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Formel 1

Williams als Einwagen-Team: Lance Stroll unter Druck

Von - 19.05.2017 17:00

​Der traditionsreiche Williams-Rennstall liegt nach fünf Rennen nur auf Rang 6 des Konstrukteurs-Pokals. Hauptgrund: Williams ist ein Einwagen-Team, nur Felipe Massa punktet, Lance Stroll fährt glücklos.

Renault und Williams sind nach fünf Rennen in der gleichen Situation: Bei beiden Rennställen handelt es sich im Grunde um Einwagen-Teams – für die Franzosen holt Nico Hülkenberg die Kastanien aus dem Feuer, während Jolyon Palmer keine Punkte vorweisen kann. Bei Williams hat Felipe Massa 18 Zähler eingefahren, der 18jährige Lance Stroll schnupperte nur in Russland an den Top-Ten, als Elfter.

Bei manch anderem Rennstall würde der Platz der Punktelosen bereits wackeln. Während sich Renault (noch) vor Palmer stellt, ist die Position des Kanada-Teenagers Lance Stroll bei Williams unbestritten – Papa Lawrence Stroll lässt sich das Engagements seines Sohnes einen zweistelligen Millionenbetrag kosten.

Dennoch ist Lance Stroll unter Druck. Denn auf die Dauer kostet Williams die Solo-Show von GP-Veteran Massa Geld. Anvisiert war WM-Rang 4, davon ist Williams derzeit weit entfernt – es steht 53:18 für Force India, und derzeit liegt auch Toro Rosso vor Williams, mit 21 Punkten. Hinter Williams folgt dann Renault mit 14 Zählern.

Der direkte Vergleich zwischen dem elffachen GP-Sieger Felipe Massa und dem jungen Kanadier sagt alles:

18:0 Punkte.

Zehn Top-Ten-Platzierungen von Massa in den bisherigen fünf Qualifyings von Australien, China, Bahrain, Russland und Spanien (auf den Rängen 7, 6, 8, 5 und 9). Stroll hat die besten Zehn nur einmal erreicht, in China, und zeigte diese Platzierungen – 19, 10, 12, 12 und 18.

In den Rennen gab es drei Ausfälle von Stroll, dann Rang 11 in Sotschi sowie Platz 16 in Barcelona.

Massa fuhr dreimal in die Punkte und folgende Ränge heraus: 6, 14, 6, 9 und 13.

Teamchefin Claire Williams bleibt gelassen wenn sie gegenüber den Kollegen der britischen Sky festhält: «Wir haben jedes Vertrauen in Lance. Wir wissen, welches Talent er besitzt. Aber vielleicht wird von einigen der Schritt von der Formel 3 in die Formel 1 unterschätzt. Der Druck ist enorm. Er braucht ein wenig Raum zum Atmen.»

Bei der Analyse der einzelnen GP-Wochenenden fällt auf, dass Stroll bislang glücklos agierte. Aber technische Gebrechen sind das Eine, der direkte Speed-Vergleich mit Felipe Massa das Andere. Da schneidet der Kanadier bislang zu wenig gut ab.

Claire Williams weiter: «Felipe ist für Lance ideal, weil er Stroll so viel mitgeben kann. Ich glaube auch, Massa geniesst diese Rolle als Mentor. Lance erwartet von sich selber sehr viel. Er muss einen Schritt kürzertreten und all die gewaltige Erfahrung von Felipe und vom ganzen Team in sich aufnehmen. Wir fahren seit 40 Jahren in der Formel 1, wir wissen, was wir tun, und wir wissen auch, wie wir mit jungen Piloten umgehen sollen.»

«Noch braucht sich niemand um Lance Sorgen zu machen. Er verdient seinen Platz im GP-Sport, und das wird er auch beweisen. Aber eines ist auch klar – je länger ein zählbares Ergebnis ausbleibt, desto grösser wird die Erwartungshaltung der Öffentlichkeit. Lance ist ein aussergewöhnlicher junger Mann. Er ist zu allem entschlossen, und er ist charakterstark genug, um das durchzustehen.»

 

 

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Lance Stroll an der Arbeit © LAT Lance Stroll an der Arbeit Felipe Massa (ganz links) und Lance Stroll (Zweiter von links) mit Sportchef Nielsen und Technikchef Lowe © LAT Felipe Massa (ganz links) und Lance Stroll (Zweiter von links) mit Sportchef Nielsen und Technikchef Lowe Claire Williams © LAT Claire Williams
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