Formel 1 vs. MotoGP: Dani Pedrosa vergleicht

Von Otto Zuber
Formel 1
Nach MotoGP-Champion Marc Márquez durfte auch Dani Pedrosa einen RB8-Renner im Toro Rosso-Design auf dem Red Bull Ring Gas geben. Der kleine Spanier war nach seiner Fahrt begeistert vom F1-Auto.

«Ich bin sehr glücklich, das ist ein grossartiger Tag für mich! Diese Erfahrung machst du nur einmal im Leben und es hat unglaublich viel Spass gemacht», schwärmte Dani Pedrosa nach seinem Formel-1-Einsatz im RB8 von 2012. Den Renner, der im Toro Rosso-Design lackiert wurde, teilte er sich mit dem neunfachen Motocross-Champion Tony Cairoli.

Der Italiener kam wie Pedrosa selbst auch in den Genuss eines ganz besonderen Fahrer-Coachs: Der frühere GP-Star und erklärte MotoGP-Fan Mark Webber liess es sich nicht nehmen, den Zweirad-Athleten mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Und Pedrosa genoss die Arbeit mit dem Australier und der ganzen Boxencrew sichtlich.

«Es war wirklich cool, das Feeling im Auto ist unglaublich. Ich hatte mit den Jungs auch eine sehr gute Zeit und ich bin unglaublich beeindruckt von der Performance eines Formel-1-Autos. Und wie es sich anfühlt, es macht so viel Spass», freute sich der Honda-Star, der das Werksteam der Japaner nach dieser Saison verlässt.

Für die Kollegen von MotoGP.com wagte der 32-Jährige aus Sabadell auch einen Vergleich der Königsklassen: «Die Formel 1 unterscheidet sich sehr stark von der MotoGP. Das Auto gleicht mehr einem Jet, es klebt am Boden und ist unglaublich schnell. Das Auto sagt dir immer: ‚Ich will noch mehr, mehr, mehr!‘ Auf dem Bike fühlst du dich hingegen viel mehr wie auf einem Pferderücken. Alles ist ständig in Bewegung und du musst mit deinem Körper die Maschine ausbalancieren. Es ist unglaublich cool, diesen Unterschied aus erster Hand zu erleben und zu verstehen, wie unterschiedlich sich der Speed anfühlen kann.»

Und was hat Dani am Formel-1-Fahren am meisten überrascht? «Das Schwierigste sind wohl die Kurventempi, denn du erwartest nicht, dass das Auto die engen Kurven mit einem derart hohen Speed schafft. Du glaubst, das ist unmöglich. Das Auto hilft dir, auf Speed zu kommen. Es braucht einfach Zeit, bis dein Hirn erst einmal begreift, wie schnell du fahren kannst.»

Auf das Formel-1-Abenteuer hat sich der 54-fache GP-Sieger auch im Simulator vorbereitet: «Ich verbrachte einen Tag im Formel-1-Werk in Milton Keynes in Grossbritannien. Dort sass ich im Simulator und habe auch die Sitzprobe absolviert. Die Jungs haben mir ein paar Sachen am Lenkrad erklärt und es war auch wichtig, das Gefühl für die Pedale zu bekommen.»

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