Das bietet Stoff für stundenlange Diskussionen unter GP-Fans: Welcher Formel-1-Rennstall geht 2026 mit der stärksten Fahrerpaarung an den Start? Die Antwort ist ziemlich knifflig.
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Die Situation um Forward-Racing-Teambesitzer Giovanni Cuzari (48) verdüstert sich weiter. Jetzt wurde ein neues Kapitel aufgeschlagen: ?Montagfrüh wurde im Tessin auch Mario Rezzi festgenommen, der ?als Chief Financial Officer bei der Firma Media Action tätig war, die sich um "?Communication ?and Sponsoring" kümmerte und Sponsoren für Forward Racing und andere Rennställe vermittelte.
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Marco Curioni, ?einst Senior Executive von Media Action und 2014 wie Cuzari und andere Forward-Teammitglieder noch im weissen Hemd von Media Action unterwegs, erklärte beim Barcelona-GP 2015, die Firma Media Action sei inzwischen stillgelegt worden. "Denn sie war nur noch für Forward tätig, also brauchten wir sie nicht mehr", liess Curioni durchblicken. Mario Rezzi war bei Media Action lange Zeit als CFO als rechte Hand und Partner von Cuzari tätig. Rezzi wurde in den gestrigen Morgenstunden in seine?r Tessiner Traumvilla in Paradiso festgenommen.
Cuzari werden Delikte wie Steuerhinterziehung, Steuerbetrug, Bestechung und Geldwäsche zur Last gelegt. Sein Rechtsanwalt bestreitet alle Vorwürfe.
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Libero Galli, der oberste Finanzbeamte des Schweizer Kantons Tessin, wurde inzwischen frei gelassen. Ihm wird vorgeworfen, er sei von Cuzari bestochen worden. Galli sagte bei seiner Einvernahme aus, er habe sich von Cuzari nur ein paar Abendessen bezahlen lassen, auch die Reise zum Motorrad-GP von Deutschland habe er selbst bezahlt.
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Die Tessiner Behörden weiten ihre Untersuchungen inzwischen aus. Giovanni Cuzari, der auch in der Immobilienbranche tätig ist, hatte nämlich vor rund zwei Jahren in Paradiso bei Lugano ein Appartement an den zweifachen MotoGP-Weltmeister Jorge Lorenzo verkauft, das wenig später in Flammen aufgegangen war. In einigen Tessiner Medien wurde damals spekuliert, es könne sich um Brandstiftung und um einen Racheakt an die Adresse von Cuzari gehandelt haben.
Staatsanwalt John Noseda soll eine 100 Seiten dicke Anklageschrift verfasst haben. Es geht um einen schwer überschaubaren Kreislauf von Scheinrechnungen im Zusammenhang mit Sponsorship-Deals mit italienischen Firmen, dazu auch um Steuerbetrug in Zusammenhang mit der italienischen Mehrwertsteuer IVA. Forward Racing hat die Teilnahme am Indy-GP abgesagt, auch die Mitwirkung am Brünn-GP (16. August) ist in Frage gestellt, das Team ist in einem Überlebenskampf verwickelt und zeigt Auflösungserscheinungen.
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Teammanager Marco Curioni bemüht sich um einen Rettungsplan. Aber so lange Cuzari als 100-Prozent-Eigentümer des Rennstalls in Haft bleibt, sind auch Curioni die Hände gebunden. In den letzten zwei Wochen haben sich zwar einige Interessenten für die beiden MotoGP-Plätze gemeldet, aber keiner, der genügend Geld hat, um den Rennstall 2015 samt möglichen Altlasten fortzuführen. Wenn Forward nach Indy und Brünn weitere Rennen auslässt, dürften die Verträge mit der IRTA hinfällig werden. Dann verfallen auch die Teamplätze, die dann von Dorna und IRTA neu vergeben werden können.
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