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IBPM Lauf Nummer 5 in Oschersleben - es wird eng vor dem Finale in Most

Viele Chancen bieten sich den Teilnehmenden der Internationalen Bike Promotion Meisterschaft IBPM nicht mehr. Die Tour in die Motorsport Arena Oschersleben war die vorletzte Gelegenheit.

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Die vorletzte Runde der IBPM 2026 fand in der Motorsportarena Oschersleben statt. Nur knapp zwei Wochen nach dem spektakulären Event auf dem Schleizer Dreieck traf man sich in der Börde wieder und erneut sollten die Rennen unterhaltsam werden. Die Bedingungen waren ausgezeichnet, Wetter und Strecke zeigten sich von der besten Seite.

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Superbike open

Die Superbike open sah sich um zwei Podiumskandidaten bereichert, denn Danijel Peric und Torsten Levsen waren nach dem Nürburgring erstmals wieder dabei. Das versprach Spannung und einen harten Kampf um die Trophäen. Zunächst mussten aber alle Superbiker Überflieger Norick Tschauder Respekt zollen, der mit einer Rundenzeit von 1.27,8 min die Pole besetzte. Danijel Peric lag nur ein knappes Zehntel dahinter und damit vor dem Meisterschaftsführenden André Krüger, der aber schon rund eine Sekunde Abstand zu den beiden hatte. Tschauder machte von Beginn des ersten Rennens Druck und ließ Peri keine echte Chance auf den Sieg. Der ging das Tempo in den ersten Runden zwar mit, kam aber nie in Schlagdistanz und musste in der zweiten Rennhälfte abreissen lassen. André Krüger mühte sich vier Runden lang, an August Wernig vorbeizukommen. Als es ihm in der fünften Runde endlich gelang, war der Abstand zu Peric zu groß, um aus dessen nachlassender Performance noch Kapital schlagen zu können. Fünfter wurde der wiederhergestellte Dennis Stankowski, der nach seinem Startunfall in Hockenheim in Schleiz hatte pausieren müssen.

In Rennen 2 blieb der zweite Startplatz unbesetzt, Danijel Peric hatte im Warm-up den Reifenstapeln einen Kurzbesuch abgestattet und trat nicht an. Norick Tschauder demonstrierte erneut seine Klasse und fuhr ein recht einsames Rennen an der Spitze. Dahinter duellierten sich erneut Krüger und Wernig. Wieder dauerte es bis zur fünften Runde, ehe Krüger einen Weg am Österreicher vorbei fand und seinen zweiten Rang festmachen konnte. Dennis Stankowski wurde dieses Mal Vierter, Christian Brück kam als Fünfter ins Ziel.

In der Meisterschaft geht es vor dem Finale damit enger zu - es führt weiterhin André Krüger mit 254 Punkten, die maximale Punktausbeute in den letzten vier Rennen katapultierte Norick Tschauder aber schon auf den zweiten Platz vor August Wernig. Berücksichtigt man das Streichresultat sind es noch 38 Punkte Vorsprung für Krüger. Ein sattes Polster, aber absolute Sicherheit bietet es nicht. Im Finale wird es auf die besseren Nerven und kluges taktisches Verhalten ankommen. Gänsehaut ist vorprogrammiert.

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Stand in der Superbike open

  1. #44 André Krüger/D 254 Punkte

  2. #848 Norick Tschauder/D 200 Punkte

  3. #67 August Wernig/A 194 Punkte

Supersport open

Zu einem Platzwechsel an der Tabellenspitze kam es auch in der Supersport open. Aber der Reihe nach: Tim Holtz holte sich mit einer 1.30,3 min die Pole, sechs Zehntel dahinter rangierte Dauerrivale Nico Busch auf dem zweiten Platz und schon eine Sekunde fehlte dem Dänen Martin Simonsen als Drittem auf die Pole-Zeit. In Rennen 1 vergeigte Tim Holtz den Start und so durfte Nico Busch eine Runde führen. Dann machte Holtz ernst und übernahm die Führung. Die hielt er auch bis zum Abbruch des Rennens in der sechsten Runde. Nico Busch blieb zwar in Sichtweite, kam aber nicht nah genug an Tim heran. Zwei Sekunden hinter ihm kämpften Martin Simonsen und Stefan Andersen um Platz 3, den letzten Podestplatz eroberte schließlich Andersen. Billy Hilpert holte sich Rang 5.

