Alex Rins (Suzuki): «Viñales nicht meine Referenz»

Von Frank Aday
MotoGP

Alex Rins tritt 2017 bei Suzuki die Nachfolge von Maverick Viñales an, der 2015 selbst als MotoGP-Rookie zu den Japanern kam. Als bester Rookie schlug sich Rins in Katar hervorragend.

In der letzten Runde des Katar-GP kämpften Jack Miller, Alex Rins und Jonas Folger um Platz 8. Der erfahrene Miller setzte sich gegen die Neulinge durch. Als Neunter wurde Alex Rins bester MotoGP-Rookie, da er Tech3-Yamaha-Pilot Jonas Folger hinter sich halten konnte. Beachtlich: Rins startete nur von Position 18.

Rins tritt in große Fußstapfen, denn er nimmt bei Suzuki den Platz von Maverick Viñales ein. Als Viñales 2015 sein erstes MotoGP-Rennen für Suzuki bestritt, belegte er den 14. Rang. Damals war die Suzuki GSX-RR jedoch noch nicht annäherend so konkurrenzfähig, wie sie es 2017 ist. Gegenüber «motogp.com» berichtete Rins von seinen Erfahrungen bei seinem ersten MotoGP-Rennen in Katar.

Wie fühlst du dich nach deinem ersten Rennen?

Ich hatte sehr viel Vertrauen in das Motorrad, es war richtig gut. Jetzt will ich einfach diesen Weg weitergehen, was nicht einfach ist, denn ein MotoGP-Motorrad abzustimmen, das ist nicht immer einfach. Aber es ist klar, dass das Team und das Motorrad auf einem guten Level sind. Ich habe versucht, mir das erste Rennen nicht vorzustellen, aber man kann es von Platz 18 in die Top-10 schaffen, wenn man konstant fährt und die richtigen Reifen hat. Ich wusste, dass ich einen guten Start brauche, um eine gute Position zu schaffen und alles ist perfekt gelaufen. Ich hatte eine großartige erste Runde und von da an war mein Gefühl auf dem Motorrad in jeder einzelnen Runde großartig.

Du hast auch ein paar richtig gute Kämpfe gezeigt.

In dem Punkt hatte ich nicht allzu großes Selbstvertrauen – Überholen in der MotoGP-Klasse ist richtig schwer, aber ich führte zur Mitte des Rennens einen spannenden Kampf gegen Lorenzo und Petrucci. Dann konnte ich auf der letzten Runde in der vorletzten Kurve noch Folger überholen. Das hat mir dann noch mehr Vertrauen gegeben.

Damit wurdest du bester Rookie, knapp vor Folger. Woran musst du nun arbeiten?

Wir müssen ab Freitag hart arbeiten. Wir müssen in den Trainings besser werden, aber es ist klar, dass die Yamaha-Bikes sehr stark sind. Viñales ist richtig schnell und Zarco und Folger haben gezeigt, dass sie richtig konkurrenzfähig sind. Der Kampf um den Titel «Rookie of the Year» wird großaritig.

Hast du nach dem Rennen in Katar mit deinem Teamkollegen Andrea Iannone sprechen können?

Wir haben nach einem Rennen nicht viel Zeit, darum nein, ich habe noch nicht mit ihm gesprochen. Vor dem Rennen haben wir viel gesprochen und waren uns einig, dass das Motorrad richtig gut ist. Wir sind beide sehr stark in dieses Projekt involviert.

Siehst du Viñales als deine Referenz bei Suzuki?

Nein. Am Ende ist das erst mein erstes Jahr in der MotoGP-Klasse und das Team weiß das. Alles ist neu und wir arbeiten einfach dafür, dass wir immer so weit vorne wie möglich ins Ziel kommen.

Als nächstes folgen die Grands Prix in Argentinien und Austin. Was ist dort dein Ziel, ehe es in Jerez auf heimischen Boden geht?

Da es in Katar so gut lief, werden wir einfach versuchen, dieses Level zu halten. Ich will in den Trainings besser werden, damit ich für die Rennen besser vorbereitet bin – aber wenn wir das aktuelle Level halten, sollten wir gute Ergebnisse schaffen.

Hast du in der MotoGP-Klasse mehr Druck?

Ich liebe es in dieser Klasse mehr als je zuvor. Es gibt keinen Druck, ich kann das nächste Rennen gar nicht abwarten.

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