Arenas (KTM) vor Comeback: «Ich stand unter Schock»

Von Nora Lantschner
Moto3
Albert Arenas bekam von Dr. Charte die Freigabe

Albert Arenas bekam von Dr. Charte die Freigabe

Ein Trainingsunfall hinderte Albert Arenas daran, in Termas und Austin an den Start zu gehen. Der KTM-Pilot liegt in der Moto3-WM schon 35 Punkte zurück. «Es ist klar, dass man das aufholen kann», meinte er vor Jerez.

Der zweifache GP-Sieger Albert Arenas wird in Jerez sein Comeback geben, nachdem er die Grand Prix von Argentinien und Texas verletzungsbedingt verpasst hat. Bei einem Unfall mit dem Rennrad hatte er sich unter anderem einen Milzriss zugezogen und musste deshalb operiert werden.

Die Kollegen von «MotoGP.com» haben beim Spanier nachgefragt, wie gut er sich von der Verletzung erholt hat. «Es waren einige harte Tage dabei, aber jetzt bin ich glücklich zu wissen, dass ich okay bin und in Jerez fahren kann, ohne Probleme. Am Dienstag wurde die letzte Computertomographie gemacht, die gezeigt hat, dass ich für Jerez bereit sein werde», freute er sich.

Was genau war passiert? Arenas hatte sich mit dem MotoGP-Ass Alex Rins zum Radtraining verabredet. «Es war das letzte Training, bevor wir nach Argentinien fliegen sollten», erzählte der KTM-Pilot. «Wir fuhren von zu Hause los und kamen zu einem Kreisverkehr, ich habe ein Loch erwischt, einen Abwasserschacht, der in die Straße eingelassen war und den ich nicht gesehen habe. Ich schaute voraus. Plötzlich schlug der Lenker ein, ich habe mich überschlagen und das Fahrrad stach in meine Seite. Der Aufprall war sehr hart. Ich dachte, ich sei okay, aber ich hatte Mühe beim Atmen und fühlte mich nicht gut.»

Die Diagnose der Ärzte sorgte zunächst für einen Schock: «Die Ärzte haben mir Angst gemacht – mir und den anderen – weil eine Verletzung der Milz, ob es dir gefällt oder nicht, immer ein Notfall ist. Ich stand irgendwie unter Schock, als sie es mir gesagt haben, weil ich dachte, am Tag darauf nach Argentinien zu fliegen», erinnerte sich der 22-jährige Spanier.

Die Operation und Genesung verlief dann glücklicherweise problemlos und einem Comeback beim Spanien-GP steht nichts mehr im Wege. Wie fit Arenas aber in Jerez antreten wird, weiß er selbst noch nicht: «Die gebrochene Rippe bereitet mir die größten Sorgen und ich weiß nicht, wie es auf dem Motorrad sein wird, weil ich es noch ausprobieren muss. Ich trainiere jetzt so, als wäre alles normal, um wieder zu 100 Prozent fit zu werden. Am Freitag, wenn ich wieder auf das Bike steige, werde ich wirklich sehen, wie ich mich fühle. Das Ziel ist, in Jerez bei 100 Prozent zu sein», gibt er sich optimistisch – auch weil er den Moto3-Titel noch nicht abgeschrieben hat.

Bei Auftakt in Doha landete der KTM-Pilot aus dem Sama Qatar Ángel Nieto Team auf Rang 6. Nach zwei Nullern ist er in der WM-Wertung bis auf Rang 16 abgerutscht: 35 Punkte fehlen ihm auf seine Markenkollegen Jaume Masia und Aron Canet. Ein Rückstand, den man in den 16 verbleibenden Rennen durchaus noch aufholen. «Ja, das klingt gut», schmunzelte Arenas.

«Es ist klar, dass man das aufholen kann, aber ich muss mir bewusst sein, dass es nicht in einem oder zwei Rennen machbar ist. Ich muss das Schritt für Schritt angehen und mich nicht darauf versteifen. Ich glaube, dass ich dranbleiben muss, es ist möglich und ich kann zurückkommen. Das Wichtigste ist aber, dass ich mich in Jerez so fühle wie in Katar, darauf konzentriere ich mich jetzt. Die Verletzung war ja keine Folge eines Fehlers auf dem Motorrad, sondern etwas, das jedem passieren kann. Ich habe mich bestmöglich erholt, um zurückzukommen und wieder am Limit zu kämpfen.»

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