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Moto3Kolumne
Luca Amato: Wieder ein deutsches Talent ausrangiert?
Lange Zeit galt Luca Amato als eines der großen deutschen Nachwuchstalente. Doch nach enttäuschenden WM-Ergebnissen hängt seine Karriere nun am seidenen Faden.
Im Artikel erwähnt


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Luca Amato: Seine Zukunft ist derzeit ungewissLuca Amato: Seine Zukunft ist derzeit ungewissFoto: Gold & Goose
Luca Amato: Seine Zukunft ist derzeit ungewiss© Gold & Goose
Um Luca Amato ist es 2014 ruhig geworden. Vor zwei Jahren galt er als eines der ganz großen Talente in Deutschland. Er gewann auf Honda das CEV-Moto3-Rennen in Aragón. Daraufhin ließ ihn Teambesitzer Jorge "Aspar" Martinez neben Jonas Folger in der Moto3-WM antreten. Sein WM-Debüt feierte er im September 2012. Doch Amato blieb auf der Kalex-KTM ohne WM-Punkte.
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Der 17-Jährige kam mit dem Motorrad nicht zurecht und war dem Druck im GP-Sport nicht gewachsen. Berater Harald Eckl zog sich zurück, die Familie übernahm das Management, doch dies endete in einem Desaster. Im Frühjahr 2013 ging er für ein unterlegenes Honda-Team in der Spanischen Meisterschaft (CEV) an den Start. Im Anschluss trat Harald Eckl erneut als Retter auf den Plan. Er überredete seinen Freund Eskil Suter, Amato ebenfalls unter die Arme zu greifen und wenig später bekam Amato eine Mahindra für die CEV. Für den Sachsenring-GP erhielt Amato sogar eine Wildcard und eine Werks-Mahindra. Suter und Eckl brachten Amato anschließend im Ambrogio-Team als Nachfolger von Danny Webb unter. Ein 20. Platz in Sepang blieb dabei jedoch das Höchste der Gefühle. Harald Eckl zog sich enttäuscht zurück – diesmal für immer. Er vermisste beim erst 17-Jährigen Amato Biss, Professionalität und den Ehrgeiz, sich in der WM durchzuschlagen. Eckl: "Ich war nicht der Einzige, der an sein Talent geglaubt hat."
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Auch der vierfache Weltmeister Jorge Martinez traute dem Teenager eine internationale Karriere zu. "Ich habe Amato für 2013 die CEV in meinem Junior-Team angeboten. Dazu hätte er drei oder vier Wildcard-Einsätze in der WM bestreiten können", berichtete Martinez. "Das hat er abgelehnt."
SPEEDWEEK.com kontaktierte Amato im Winter regelmäßig, er sagte, er sei auf der Suche nach einem CEV-Team. Ende Januar erklärte Amato: "Zur neuen Saison kann ich noch nichts Genaues sagen. Mein Vater ist gerade in Italien und verhandelt dort mit mehreren italienischen Teams. Was ich sagen kann ist, dass ich sehr wahrscheinlich in der Spanischen Meisterschaft in der Moto3-Klasse fahren werde."
Doch offenbar fehlt es an Sponsorengeldern, denn als sein Traum wie eine Seifenblase zu zerplatzen drohte, ließ er auch Telefontermine platzen. Fest steht: Der erste CEV-Lauf in Jerez findet ohne den Deutschen statt. Das deutet darauf hin, dass die Verhandlungen in Italien scheiterten und das junge Talent nun vor einer ernsthaften Karriere-Krise steht. Geld regiert die Welt, auch oder vor allem im deutschen Motorradsport. Als deutsches Talent, dem es an finanziellen Mitteln fehlt und das dadurch zum Karriere-Aus gezwungen wird, wäre Amato in guter Gesellschaft: Reinhard Stolz, Benny Jerzenbeck, Georg Fröhlich, Philipp Hafeneger, Tobias Kirmeier, Robin Lässer, Michael Ecklmaier, Claudius Klein und Jarno Müller.
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Wenn die Leistung im ohnehin nur schwach geförderten deutschen Motorradsport nicht stimmt, werden Talente schnell ausrangiert. Das Gesetz des Stärkeren gilt auch in der Weltmeisterschaft. Als Jonas Folger Ende 2011 das Team von Aki Ajo verlassen musste, glaubte er sich bei MZ als gerettet, da er für 2012 einen Vertrag erhielt. Doch als das nötige Budget nicht aufgebracht werden konnte, stand Folger plötzlich ohne WM-Platz da. Es drohte das Karriereende des jungen Bayern mit dem kompromisslosen Fahrstil. In letzter Sekunde wurde er beim italienischen Rennstall IodaRacing unter Vertrag genommen. Bei dem damals finanziell und technisch schwachen Team begann für Folger eine harte Zeit voller Probleme und Ausfälle. Erst im Mapfre-Aspar-Team fand er zu alter Stärke zurück. Dass der erst 17-jährige Amato möglicherweise seinen Lebenstraum aufgeben muss, ist für ihn sicher ein schwerer Rückschlag. Doch so gnadenlos ist der Rennsport. Leistungsdruck und Geld regieren diesen Sport. Das wissen Fahrer, Teams und Sponsoren. Dieser Druck ist Teil des Spiels. Amatos Spiel des Lebens entpuppt sich derzeit als Rodeoritt. Ein Fuß rutschte ihm bereits aus dem Steigbügel. Kann er sich wieder fest in den Sattel schwingen?
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