenklich, was seine Zukunft angeht.
Die MotoGP-Karriere von Alex Rins steht vor einer ungewissen Zukunft. Der sechsfache Laufsieger in der MotoGP verfügt aktuell über keinen Vertrag über die laufende Saison hinaus. Die zuletzt enttäuschenden Ergebnisse erschweren die Suche nach Perspektiven für die kommende 850er-Ära zusätzlich.
Beim jüngsten Rennwochenende in Austin folgte der Tiefpunkt: Rins belegte sowohl im Qualifying als auch im Rennen den letzten Platz – eine Enttäuschung auf ganzer Linie.
Yamaha: Keine Performance und Probleme mit der Zuverlässigkeit
«Es war kein einfaches Wochenende für uns. Wir hatten viele Probleme. Im Qualifying gab es mit beiden Bikes ein Problem. Im Q1 hatte ich ein Problem mit der Benzinpumpe», berichtete Rins, der spontan auf die weniger bevorzugte Ersatzmaschine ausweichen musste.
Rins gestand nach dem letzten Platz am Sonntag, dass es aktuell nicht leicht ist, die Moral hoch zu halten. «Wir Fahrer wollen immer zu 100 Prozent konzentriert sein. Doch wenn diese Probleme auftreten, ist es schwierig, zu 100 Prozent zu pushen. Es war ziemlich schwierig für mich, dieses Wochenende zu managen», so der MotoGP-Routinier, der auf dem anspruchsvollen Kurs in Texas bereits mit Suzuki und Honda gewann.
In der Saison 2023 holte Rins in Austin seinen bisher letzten Sieg in der MotoGP. Es folgte ein düsteres Kapitel seiner Profikarriere. Der Sturz in Mugello 2023 warf Rins weit zurück. Seit dem Wechsel zu Yamaha konnte sich Rins nie richtig in Szene setzen.
Keine Freude am Fahren und bisher keine Optionen für 2027
«Es ist lange her, als ich das Fahren zuletzt genoss. Abgesehen davon weiß ich nicht, ob ich nächstes Jahr noch hier bin oder nicht. Ich muss meinen Platz finden. Diese Art von Ergebnissen helfen dabei nicht», erklärte Rins nüchtern. Laut bisher unbestätigten Insideraussagen erfuhr Rins in Austin, dass Yamaha für 2027 ohne ihn plant.
Die enttäuschende Performance der neuen V4-Yamaha war in Austin ein Aspekt. Doch neben den Performance-Problemen gab es auch noch Schwierigkeiten mit der Zuverlässigkeit. «Im Hauptrennen hatten wir dann noch ein zusätzliches Problem. Es gab ein Problem mit der Elektronik. Zu Rennbeginn lief es gut. Ich fuhr vor Miller und holte Toprak ein. Nebenbei gesagt: Es ist nicht schön, die Yamahas auf den letzten vier Positionen zu sehen. Ich dachte mir: 'Wow, wir sind alle hier!'»
«Ab Runde 8 hatte ich ausgangs von Kurve 1 und 11 keine richtige Gasannahme mehr. Ich öffnete das Gas und das Motorrad reagierte nicht wie gewohnt. In einigen Runden war es okay, in anderen spürte ich dieses Problem», schilderte Rins, der nach 20 Runden mit 38,7 Sekunden Rückstand über den Zielstrich fuhr.
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