FIA WEC

Brendon Hartley: «Früher mit Buemi zusammen gewohnt»

Von - 08.08.2019 07:55

SPEEDWEEK.com traf Brendon Hartley, um mit ihm über die anstehende Saison in der FIA WEC zu sprechen. Der Neuseeländer ist neu im LMP1-Kader von Toyota. Bis 2017 trat er für Porsche in der Sportwagen-WM an.

Wenn am 1. September die FIA WEC in Silverstone in ihre achte Saison startet, gibt es eine Umbesetzung im Kader von Toyota: Brendon Hartley ersetzt Fernando Alonso an der Seite von Sébastien Buemi und Kazuki Nakajima. Vor seinem Gastspiel in der Formel 1 (25 Grands Prix für Toro Rosso) war Hartley für Porsche in der LMP1-Klasse der FIA WEC unterwegs und konnte 2015 und 2017 sogar den WM-Titel holen. «Beide Autos sind sehr kompliziert zu bewegen», vergleicht er den Porsche 919 Hybrid und den Toyota TS050 Hybrid im Gespräch mit SPEEDWEEK.com. «Viele Systeme sind komplett anders ausgelegt. Eigentlich ist es total merkwürdig, dass wir so viele Jahre so eng und auf einem so hohen Niveau miteinander gekämpft haben. Beispielsweise basiert das Hybridsystem beider LMP1 auf einem ganz anderen Konzept.»

Insgesamt kommt der 29-Jährige mit dem LMP1-Toyota inzwischen sehr gut zurecht. Vor dem Prologue in Barcelona probierte er den TS050 auch schon in Le Castellet. Darüber hinaus saß er auch beim Vortest zu den 24h von Le Mans für fünf Runden im Cockpit. «Das Auto bedingt natürlich ein paar Anpassungen. Diese beziehen sich nicht nur auf die Bedienung des hochkomplexen Lenkrades, sondern auch auf meinen Fahrstil», gibt Hartley einen Einblick.

Brendon Hartley möchte der anstehenden WEC-Saison natürlich den Stempel aufdrücken. «Ich hoffe, schon beim Auftakt in Silverstone um den Sieg zu fighten. Das ultimative Ziel ist sicherlich der WM-Titel und der Sieg bei den 24 Stunden von Le Mans. Da brauchen wir nicht drumherum reden. Ich sitze im Auto #8, welches in der letzten Saison genau diese Erfolge eingefahren hat. Somit wird von außen auch für 2019/20 etwas Ähnliches erwartet.»

In besagter #8 teilt sich Hartley die Lenkradarbeit mit Kazuki Nakajima und Sébastien Buemi. Den Schweizer kennt er schon viele Jahre aus gemeinsamen Tagen im Förderprogramm von Red Bull. «Wir sind sehr gute Freunde. 2008/2009 haben wir sowohl in Milton Keynes als auch in Fuschl am See gemeinsam eine Wohnung gemietet. Ich war aber beispielsweise auch Gast seiner Hochzeit. Wir kennen uns wirklich gut», blickt er auf seinen neuen Teamkollegen.

«Aber auch Alexander Wurz ist noch immer tief in das Toyota-Team integriert. Genauso wie ich, lebt er in Monaco. Wir gehen regelmäßig zusammen Fahrrad fahren. Er ist ein super Typ», so Hartley weiter. «Kazuki kenne ich durch meine WEC-Zeit mit Porsche ebenfalls bereits. Er war immer ein starker und fairer Rivale.»

Neben dem neu zusammengestellten Trio Hartley/Buemi/Nakajima fahren auch noch Mike Conway, Kamui Kobayashi und José María López für Toyota. Dazu kommen in der LMP1-Klasse noch die privaten Boliden von Rebellion und Ginetta. Die WEC besteht 2019/20 aus acht Rennen. Zu den genannten Events in Silverstone und Le Mans kommen noch Fuji, Shanghai, Bahrain, Sao Paulo, Sebring und Spa-Francorchamps.

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