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Niki Lauda ein Kämpfer: Ärzte geben Auskunft
Gute Nachrichten aus dem Allgemeinen Krankenhaus (AKH) in Wien: Die behandelnden Ärzte sprachen im Rahmen einer Pressekonferenz nach der Lungentransplantation bei Niki Lauda von einem «sehr, sehr erfreulichen Verlauf.»
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Niki Lauda ist ein Kämpfer. Das beweist der 69-Jährige auch nach seiner Lungentransplantation. "Wir sind genau im Ziel, perfekt eigentlich. Wir hoffen, dass es so bleibt. Herr Lauda wird aber sicher noch einige Zeit intensive medizinische Betreuung brauchen", sagte Christian Hengstenberg, Leiter der Kardiologie am AKH Wien.
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Lauda habe schon nach 24 Stunden extubiert werden und selbst spontan atmen können. "Obwohl man sich nach einer solch großen OP fühlt, als wäre man von einem Panzer überrollt worden", hätte man so früh auf die künstliche Beatmung verzichten können, was sehr wichtig für den Heilungsprozess sei. Lauda ist bei Bewusstsein, ist zwar noch bettlägerig, werde aber bereits mobilisiert. Und: Auch die anderen Organe seien alle in Ordnung. Lauda war bereits zweimal eine Niere gespendet worden. Die Ärzte räumten auch mit ein paar Falschmeldungen auf. So hat der dreimalige Formel-1-Weltmeister "zu keinem Zeitpunkt" unter einer verschleppten Sommergrippe gelitten. Marco Idzko, Leiter der Klinischen Abteilung für Pulmologie, erklärte, dass es zu einer Entzündung der Lungenbläschen kam. Das wiederum hatte eine Zerstörung beziehungsweise eine Vernarbung des funktionstüchtigen Lungengewebes zur Folge. Lauda war nicht mehr in der Lage, genügend Sauerstoff über seine Lunge aufzunehmen. Medikamentöse Möglichkeiten waren ausgeschöpft, so dass eine Transplantation notwendig war. Dabei schwebte Lauda in Lebensgefahr, die Lebenserwartung betrug vor der Transplantation wenige Tage, höchstens Wochen. Deshalb ging es bei ihm mit der Spenderlunge auch so schnell, einen Promi-Bonus wiesen die Ärzte entschieden zurück.
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Ob die Transplantation am Ende eine Spätfolge seines fürchterlichen Feuerunfalls 1976 auf dem Nürburgring ist, bleibt offen. Das sei eine Spekulation, stellten die Ärzte klar: "Es gibt keine Beweise, dass es so ist, und keine Beweise, dass es nicht so ist. Man kann diese Frage nicht beantworten", so Idzko.
Die Ärzte betonten zudem, dass Besuche möglich sind, natürlich nur dann, wenn auf Infektionsschutz geachtet wird. "Für den Heilungsverlauf ist die Unterstützung durch die Familie sehr wichtig", sagte Hengstenberg.
Genauso wie die Motivation des Patienten. Lauda ist als Kämpfer bekannt. "Die Einstellung ist etwas ganz Entscheidendes. Das kann man nicht genau messen. Es geht aber darum, wie vital er ist, wie ist seine psychische Einstellung. Es ist entscheidend, ihn wieder aus dem Bett zu bekommen. Wenn der Patient den Einsatz nicht bringen kann, ist es fast unmöglich, das zu schaffen", sagte Walter Klepetko, Leiter der Thoraxchirurgie am AKH Wien: "Herr Lauda ist ein international bekannter Kämpfer. Darüber brauchen wir nicht diskutieren. Da spielt es keine Rolle, dass er prominent ist." Natürlich wurde auch die Frage zu einer möglichen Abstoßung der transplantierten Lunge gestellt. Das größte Risiko besteht im ersten Jahr. Die Kontrollen sind in diesem Zeitraum allerdings auch besonders engmaschig, die Betreuung ist sehr intensiv. Die Zahl der Medikamente ist zudem sehr umfangreich, umfasst viele Aspekte des Körpers, um die Organe bestens zu versorgen.
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Professor Peter Jaksch ist in die Reha eingebunden: "Bereits seit dem Tag der Mobilisierung wird an der Reha gearbeitet. Im besten Fall wird der Patient nach zwei bis drei Wochen in die häusliche Pflege entlassen. Der Patient wird eingeschult auf eigene Maßnahmen, die er selbst tätigen muss. Die Überlebensraten liegen in Wien bei 70 Prozent über fünf Jahre. Die Lebensqualität ist grundsätzlich gut, hängt auch vom allgemeinen Zustand ab." Die Ärzte sind von dem enormen Interesse an Laudas Gesundheitszustand überrascht. Klepetko: "Da sind wir schon beeindruckt. Hier herrscht aber ausreichende Professionalität, dass man sich davon abkoppelt. Alle Entscheidungen erfolgen unabhängig von der öffentlichen Lupe."
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