Casey Stoner: Rückkehr zu Honda vorstellbar?

Von Günther Wiesinger
MotoGP
Casey Stoner bei Honda im Jahr 2014

Casey Stoner bei Honda im Jahr 2014

Der Honda Racing Corporation (HRC) ist in diesem Jahr mit Jorge Lorenzo schon ein großer Fang geglückt. Wird jetzt noch Casey Stoner zu HRC zurückgeholt?

Das italienische Ducati-Werksteam hatte Casey Stoner zuletzt drei Jahre unter Vertrag, als Edeltestfahrer und Markenbotschafter. Der Australier war in der MotoGP-WM von 2007 bis Ende 2010 für Ducati gefahren, er hat 2007 den WM-Titel gewinnen. Nach der Saison 2010 folgte Stoner seinem Freund Livio Suppo zu Honda, er wurde im Repsol-Honda-Team 2011 auf Anhieb Weltmeister, klagte aber über chronische Erschöpfungszustände, musste im Sommer einmal vier Rennen lang pausieren und erklärte im Mai 2012 in Le Mans seinen Rücktritt per Saisonende.

Stoner spielte dann noch 2013 bis 2015 den Honda-MotoGP-Testfahrer, er nahm 2015 auch am Suzuka-8-h-Rennen teil.

Ducati-Sportdirektor Paolo Ciabatti erklärte im Juli, man werde im September mit Stoner über einen neuen Vertrag verhandeln.

Im SPEEDWEEK.com-Interview sagte der Australier letzte Woche, Ducati höre zu wenig auf seine Aussagen. Das klang nicht sonderlich begeistert.

Deshalb wurde Repsol-Honda-Teamprinzipal Alberto Puig in Misano gefragt, ob er sich eine Rückkehr von Stoner als HRC-Testfahrer vorstellen könne. Stoner hat immerhin 45 GP-Siege in der Tasche.

Alberto Puig antwortete auf Spanisch, die drei Topfahrer Márquez, Lorenzo und Stoner bei HRC zu haben, wäre «la leche», das wäre eine Wucht, das wäre fantastisch.

Aber von einem neuen Deal mit Casey ist Honda noch weit entfernt.

Stoner hat 2018 nur im Januar in Sepang/Malaysia getestet, dann ließ er seine lädierte Schulter operieren. Er hat auch in diesem Jahr immer wieder bestätigt, dass er keine Rennen mehr fahren werde.

Ob ihm Honda ein Angebot machen wird, ist offen.

Die Honda Racing Corporation wird jedenfalls den Testvertrag mit Stefan Bradl (28) erneuern. «Wir sind uns seit dem Spielberg-GP so gut wie einig», erzählte der Bayer beim San-Marino-GP.

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