Formel 1

McLaren ganz anders: 50 Fakten, die Sie nicht kannten

Von - 11.01.2018 13:32

​McLaren ist nach Ferrari der zweiterfolgreichste Rennstall der Formel 1. McLaren verbinden wir mit Bruce McLaren, mit CanAm, mit Ayrton Senna, mit Ron Dennis. Die folgenden 50 Fakten sind weniger bekannt.

McLaren ist im GP-Sport in 33 verschiedenen Ländern und auf sechs Kontinenten angetreten. Am südlichsten wird jeweils in Melbourne (Australien) gefahren. Am nördlichsten waren die Engländer Mitte der 70er Jahre im Rahmen des Schweden-GP in Anderstorp.

Der langjährigste McLaren-Angestellte heisst Ray «Tex» Rowe, der seit 1963 bei McLaren arbeitet. Tex arbeitet drei Tage die Woche in der Getriebe-Abteilung. Sechs weitere Angestellte waren schon in den 70er Jahren an der Arbeit, 30 weitere in den 80ern.

Bevor das McLaren-Technikzentrum entstand, mussten Mittel und Weg gefunden werden, um die dort ansässigen Kreuzottern umzusiedeln.

Jeder Besucher des McLaren-Werks fragt, wie tief der See sei. Antwort: drei Meter.

Als die Formel-1-Renner von McLaren jahrelang chromfarben antraten, waren pro Jahr 1000 Liter Farbe notwendig.

2013 feierte McLaren 50 Jahre Firmenbestehen. Den 50. GP-Sieg von McLaren eroberte Alain Prost (Monaco 1986), die 50. Pole (wer anders?) Ayrton Senna (Belgien 1989), die 50. Schnellste Rennrunde ebenfalls Senna (Phoenix 1989).

Das McLaren-Werk besteht aus 5000 Tonnen Stahl und 43000 Quadratmeter Glas. Das Gelände ist gross genug, dass dort locker neun Jumbo-Jets stehen könnten.

Zwischen Mai und September wird das Gras zwei Mal die Woche gemäht – für einen Durchgang müsste unsereins den Rasenmäher 32 Kilometer lang schieben!

Zum 2016er der Formel-1-Saison hat sich McLaren-Teampartner Hilton etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Mitglieder des Hilton Honors-Programms konnten eine Übernachtung im Formel-1-Werk von McLaren in Woking gewinnen!

Der dienstälteste McLaren-Fahrer ist David Coulthard – er fuhr genau 150 Grands Prix für McLaren, zwischen 1996 und 2004. Jenson Button kam auf 136 Einsätze, Mika Häkkinen auf 131 und Lewis Hamilton auf 110.

Seit dem ersten Formel-1-Chassis M2A/1 aus dem Jahre 1966 hat McLaren mehr als 250 GP-Renner gebaut.

Selbstbeschränkungen beim Reglement führten dazu, dass heute weniger Chassis pro Jahr gebaut werden als früher: 1991 waren es elf des Typs MP4/6, in der neuen Turbo-Ära sind es in der Regel drei.

Bruce McLaren baute schon 1969 einen Strassensportwagen – den M6GT, einen geschlossenen Renner, der später auch in Serie hergestellt werden sollte. Einen fuhr Bruce selber, die benachbarten Spezialisten von Trojan bauten zwei weitere.

Der erfolgreichste McLaren-Fahrer ist Ayrton Senna (35 Siege), vor Alain Prost (30), Lewis Hamilton (21), Mika Häkkinen (20) und David Coulthard (12).

Der erfolgreichste Formel-1-McLaren ist das Modell M23 (16 Siege).

McLaren hat in der CanAm-Serie 43 Siege errungen – und Bruce McLaren verloren. Der Neuseeländer kam 1970 in Goodwood bei einem Test mit dem CanAm-Modell M8D ums Leben.

Der erste Sieg von Pole eines McLaren gelang Emerson Fittipaldi 1974 in Brasilien (seither sind 72 weitere Male hinzugekommen).

Den weitesten Weg zum Sieg hatte John Watson: Triumph beim Long-Beach-GP von Startplatz 22! Ach ja, Stallgefährte Niki Lauda wurde Zweiter, von Startplatz 23 ...

Der seltsamste McLaren? Hm, schwierige Wahl: Wir würden sagen – unentschieden zwischen dem McLaren MP4/T5, einer Seifenkiste für Goodwood 2002, und dem Modell MP4-98T, einem Formel-1-Zweisitzer. Beide Renner sind Einzelmodelle.

Das McLaren-Werk wird jeden Tag im Schnitt von 190 Gästen besucht. (Insgesamt mehr als 500.000 Mal.)

Pole, schnellste Rennrunde und Sieg gelang einem McLaren-Fahrer erstmals in den USA 1976. Am Lenkrad sass James Hunt.

McLaren setzte 1981 als erstes Team ein Kohlefaser-Chassis ein.

