Formel 1

Ist schon 1. April? Fusion aus Formel 1 und Formel E

Von - 03.01.2019 13:31

​Formel-E-Chef Alejandro Agag sprach davon, dass die Formel E die Formel 1 überdauern werde. Formel-E-Champion Jean-Eric Vergne regt eine Fusion an. Entschuldigung, haben wir schon den 1. April?

Die Formel E hat sich etabliert, keine Frage. Die elektrischen Renner surren in aufregenden Städten herum wie New York und London, Peking und Rom, Hong Kong und Mexico-City, Montreal und Moskau. Sie zeigen teilweise mitreissenden Rennsport. Serien-Chef Alejandro sagt über das Fernduell mit der Formel 1: «Wir lieben die Formel 1, sie ist grossartig. Aber die Formel E wird bestimmt richtig, richtig gross. Ich glaube, es wird in 20, 30 oder 40 Jahren der einzige Motorsport sein, der noch übrig ist.» Das lassen wir mal so im Raum stehen und sprechen uns in zwanzig Jahren wieder.

Optisch sei eine Angleichung zu erkennen, findet der frühere GP-Pilot und heutige Formel-E-Star Nelson Piquet junior angesichts der in Singapur 2018 vorgestellten Formel-1-Konzeptautos für 2021. Der Brasilianer, der in der Königsklasse vor allem durch seinen absichtlich herbeigeführten Crash im Singapur-GP von 2008 in Erinnerung geblieben ist, bemerkte damals bei der Präsentation des Formel-E-Renners von Jaguar: «Es schaut ganz danach aus, als hätten sie unser «Gen2»-Design kopiert. Das beweist, dass wir die Serie sind, die den Ton angibt.»

Löst die Formel E also eines Tages die Formel 1 als Königsklasse ab? Für den Franzosen Jean-Eric Vergne, Formel-E-Meister 2017/2018, gibt es noch einen anderen Weg. Der frühere Toro-Rosso-GP-Pilot kann sich vorstellen, dass wir in Zukunft nicht von zwei Serien sprechen, sondern dass Formel 1 und Formel E verschmelzen, wie er im Rahmen der FIA-Preisverleihung in St. Petersburg erklärte. «Im Jahre 2030 oder so wird es nur noch elektrische Autos geben, Benzinmotoren wird es keine mehr geben. Die Formel 1 wird die Einstellung in Sachen Elektrik komplett geändert habe.»

«Heute ist die Formel E etwas ganz Anderes als die Formel 1. Aber ich höre manchmal, dass die beiden Serien eines Tages fusionieren könnten, das fände ich klasse. Doch die Formel 1 ist die Königsklasse, und das wird sie bleiben – in welcher Form auch immer.»

Der französische Autohersteller Renault hat im Rahmen der Automobilausstellung von Shanghai 2017 die Studie R.S. 2027 Vision präsentiert, als Fingerübung, wie die Zukunft der Formel 1 aussehen könnte.

Die Vorgabe: Der Fahrer soll wieder in den Mittelpunkt des Geschehens rücken. Gleichzeitig soll das Auto High-Tech beweisen. Ideen, die schon heute existieren, wurden konsequent weitergedacht.

Interessante Details an der Studie:

Durchsichtige Cockpits und Helme mit einem grösseren Sichtfenster – sodass die Fans den Piloten besser bei der Arbeit zusehen können.

In die Räder sind LED-Leuchten eingearbeitet, darauf lassen sich beispielsweise Startnummer, Batteriestand oder noch zu fahrende Runden einblenden. Besonders bei einem Nacht-GP wäre das ein tolles Spektakel.

Alle Daten aus dem Rennwagen sind für die Fans abrufbar.

Aktive Flügel, die erst ab einem bestimmten Tempo ausfahren.

Das Cockpit ist geschlossen, wie eine Kampfjet-Kanzel.

Vierradantrieb, Vierradlenkung, dazu ein V6-Turbomotor mit Mehrfach-Energierückgewinnung. Gesamtleistung: 1341 PS.

Effizienterer Verbrauch, die Renndistanz wird mit 50 Litern Sprit bewältigt.

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Renault R.S. 2027 Vision: Sieht so die Formel 1 der Zukunft aus? © Renault Renault R.S. 2027 Vision: Sieht so die Formel 1 der Zukunft aus? Die Studie von der Seite: dem Fahrer bei der Arbeit zusehen © Renault Die Studie von der Seite: dem Fahrer bei der Arbeit zusehen Bei einem Nacht-GP wäre das gewiss spektakulär © Renault Bei einem Nacht-GP wäre das gewiss spektakulär Die Studie von oben © Renault Die Studie von oben Jean-Eric Vergne © LAT Jean-Eric Vergne
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