Rennen 2 verlief ähnlich, mit dem Unterschied, dass Tim Holtz dieses Mal der Start gelang. Er zog vorn seine Kreise, während sich hinter ihm Martin Simonsen gegen Nico Busch zur Wehr setzen musste. In der allerletzten der insgesamt 13 Runden übertrieb es Busch aber und landete unsanft in der ausgetrockneten Bördelandschaft. Denkwürdig, denn nach eigenen Angaben war das der erste Rennstreckensturz seines Lebens. Die Punkte für den Dritten nahm daher Stefan Andersen mit, Billy Hilpert und Martin Köhler kamen auf die Plätze 4 und 5.

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Mit Blick auf die Tabelle war der Sturz für Nico Busch folgenreich – von der Tabellenführung ging es auf den dritten Rang zurück. Sowohl der neue Leader Tim Holtz als auch Martin Simonsen gingen vorbei. Das Finale in Most wird so auch in der Supersport open extrem spannend. Die Abstände der drei Besten sind denkbar knapp, hier kann noch alles passieren.

Stand in der Supersport open

  1. #49 Tim Holtz/D 236 Punkte

  2. #12 Martin Simonsen/DK 219 Punkte

  3. #127 Nico Busch/D 212 Punkte

Supersport next generation

Im selben Rennen startete die Supersport Next Generation. Hier dominiert so wie letztes Jahr der Mann mit der Startnummer 14 - Alan Kreimes. In Oschersleben musste er sich nur einem Gast beugen - Ex-IDM-Pilot Luca Haflinger. Der war im Training Schnellster und sollte es auch das Wochenende über bleiben. Hinsichtlich der Meisterschaft spielte er aber keine Rolle und so war es an Alan, seine Tabellenführung zu verteidigen bzw. auszubauen. Im ersten Rennen war das auch kein Thema, von Anfang an waren die Positionen bezogen und änderten sich über das Rennen hinweg auch nicht. Alan Kreimes siegte, Tristan Brokat wurde Zweiter und Manfred Klincksiek Dritter. Wobei man erwähnen muss, dass gerade Manfred Klicksiek immer besser in Fahrt kommt. Am Sonntag war es dann der Mann mit der #75, der als erster Verfolger von Alan Kreimes durchs Rennen eilte, Tristan Brokat hinter sich lassend.

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Wie man schon erahnt, ist die Meisterschaft in der Supersport Next Generation nicht ganz so eng wie in der Supersport open. Allerdings ist sie immer noch offen und Fehler dürfen Alan Kreimes nicht unterlaufen, sonst wird es wirklich eng.

Stand in der Supersport NG

  1. #14 Alan Kreimes/D 234 Punkte

  2. #75 Manfred Klincksiek/D 211 Punkte

  3. #790 Sebastian Dillner/D 153 Punkte

BMW RR Cup

Im BMW RR Cup ist Jenny Lehmann die Überraschung der Saison, vier Siege gingen bis Oschersleben auf ihr Konto. Härtester Konkurrent war und ist Maik Hornberger, der es mit Hartnäckigkeit und Konstanz für kurze Zeit an die Tabellenspitze schaffte. Oschersleben sollte nun mehr Klarheit bringen und Jenny ließ keine Zweifel, dass sie unbedingt gewinnen wollte. Sie fuhr im Training Bestzeit und damit auf die Pole Position, neben sich Michael Kaufhold und Michael Wimmer. Maik Hornberger rangierte auf Platz 5.