Durch das McLaren-Werk verlaufen 40 Kilometer Wasserleitungen.

Der erste Formel-1-Wagen von Bruce McLaren im Jahre 1966 wog 535 Kilo und leistete 321 PS. Lewis Hamilton wurde 2008 mit einem McLaren Weltmeister, der nur 65 Kilo schwerer aber mehr als doppelt so leistungsfähig war.

McLaren erreichte in der WM 1988 199 Punkte (nach altem Punktesystem), mehr als die folgenden acht Rennställe zusammen!

Acht Mal konnte McLaren im gleichen Jahr die Fahrer- und die Team-WM gewinnen.

Die McLaren-Tochterfirma «Applied Technologies» hat im Rahmen der Olympischen Sommerspiele von London 2012 fünf Teams unterstützt – es ging um Zeit-, Ort- und Leistungsmessungen. Diese fünf Teams konnten 30 Medaillen erobern, davon 15 goldene.

Ayrton Senna ist der McLaren-Pole-König: 46 Mal war der Brasilianer der Trainingsschnellste.

1966 arbeitete Bruce McLaren mit vier Angestellten. 2017 reist McLaren mit 60 Fachkräften zu jedem Rennen.

Das McLaren-Werk betreibt eine eigene Schneiderei für die Werksbekleidung.

Einer der grössten McLaren-Fans (von Renn- und Strassenwagen) ist «Mr. Bean» Rowan Atkinson.

Jeden Morgen werden in der McLaren-Kantine 250 Eier zubereitet.

McLaren hat zwischen 2007 und 2018 den Anteil wieder verwertbaren Abfalls um rund 75 Prozent gesteigert.

McLaren hat als einziges Formel-1-Team drei Mal beim Indy 500 gewonnen – einmal mit Mark Donohue, zwei Mal mit Johnny Rutherford.

Das GP-Team von McLaren hat 25 Lastwagen im Einsatz.

Der Ventilator im eigenen Windkanal ist vier Meter hoch und rotiert mit 10 Umdrehungen pro Sekunde.

Der Gästebereich von McLaren – dem «McLaren Brand Centre» – wird in fünf Zwölfstunden-Schichten von 20 Spezialisten aufgestellt. Der Abbau dauert zwei Tage.

Bruce McLaren wurde 1966 zum zweiten Mann, der in der Formel 1 mit eienm GP-Renner seines Namens antrat. Der erste war der Australier Jack Brabham.

Im McLaren-Werk sind 30 Fahrzeuge mehr als 630 Trophäen ausgestellt.

Würden alle Stahlbalken des Serienfahrzeug-Werks aufeinander gestapelt, käme eine Höhe von drei Eiffeltürmen zusammen.

Im Dezember 2011 wurde das McLaren-Team zum ersten Formel-1-Rennstall, der klimaneutral arbeitet.

Die Produktionszeit einer Folge der animierten McLaren-Serie «Tooned» beträgt zehn Wochen. McLaren ist der einzige Rennstall mit einer eigenen Trickfilmserie.

Das McLaren Technology Center wurde 2004 von der britischen Königin Elisabeth II. eröffnet.

Das McLaren-Logo besteht aus einem Kimi, dem Nationalvogel von Bruce McLarens Heimat Neuseeland. 2017 platzierte ein McLaren-Mitarbeiter das Vögelchen immer an einer anderen Stelle des Rennwagens.

Bruce McLaren trat beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans mit einem in neuseeländischen Nationalfarben lackierten Ford GT40 an, also in Schwarz und Silber. Für die Formel 1 wollte McLaren aber eine Farbe, die im aufkommenden Farbfernsehen auffälliger ist – daher kam er auf Papaya-Orange.

Jahrelang wurden die Formel-1-Renner von McLaren mit MP4 und einer Zahl gekennzeichnet. Ron Dennis hatte diese Bezeichnung verwendet, als er sich mit seinem Project 4 (seinem vierten Versuch eines Rennstalls) bei Marlboro McLaren Texaco einbrachte. Die Bezeichnung MP4 war dann eine Verschmelzung: Projekt 4 von Ron Dennis und davor das M von Marlboro für den Zigarettenhersteller als Hauptsponsor, mit dem McLaren schon seit 1974 gearbeitet hatte (als Emerson Fittipaldi ins Team kam). Auch Ron Dennis hatte damals Malboro als Partner, bei seinem Formel-2-Team. Das passte also prima zusammen. In politisch korrekteren Zeiten wurde später behauptet, das M habe damals für McLaren gestanden.

Beim Bau des McLaren-Werks liess sich McLaren gewisse Spezialschrauben zum Bau patentieren.

In jedem NASCAR-Renner steckt ein wenig McLaren: die Einheits-Elektronik der US-Tourenwagen kommt aus Woking.

McLaren stellt Karbon-Rennräder her.

 

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