DTM

Der neue Audi RS 5 DTM: Mehr Rennauto als vorher

Von - 16.11.2018 11:26

René Rast saß rund 100 Runden lang im neuen Audi RS 5 DTM. Mit SPEEDWEEK.com sprach der Vizemeister von 2018 über seine Eindrücke.

René Rast hatte es angekündigt: Nach dem dramatischen Titelrennen kam das Loch. Die irre Aufholjagd, historische sechs Siege in Folge, und doch fehlten am Ende vier Pünktchen auf Meister Gary Paffett zur Titelverteidigung. Der ganze Druck einer langen, anstrengenden Saison fiel von ihm ab. Ein mentales Tief. Und ein körperliches. Denn in der Woche nach dem Saisonfinale wurde der Audi-Star prompt krank.

Und hatte immer wieder die gleichen Fragen im Kopf: «“Was wäre gewesen wenn? Wo hätten wir die vier Punkte noch holen können?“ Diese Fragen habe ich mir oft gestellt, das hat mich beschäftigt», verrät der Vizemeister SPEEDWEEK.com. Aber Rast ist keiner, der lange mit dem Schicksal hadert. «Ich habe mich schnell aus dem Loch gezogen, nach einer Woche war das Thema erledigt, seitdem schaue ich nach vorne. Die Zeit heilt alle Wunden.»

Außerdem war er vier Wochen nach dem Finale schon wieder gefragt: Die ersten Testfahrten mit dem neuen Audi RS 5 DTM standen in Estoril an. Rund 100 Runden absolvierte der 32-Jährige in dem Boliden, der einen neu entwickelten Vierzylinder-Turbomotor mit rund 100 PS mehr unter der Haube hat. «Man spürt die Leistung. Es lässt sich fast ein bisschen wie ein Schaltkart fahren, die sind auch sehr agil und leistungsstark», so Rast.

Der Deutsche ist in seiner Karriere fast alles gefahren, was vier Räder hat. Im Grunde außer einem Formel-1-Auto alles. Er kann beurteilen, wie viel Spaß der neue Renner im Vergleich macht. «Alle Fahrer bei den Tests haben gesagt: „Das ist schon geil.“ Es ist mehr Rennauto als vorher. Das Aerodynamik-Level ist fast gleich geblieben. Die Autos haben jetzt aber ein angemessenes Leistungsverhältnis zur Aerodynamik. Es wird geiler, aber auch viel schneller, vor allem auf den Geraden. Den Fans wird einiges geboten.»

Die Folgen für den Fahrer: «Die höhere Leistung erfordert hin und wieder vielleicht einen anderen Fahrstil, es ist auch etwas schwieriger, die Leistung auf den Boden zu bekommen, auch aus den langsamen Kurven heraus. Es kommt definitiv mehr auf den Fahrer an, es wird anspruchsvoller und wir können leichter Fehler machen. Ich glaube auch, dass die Abstände im Qualifying größer werden.»

Neu ist bei den neuen Boliden durch das neue Class-1-Reglement auch die Aerodynamik: Heckflügel, Unterboden, Front- und Heckdiffusor wurden für die Saison 2019 per Reglement neu definiert. Eine weitere Folge des neuen Motors ist der veränderte Sound, an man sich gewöhnen muss.

Rast: «Er ist anders. Es hört sich nicht schlecht an, immer noch wie ein DTM-Auto. Man gewöhnt sich sehr schnell daran, ich war jetzt drei Tage bei den Tests und weiß gar nicht mehr, wie sich der V8 anhört. BMW und Audi haben auch einen unterschiedlichen Klang, weshalb man sie gut auseinanderhalten kann. Die Fans können sich auf den anderen Sound freuen.»


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