Österreich-GP: F1 startet in die «Niki Lauda Kurve»

Von Otto Zuber
Formel 1

Die im Mai verstorbene F1-Ikone Niki Lauda ist am Red Bull Ring allgegenwärtig. Dem Mann, der das Ansehen der Alpenrepublik in der Motorsport-Welt über Jahrzehnte geprägt hat, wurde die 1. Kurve der Rennstrecke gewidmet.

Die im Mai verstorbene F1-Ikone Niki Lauda ist am Red Bull Ring allgegenwärtig. Dem Mann, der das Ansehen der Alpenrepublik in der Motorsport-Welt über Jahrzehnte geprägt hat, wurde die 1. Kurve der Rennstrecke gewidmet.

35 Jahre nach dem bislang einzigen österreichischen Heimsieg erhält die Startkurve des Red Bull Rings den Namen des dreifachen Weltmeisters Niki Lauda, der am 20. Mai in Zürich im Alter von 70 Jahren verstorben ist. In Anwesenheit von Laudas Frau Birgit und Sohn Lukas wurde die Kurve am Sonntagmorgen vor dem Start zum Österreich-GP «Niki Lauda Kurve» getauft.

Laudas Freund und langjähriger Weggefährte Dr. Helmut Marko überreichte Birgit und Lukas Lauda symbolisch eine Skulptur, die dem Streckenlayout des Red Bull Ring entspricht. Birgit Lauda erklärte: «Uns bedeutet es besonders viel, natürlich auch für die Familie, weil es dem Niki so viel bedeutet hätte, obwohl er ja immer jemand war, der Ehrungen und Pokale abgelehnt und auch verschenkt hat. Mit einer Kurve gab es ja die Geschichte, dass er schon einmal eine hatte und dann wurde sie ihm quasi weggenommen. Damals war er doch recht enttäuscht und traurig und deswegen weiss ich, dass es für ihn heute eine besondere Ehre gewesen wäre, im Rahmen dieser Zeremonie seine Kurve wieder zurückzubekommen.»

Und Sohn Lukas fügte an: «Ich bin stolz darauf, freue mich natürlich und bedanke mich sehr bei Red Bull, beim Helmut und bei allen anderen auch. Wie Birgit gesagt hat, wäre er glaube ich stolz darauf, weil er jetzt die Kurve 1 hat. Ich glaube davor war es die Kurve 5 oder 6. Ich freue mich auch sehr, hier zu sein.»

Red Bull-Motorsportberater Dr. Marko erklärte seinerseits: «Es gab bereits eine Kurve, die nach Niki Lauda benannt wurde. Im Zuge der Umgestaltung des Red Bull Rings ist sie irgendwie abhanden gekommen und das hat Niki gestört. Ich habe ihm gesagt: ‚Du kriegst wieder eine Kurve.’ Und jetzt ist der richtige Moment, um den Mythos, seine Persönlichkeit und vor allem seine Verdienste für den Motorsport zu würdigen. Wir haben die Kurve Nummer 1 genommen. Hier ist am meisten Aktion, da geht’s am wildesten zu. Also all das, was Niki selbst gelebt und aber auch geschätzt hat. Ich glaube, er hätte sich sehr, sehr gefreut.»

Im Zeichen von Niki Lauda steht das gesamte Formel-1-Wochenende 2019 in Österreich. In der F1 Fanzone ist der 1984er McLaren ausgestellt, mit dem Lauda seinen Heimsieg feierte. Ebenso ausgestellt ist der Ferrari von 1975, den Niki Lauda bei seinem ersten Weltmeistertitel pilotierte. Das Auto erinnert im Paddock der Königsklasse an die einzigartige Karriere der Motorsport-Legende, ebenso eine Bilderausstellung im Zugang zum Fahrerlager. Fans, Teams und Piloten werden am Rennsonntag 2019 noch zahlreiche Gelegenheiten haben, gemeinsam des kürzlich verstorbenen Rennfahrers zu gedenken. So wurden unter anderem bis in die frühen Morgenstunden des Rennsonntages rund 60.000 rote Kapperl, das Markenzeichen von Niki Lauda, auf den Tribünen verteilt.

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