Moto3

Nicolò Bulega: Warum das Moto3-Jahr so schwierig war

Von - 08.12.2018 09:20

Nicolò Bulega blieb 2018 hinter den Erwartungen, während sein Ersatzmann Celestino Vietti im zweiten Rennen ein Podium feiern konnte. «Das war nicht schön für mich», so der Sky-VR46-Pilot.

Nicolò Bulega beeindruckte in seiner Rookie-Saison 2016 mit zwei Podestplätzen und beendete die Moto3-WM auf Rang 7. In den folgenden zwei Jahren gelang ihm der Sprung auf das Podest aber nicht mehr, auch weil er mehrmals von Verletzungen eingebremst wurde.

«Meine Zeit in der Moto3-WM war etwas schwierig, vor allem in diesem Jahr hatte ich einige Probleme und Verletzungen. Zu Beginn des Jahres gefiel mir das Motorrad nicht, wir hatten ein bisschen Schwierigkeiten mit dem Set-up. Ich verlor das Vertrauen zum Vorderrad», berichtete der Italiener, dessen Vorbereitungen auf die Moto3-WM 2018 auch vom Bruch des Sprungbeins, den er sich beim Saisonfinale 2017 zugezogen hatte, beeinträchtigt wurden.

«Gegen Ende der Saison lief es etwas besser, ich schaffte es, ein bisschen schneller zu sein. Zumindest im Training gelang mir ab und zu eine gute Runde, aber ich hatte immer etwas Schwierigkeiten. Dazu kommt, dass ich jetzt 69 kg wiege, im Gegensatz zu anderen Moto3-Fahrern, die nur 56 kg schwer sind», fügte der Sky Racing VR46-Pilot hinzu.

Die letzten vier Grand Prix des Jahres verpasste er wegen einer Handverletzung. Sein Ersatzmann Celestino Vietti übernahm die KTM und nutzte die sich ihm bietende Chance umgehend: Als Vierzehnter schaffte er es in Japan in die Punkte, bei seinem zweiten Einsatz stand der 17-Jährige in Australien als Dritter auf dem Podest.

Keine einfache Situation für seinen Landsmann Bulega: «Das war für mich sicher nicht wunderbar, weil ich es nicht geschafft hatte, mit dem Motorrad gute Ergebnisse einzufahren, und er schon. Das war nicht schön für mich, aber ich war trotzdem glücklich für das ganze Team, das gut gearbeitet hat und es sich verdient hat. Natürlich wollte ich an seiner Stelle stehen, aber aus einer Reihe von Gründen hat es nicht geklappt. Der erste Grund ist wohl mein Körperbau, mit 1,81 m und 69 kg – auf einem Moto3-Bike war es meiner Meinung nach etwas zu viel.»

In der Moto2-Klasse könne er seinen Körper besser einsetzten, was er bei den Testfahrten in Jerez (23. und 24. November) mit dem elften Rang in der kombinierten Zeitenliste bestätigen konnte. Der Sky Racing VR46-Pilot war damit der schnellste Moto2-Rookie. Auf seinen neuen Teamkollegen Luca Marini, der Bestzeit fuhr, fehlten ihm 0,787 sec.

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