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Dakar: De Villiers/Von Zitzewitz auf Irrwegen

Von Toni Hoffmann
Auf der neunten Etappe der 37. Rallye Dakar haben die Hoffnungen von Giniel de Villiers und Dirk von Zitzewitz auf den zweiten Sieg einen Dämpfer bekommen.

Die neunte Etappe von Iquique nach Calama mit 450 Bestzeitkilometern wurde unisono von den Teilnehmern als die bislang schwierigste der 37. Rallye Dakar eingestuft. Nicht nur das Gelände machte den Teams zu schaffen, sondern auch gerade die Navigation. Viele Teams verpassten einen Wegpunkt und wurden mit vielen Strafminuten belegt.  

Davon blieben zwar De Villiers/Von Zitzewitz in Toyota Hilux verschont. Es war aber ein Navigationsfehler der mehr als 20 Minuten kostete. Bis dahin hielten sie zum führenden Nasser Al-Attiyah im Mini noch Kontakt und lagen bis zum Kilometer 131 eine halbe Minute hinter dem Leader. Dann aber waren sie auf Irrwegen und verloren mehr als 20 Minuten. Am Ende des neunten Tages betrug ihr Rückstand auf Al-Attiyah 23:58 Minuten.  

«Das war mit Sicherheit nicht unser Tag», hielt De Villiers fest. «Wir machten einen ganz schlimmern Navigationsgehler. Wahrscheinlich hat uns dieser die Rallye gekostet. Nun wollen wir aber unseren Platz sichern. Es gab auf dieser Prüfung nur einen Platz, wo wir große Mühe hatten, den Wegpunkt zu finden. Es war in der freien Wildnis. Wir hatten Rückenwind, der bei dem vielen Fesh-Fesh Staub aufwirbelte. Wir kurvten dort ziemlich herum. Wenn Nasser keinen Fehler macht, wird es für ihn nun ein leichtes Spiel.»  

Der Saudi-Arabier Yazeed Al-Rajhi und sein deutscher Beifahrer Timo Gottschalk, die am Sonntag ihren ersten Toyota-Tagessieg erzielt hatten, mussten daher als erstes Fahrzeug in die Sanddünen der Atacama-Wüste. Zur Mitte aber verloren sie viel Zeit, am Ende des neunten Tages stieg der weiterhin Gesamtdritte auf 39:29 Minuten.  

«Ich bin froh, durchgekommen zu sein. Nach 200 Kilometern hatten wir keine Bremsen mehr. Trotz allem schafften wir noch die restlichen 250 Kilometer ohne Bremsen», sagte Al-Rajhi. «Auf der Prüfung war viel los. Wir rutschten mal kurz in eine Hecke. Das alles aber ist ein Teil meines Lernprozesses bei der Rallye Dakar. Die Prüfung war sehr hart. Nun möchten wir unsere dritte Position festigen.»  

Der Franzose Christian Laveille verloren zwar auf der Prüfung eine Stunde, dennoch rückten sie auf den sechsten Platz vor, weil ihr niederländischer Toyota-Kollege Bernhard Ten Brinke wegen eines technischen Problems zwei Stunden verlor und vom sechsten auf den neunten Rang abfiel.

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