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In Rennen 1 gab es bis auf Gastfahrer Julian Rösch auch niemanden, der Jenny Lehmann folgen konnte. Sie gewann von der Pole und setzte damit erneut ein starkes Zeichen für ihre Meisterambitionen. Michael Kaufhold, der sich der Konkurrenz seines Teamkollegen Mario Damm entledigt sah, der hatte technische Probleme, versuchte ihr zu folgen, gab wirklich alles und dann ein bisschen zu viel. Er musste einen Umweg durchs Kiesbett nehmen und verlor sieben Plätze. Zweiter wurde der dänische Fuchs Erik Thomsen vor Michael Wimmer.

In der Advanced-Wertung hatte sich Sebastian Lorch schon am besten qualifiziert und machte Dank des Schnitzers von Kaufhold aus dem bis dahin zweiten einen ersten Platz. Kaufhold holte noch Rang 2, gefolgt von Christoph Meurer, der damit sein erstes Saisonpodium feierte. Die Plätze 4 und 5 gingen an Michael Buch und den Dänen Jan Jorgensen.

Rennen 2 begann dramatischer. Jenny Lehmann zeigte Nerven und kassierte eine Frühstartstrafe, die sie 20 Sekunden zurückwarf. Auf der Strecke auf Position 1 fuhr sie um ihr Leben, um die Zeitstrafe zumindest teilweise wieder aufzuholen. Am Ende reichte die Sekundenjagd für Gesamtplatz 4 hinter Michael Kaufhold, der dieses Mal alles richtig machte, Michael Wimmer auf Platz 2 und Maik Hornberger auf der 3. Kaufhold gewann demzufolge auch die Advanced-Wertung, gefolgt von Sebastian Lorch und dem Doppeldritten Christopher Meurer.

Jenny holt sich dennoch die Meisterschaftsführung zurück und darf auf den Gesamtsieg im BMW RR Cup hoffen. Aber auch der steht unter Vorbehalt. Maik Hornberger hat reale, Erik Thomsen theoretische Chancen, ihren Erfolg noch zu verhindern. In der Advanced führt nach den guten Ergebnissen in den letzten Rennen Sebastian Lorch punktgleich mit Michael Kaufhold vor einer drittplatzierten Jenny Lehmann, deren Punktekonto in der Advanced dafür immer noch ausreicht, obwohl sie seit vier Rennen in dieser Wertung keine Punkte mehr bekommt.

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Stand im BMW RR Cup (Gesamtwertung)

  1. #92 Jennifer Lehmann/D 212 Punkte

  2. #95 Maik Hornberger/D 205 Punkte

  3. #77 Erik Thomsen/DK 158 Punkte

BMW RR Cup (Advanced-Wertung)

  1. #150 Sebastian Lorch/D 169 Punkte

  2. #773 Michael Kaufhold/D 169 Punkte

  3. #92 Jennifer Lehmann/D 129 Punkte

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Wieder war es Patricia Kok, die in der Ladies Challenge ergebnislos blieb. Team- und Ehepartner Ashwin van der Flier hatte sich bei einem Sturz verletzt und Patricia zog es vor, bei ihm im Hospital zu sein. Damit machten die verbleibenden Ladies die Sache unter sich aus und platzierten sich in beiden Umläufen folgendermaßen: 1. Jenny Lehmann (BMW RR Cup), 2. Diana Weber (SSPopen), 3. Brigitte Malo (SSP NG).

«Unser Highlight war die Rettungsaktion für August Wernig», meinte der Veranstalter rückblickend. «Gestürzt, Motorrad weitgehend krumm und eigentlich raus. Die Teile, die er braucht, um sein Bike wieder einsatzfähig zu machen, bekommt er von der Konkurrenz, hauptsächlich von TTSL. Das ist die IBPM, das macht uns extrem stolz. Auf der Strecke Gegner, im Paddock Freunde. Das Finale der IBPM vom 4. bis 6. September auf dem Autodrom Most wird auch deshalb in allen Klassen und Wertungen extrem spannend. Für die Meisterschaft ist es ein Segen, dass noch kein einziger Titel vergeben ist. Und wer weiß, vielleicht gibt es ja den einen oder anderen Überraschungssieger. Wir freuen uns sehr darauf.»

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