Charles Leclerc 2019 im Ferrari: Peinliche Enthüllung

Von Mathias Brunner
Formel 1
Lapo Elkann und Charles Leclerc

Lapo Elkann und Charles Leclerc

​In Italien ist ein Post auf Facebook gesetzt und dann gelöscht worden. «Garage Italia Customs» von Lapo Elkann (Bruder des Ferrari-Chefs John Elkann) gratuliert darin Charles Leclerc, ihn bald in Rot zu sehen.

Peinliche Enthüllung in Italien: Die Firma «Garage Italia Customs» hat vorweggenommen, worauf die ganze Formel-1-Welt wartet – die Bestätigung, dass der Monegasse Charles Leclerc in Rot auftreten wird, als Werksfahrer von Ferrari an der Seite von Sebastian Vettel. «Garage Italia Customs» gehört Lapo Elkann (40), dem Lieblings-Enkel des legendären Industriellen Gianni Agnelli, der grauen Eminenz des Fiat-Konzerns. Lapos Bruder Elkann ist Präsident von Ferrari und auch Verwaltungsrats-Präsident von Fiat.

Lapo Elkann gilt als das «enfant terrible» der Familie. Sein Drogenkonsum gilt in Italien als offenes Geheimnis. Das war auch der Grund, wieso sich Lapo Elkann 2006 zwischendurch aus allen Funktionen bei Fiat zurückzog. Zuvor hatte er erfolgreich an der Verjüngung des Marken-Images von Fiat gearbeitet und eine Bekleidungs- und Accessoires-Linie für das Traditionsunternehmen entworfen. Danke Lapos Impulsen wurde der Fiat-Ruf entstaubt, Fiat war auf einmal wieder sexy. Lapo Elkann war am Auftritt des neue Fiat 500 beteiligt und brachte unter «Italia Independent» zunächste eine Sonnenbrillen-Kollektion auf den Markt, später eine Modelinie.

Die Dämonen blieben: Im November 2016 ermittelte die New Yorker Polizei gegen Elkann, der angeblich entführt worden war. Später stellte sich heraus, dass es keine Entführung gegeben hatte. Die Ermittlungen gegen Lapo Elkann wegen vorgetäuschter Entführung wurden von der Staatsanwaltschaft eingestellt.

Der Designer baut heute im Rahmen von «Garage Italia Customs» Autos nach Wünschen der Kunden um. Das passt, den Elkann ist regelmässig als bestgekleideter Italiener ausgezeichnet worden, seine Stilsicherheit wird beneidet.

Weniger sicher bewegt sich «Garage Italia Customs» auf dem heiklen Parkett sozialer Netzwerke, denn die Firma hat auf Facebook gepostet: «Wir sind stolz, von Anfang an an Dich geglaubt und dich an der Piste begleitet zu haben, Kurve um Kurve. Wir sind glücklich, dich bald am Lenkrad der Roten zu sehen @charles_leclerc.»

Kurz darauf war der Post in dieser Wortwahl verschwunden, nun lautet der Text: «Wir hoffen, dass der Traum wahr wird! Garage Italia hat immer an Dich geglaubt, Charles Leclerc.»

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