Formel 1

History Safety-Car: Vor Mercedes herrschte Anarchie

Von - 21.08.2019 13:39

​​​​SPEEDWEEKipedia: Leser fragen, wir finden die Antwort. Heute: Mercedes stellt seit vielen Jahren das Safety-Car in der Formel 1. Aber das war nicht immer so. Vor dem Silberpfeil herrschte Anarchie.

In loser Reihenfolge gehen wir in Form von «SPEEDWEEKipedia» auf Fragen unserer Leser ein. Dieses Mal will Richard Sperber aus St. Gallen wissen: «Ihr habt einmal eine Geschichte über das erste Safety-Car in der Formel 1 gemacht, das war ein Porsche, wenn ich mich richtig erinnere. Im modernen GP-Sport sind wir seit Jahren den Führungswagen von Mercedes-Benz gewohnt. Ich wollte mal wissen, welche Marken sonst noch Safety-Cars gestellt haben.»

Der erste Einsatz eines Führungswagens geht auf den kanadischen Grand Prix von Mosport 1973 zurück. Pilot Eppie Wietzes suchte sich mit dem Porsche 914 gleich mal den falschen Leader aus, bis heute wird darüber diskutiert, wer in Wahrheit den Kanada-GP gewonnen hat. Wietzes fing in einem gelben Porsche 914 das Feld nach einem Unfall zwischen François Cevert und Jody Scheckter ein, blieb aber aus Versehen vor dem Iso-Marlboro-Auto von Howden Ganley. Das ermöglichte es es einigen Fahrern, inklusive des späteren Siegers Peter Revson, eine Runde gut zu machen.

Die nächsten zwanzig Jahre herrschte Anarchie: Die GP-Organisatoren konnten machen, was sie wollten, was das Safety-Car angeht. Das führte zu ziemlich seltsamen Gefährten, wie unsere Liste unten und die Fotos zeigen. In Monaco kam jahrelang ein Lamborghini zum Einsatz, in Suzuka logischerweise Fahrzeuge von Honda, in Ungarn ein Tatra, ein Modell davon fuhr 1995 den armen Taki Inoue über den Haufen.

Ab 1993 wurde in der Formel 1 vorgeschrieben, dass bei allen Trainings und Rennen ein Safety-Car bereitstehen muss, aber noch immer gab es keinen einheitlichen Lieferanten. 1996 erhielt Mercedes-Benz einen Exlusiv-Vertrag, den Führungswagen zu stellen, erster Einsatz war Magny-Cours 1996.

Hier eine Liste von Fahrzeugen, die als Safety-Cars eingesetzt worden sind.

1973: Porsche 914
1981–1983: Lamborghini Countach
1992: Honda Acura
1993: Fiat Tempra ST
1993: Ford Escort RS
1994: Opel Vectra Turbo 4x4
1994: Honda Prelude
1995: Porche 911 GT2
1995: Tatra 613
1995: Lamborghini Diablo VT
1995: Renault Clio
1996: Renault Clio Williams
1996: Mercedes-Benz C36 AMG
1997–1999: Mercedes-Benz CLK55 AMG
2000: Mercedes-Benz CL55 AMG
2001/2002: Mercedes-Benz SL55 AMG
2003: Mercedes-Benz CLK55 AMG
2004/2005: Mercedes-Benz SLK55 AMG
2006/2007: Mercedes-Benz CL63 AMG
2008/2009: Mercedes-Benz SL63 AMG
2010–2012: Mercedes-Benz SLS AMG
2012–2014: Mercedes-Benz SLS AMG GT
2015–2017: Mercedes-Benz AMG GT S
Seit 2018: Mercedes-Benz AMG GT R

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Argentinien-GP 1996: An der Spitze ein Renault Clio © LAT Argentinien-GP 1996: An der Spitze ein Renault Clio Kanada 1973: Das erste Safety-Car war ein Porsche 914 © LAT Kanada 1973: Das erste Safety-Car war ein Porsche 914 In Suzuka (hier 1994) musste natürlich ein Honda her © LAT In Suzuka (hier 1994) musste natürlich ein Honda her Taki Inoue lernt 1995 am Hungaroring einen Tatra kennen © LAT Taki Inoue lernt 1995 am Hungaroring einen Tatra kennen Der Führungs-Fiat von Interlagos 1993 © LAT Der Führungs-Fiat von Interlagos 1993 In Monaco war jahrelang eine Flotte Lamborghini Countach im Einsatz © LAT In Monaco war jahrelang eine Flotte Lamborghini Countach im Einsatz Belgien 1995: Ein Porsche 911 als Safety-Car © LAT Belgien 1995: Ein Porsche 911 als Safety-Car 1996 schloss die Formel 1 ein Abkommen mit Mercedes © LAT 1996 schloss die Formel 1 ein Abkommen mit Mercedes Das moderne Safety-Car © LAT Das moderne Safety-Car
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