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Althea-Boss Bevilacqua: Kostendeckel spart nichts!

Von Ivo Schützbach
Kostensenkungen sollen für volle Fahrerfelder sorgen. Doch Privatteams in der Superbike-WM geben schon jetzt weniger Geld aus, als der künftige Kostendeckel vorschreibt.

Das Superbike-WM-Reglement für 2014 sieht vor, dass ein Motorrad inklusive aller Motoren, Federelemente und Bremsen pro Fahrer und Saison nur noch 300.000 Euro Kosten darf. 2015 und 2016 wird dieser Betrag auf 250.000 und letztlich 200.000 Euro gesenkt. In Anbetracht von nur noch 19 Fahrern in der Superbike-WM 2013 begrüßenswerte Entscheidungen des Motorrad-Weltverbandes FIM. Der Beschluss hat nur einen Haken: Privatteams wie Pedercini Kawasaki, MR-Racing Ducati oder Grillini BMW geben schon jetzt keine 300.000 Euro pro Saison aus, werden also zumindest 2014 auch keinen Euro am Motorrad sparen können.

Althea-Boss Genesio Bevilacqua bezahlt bei Aprilia für ein Motorrad und zwei Techniker momentan rund 400.000 Euro pro Saison. «In Wirklichkeit kostet es uns aber das Doppelte», unterstreicht der Italiener. «Um in dieser sehr umkämpften Meisterschaft mithalten zu können, brauchst du maximale Ersatzteile und Updates am Motorrad. Wenn du nur um den zehnten Platz kämpfen willst, kannst du mit den neuen Regeln zukünftig Geld sparen.»

«Was beinhalten die 300.000 Euro?», fragte Bevilacqua SPEEDWEEK.com. «Das ist mir ein Rätsel. Wenn ein Hersteller Updates bringt, kosten diese extra. Kauft man diese nicht, vergrößert sich für ein Privatteam der Rückstand auf die Werksteams. Ich bin absolut dafür, die Kosten zu senken. Das hilft einem Team wie meinem sehr. Der technische Level der Motorräder muss aber insgesamt heruntergefahren werden, auch für die Werksteams. Wenn dann jemand mehr Geld ausgeben möchte, um bessere Ergebnisse zu erzielen, okay. Aber zumindest die Ausgangslage sollte für alle gleich sein. Es muss wieder möglich sein, dass gute Techniker in einem Team ihr Können zum Vorteil ausspielen können. Es darf nicht nur alles am Motorrad liegen.»

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