MotoGP

Yamaha: Wo findet sich qualifiziertes Personal?

Von - 14.05.2018 12:37

Die Movistar-Yamaha-Truppe um Valentino Rossi und Maverick Viñales musste in den vergangenen Jahren einen empfindlichen personellen Aderlass in der Technik-Crew verkraften.

Yamaha-MotoGP-Renndirektor Lin Jarvis hat nach den letzten Auftritten seiner Asse Valentino Rossi und Maverick Viñales gegenüber vielen Medienvertretern und vor allem auch intern Erklärungsnot. Rossi und Viñales erlebten in Jerez ein Waterloo, kamen trotz zahlreicher Ausfälle beim turbulenten Europa-Auftakt nur auf die Ränge 5 und 7. Rossi hat trotz des Skandal-Nuller in Las Termas bisher 40 Punkte gesammelt und ist WM-Sechster. Viñales belegt in der WM-Tabelle Rang 3. Der Spanier hat bisher in allen vier Rennen gepunktet, war aber bis auf Platz 2 in Austin nie besser als Fünfter.

Fakt ist: Bei Yamaha spielt sich seit Jahren neben den leidigen Experimenten mit unterschiedlichen Chassis-Versionen an der M1 auch hinter den Kulissen einiges ab. Seit 2010 gibt es bei Yamaha einen empfindlichen Aderlass in einigen wichtigen Positionen. Über solche Themen wird in der Öffentlichkeit nicht gesprochen. Dennoch ist es ein Faktum. In der Yamaha-Zentrale und in der Teambasis in Gerno di Lesmo in der Nähe von Monza rauchen die Köpfe.

Eine Rückblende: Vor einigen Jahren wechselte bereits Elektronik-Entwickler Andrea Zugna von Yamaha zu Repsol-Honda, wo er mittlerweile als Elektronik-Chef agiert. Der Italiener war bereits in der Ära von Masao Furusawa bei Yamaha. Ein weiteres Beispiel: Jorge Lorenzos ehemaliger Telemetrie-Mann Carlo Luzzi ist mittlerweile ebenfalls bei Honda und dort sogar in der Box von Marc Márquez tätig. Auch Cristian Battaglia ist längst nicht mehr bei Movistar Yamaha, sondern verdient sein Geld im Kundenteam bei Alma Pramac Ducati in der Crew von Danilo Petrucci.

Alle diese Techniker waren in den Jahren bis 2011, als Yamaha dominierte, fixe Größen bei Yamaha. Jetzt wird bei Yamaha im Bereich Human Resources scharf gegengesteuert. In den vergangenen Monaten wurden für die Movistar-Yamaha-Mannschaft neue Elektronik-Ingenieure engagiert, weil Rossi die Motorsteuerung seit Januar beim Sepang-Test als Schwachstelle der M1 bezeichnet. Und demnächst sollen noch weitere Neuverpflichtungen folgen.

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