Steckbrief

Max Verstappen

Rennfahrer

Vorname: Max
Nachname: Verstappen
Spitzname: Mad Max
Webseite: www.verstappen.nl/
Twitter: Max33Verstappen
Nationalität: Niederlande
Geburtsdatum: 30.09.1997 in Hasselt, Belgien (22 Jahre und 17 Tage)
Familienstand: Ledig
Wohnort: Monte Carlo
Größe: 180 cm
Gewicht: 67 kg
Hobbys: Sport, Kartfahren
Lieblingssportart(en): Motorsport natürlich!
Lieblingsstrecke: Spa-Francorchamps
Lieblingsspeise(n): Pasta
Lieblingsmusik: Pop

Bereits als Kind kam Max Verstappen mit Motorsport in Berührung, es war unvermeidlich: «Mein Vater Jos Verstappen fuhr zehn Jahre lang in der Formel 1. Als ich drei Jahre alt war, nahm er mich zu einem Kartrennen mit. Von da an wusste ich, dass ich auch Rennen fahren will. Mein Vater wollte, dass ich bis zu meinem sechsten Geburtstag warte, aber ich war so hartnäckig, dass ich bereits mit vier Jahren das erste Mal in einem Kart sass,» erklärt Max.

Die Rennfahrergene bekam er nicht nur von seinem Vater, auch seine Mutter Sophie war eine schnelle Fahrerin und schlug im Kart regelmässig auch Formel-1-Fahrer. Seit 2003 fuhr Max Verstappen regelmäßig im belgischen Genk und auf anderen Kart-Strecken, ein- bis zweimal pro Woche stand privates Training an. 2005 absolvierte er dann seine erste komplette Kart-Saison und gewann mit 21 Siegen in 21 Rennen die «Belgium Championship Mini».

Immer an seiner Seite: sein Vater Jos, der seine ganze Erfahrung an Max weitergegeben hat. «Mein Vater war schon immer ein wichtiger Baustein in meiner Karriere, von Beginn an. Er ist mein Trainer, mein Mentor, mein Mechaniker, mein Manager und mein Taxifahrer, da ich noch zu jung bin, um einen Mietwagen zu erhalten», so Max.

Bereits jetzt hat Max Verstappen eine Bestmarke seines Vaters eingestellt, nämlich den Sieg beim begehrten Formel-3-Rennen «Zandvoort Masters». Jos Verstappen gewann dieses Rennen 1993, sein Sohn 21 Jahre später. Und wie sein Vater gewann Max Verstappen von der Pole-Position aus.

Nach einer erfolgreichen Karriere im Kart, mit dem KZ1-Weltmeistertitel 2013 als Höhepunkt, stieg Max 2014 in die Florida Winter Series auf, wo er den Tatuus FA10B 1,4 Liter Turbo fuhr. Der Wechsel wurde 2013 mit zahlreichen Tests in der Formul Renault 2.0 in verschiedenen Teams und auf zahlreichen Strecken vorbereitet, zudem absolvierte er einen Test in einem Formel-3-Renner.

2014 begann für Max mit einem großartigen Rennen in Florida. Für Sebring fuhr er die schnellste Runde und belegte den vierten Platz in seinem ersten Autorennen. Insgesamt gewann er in 12 Rennen zwei Mal und landete drei weitere Male auf dem Podium. Doch dieser Erfolg wurde rasch durch einen anderen abgelöst, nämlich durch seinen Wechsel in die Formel 3 zum Van Amerfoort Racing-Team.

Zu Beginn setzte sich Max Verstappen niedrige Ziele: «So wenig Fehler und so viele Siege wie möglich schaffen, lernen, konstant bleiben.» Auf dem Hockenheimring, im sechsten Rennen, gewann er das erste Mal. Schnell wurde er zu einem der Stars, vor allem nach seinen Siegen in den Rennen 13 bis 18. Dabei dominierte er die Rennen in Spa-Francorchamps und am Norisring. Er schloss seine erste Saison im Automobilsport damit als Gesamtdritter ab, hinter dem Franzosen Esteban Ocon und dem Briten Tom Blomqvist.

Max Verstappens tolle Ergebnisse in der Formel 1 bewogen Red Bull, ihn ins Nachwuchsprogramm aufzunehmen. Bei Testfahrten zunächst im Formel Renault 3.5-Renner und dann im Toro Rosso zog sich Verstappen so gut aus der Affäre, dass Red-Bull-Motorsportchef Dr. Helmut Marko Max zum jüngsten Formel-1-Fahrer der Rennhistorie machte. Marko konnte dabei der Familie Verstappen etwas garantieren, was die ebenfalls interessierten Toto Wolff und Niki Lauda von Mercedes nicht bieten konnten – ein Renncockpit in der Formel 1 schon für 2015.

Als 17-Jähriger gab der Niederländer sein Debüt beim Australien-GP 2015 in Melbourne, ein Rekord für die Ewigkeit. Denn die Beförderung von Verstappen erzeugte so viel Wirbel, dass beim Autoverband FIA neue Richtlinien erlassen wurden, in welcher Weise ein Pilot den Formel-1-Führerschein Superlizenz erhalten sollte.

Verstappen erhielt (wie 2001 Kimi Räikkönen) die Superlizenz auf Bewährung, doch nach wenigen Rennen hatte sich die Aufregung gelegt: Verstappen gewöhnte sich ans Formel-1-Fahren wie in Fisch ans Schwimmen.

Kritik entbrannte nur noch einmal: Als Verstappen in Monaco dem Lotus-Fahrer Romain Grosjean ins Heck rauschte. Teamchef Franz Tost stellte sich sofort hinter den jungen Niederländer: «Ein junger Fahrer muss auch Fehler machen dürfen.»

Verstappen schied beim Debüt in Melbourne aus, sonst hätte er dort schon geschafft, was er beim zweiten Rennen nachholte: die ersten WM-Punkte zu holen (als Siebter). Verstappen legte sich in der Folge wiederholt mit den Besten der Branche an, übte im Simulator ein Überholmanöver aussen herum in der schnellen Blanchimont von Spa-Francorchamps, was er im Rennen dann gegen Sauber-Fahrer Felipe Nasr umsetzte, wurde in Ungarn und Texas jeweils Vierter und belegte den hervorragenden zwölften WM-Schlussrang.

Die FIA zeichnete ihn Ende 2015 als Neuling des Jahres aus, als Persönlichkeit des Jahres sowie für die Aktion des Jahres – besagtes Überholmanöver in Belgien.

2016 zündete Red Bull für den jungen Max den Turbo: Vor dem Spanien-GP wurde das Riesentalent auf Kosten von Daniil Kvyat zu Red Bull Racing geholt, an die Seite von Daniel Ricciardo. Dann geschah ein Märchen, wie es nur die Formel 1 schreiben kann: Nach der Kollision der Mercedes-Fahrer Rosberg und Hamilton in der ersten Runde fuhr Verstappen sensationell als Erster durchs Ziel und machte sich damit zum jüngsten GP-Sieger aller Zeiten.

Mit sechs weiteren Podesträngen, darunter zweite Plätze in Österreich, England, Malaysia und Japan eroberte Verstappen den tollen fünften WM-Schlussrang.

Der Niederländer sagte vor der Saison 2017 keck: «Ich bin reif genug, um ein Wörtchen um den WM-Titel mitzureden.» Leider erwies sich aber sein Auto nicht als titelfähig. Erst im letzten Saisonviertel konnte Red Bull Racing aus eigener Kraft gewinnen.

Max Verstappen, zunächst von einer unglaublichen Defektserie zurückgebungen, lief zu grosser Form auf: Sieg in Malaysia, Rang 2 in Japan, Vierter in Texas (stinksauer, dass ihm die Rennkommissare seinen Angriff auf Räikkönen als Foul auslegten, daher Strafe und Rückversetzung), Sieger in Mexiko, zwei Mal Fünfter in Brasilien und Abu Dhabi – kein Pilot holte im letzten Teil der WM so viele Punkte wie der Niederländer. Max wurde WM-Sechster.

Das Aufregendste passierte aber abseits der Rennstrecke: Verstappen unterzeichnete eine Verlängerung seines Vertrags bei Red Bull Racing bis Ende 2020.

2018 verlief ähnlich wie 2017: Verstappen leistete sich zu Beginn der Saison einige Patzer, etwa die Kollision mit Vettel in China, dann den Leitschienenkuss im freien Training zum Monaco-GP. Nach langen Gesprächen mit Red-Bull-Rennchef Dr. Helmut Marko und Max’ Vater Jos packte Max seine Aufgaben anders an: Ruhiger, besonnener, und unter dem Strich erheblich erfolgreicher. Auf Rang 3 in Kanada folgte Platz 2 in Frankreich und dann der sensationelle Sieg auf dem Red Bull Ring. Nach der Sommerpause setzte Max zu einem Höhenflug an: Von Belgien bis Abu Dhabi stand der Niederländer in neun Rennen sieben Mal auf dem Podest, in Mexiko gewann er überlegen, in Brasilien konnte ihn lediglich eine Kollision mit Ocon vom Sieg abhalten.

Nur Weltmeister Max Verstappen war im letzten Saisondrittel noch erfolgreicher als Verstappen, der zwei Punkte hinter Kimi Räikkönen WM-Vierter wurde.

Für 2019 hat sich Verstappen viel vorgenommen: «Jeder weiss, wie gut unser Chassis ist. Das haben wir zur Genüge in jenen Rennen bewiesen, bei welchen es nicht auf rohe Motorleistung ankommt. Wenn Honda uns mehr Leistung liefert als Renault, dann müssen wir bei jedem WM-Lauf in der Lage sein, aufs Siegerpodest zu kommen.»


 

 

Max Verstappen © Red Bull Content Pool Max Verstappen

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