Steckbrief

Sebastian Vettel

Rennfahrer

Vorname: Sebastian
Nachname: Vettel
Spitzname: Seb
Webseite: www.sebastianvettel.de/
Twitter:
Nationalität: Deutschland
Geburtsdatum: 03.07.1987 in Heppenheim, Deutschland (31 Jahre, 2 Monate und 19 Tage)
Familienstand: Ledig
Wohnort: Ellighausen
Größe: 174 cm
Gewicht: 64 kg
Hobbys: Mountainbike, Sport, Schwimmen, Fitnesstraining
Lieblingssportart(en): Snowboarden
Lieblingsstrecke: Monaco, Spa
Lieblingsspeise(n): Pasta
Lieblingsmusik: Pop (Schwerpunkt: 60er und 70er Jahre)

Sebastian Vettels Karriere begann im Alter von nicht ganz vier Jahren, als er von seinem Vater Norbert ein Kart geschenkt bekam. Als Sebastian sieben Jahre alt war, reiste er mit der ganzen Familie im Wohnmobil erstmals zu Wettkämpfen und erzielte bald unzählige Erfolge. Er machte früh klar, dass hier das Potenzial schlummert, ein ganz Grosser im Autorennsport zu werden.

Im Jahr 2003 bestritt Vettel seine ersten Formel-Rennen und bewies, dass er nicht nur mit einem Kart schnell unterwegs sein kann. Vettel beschloss eine Profilaufbahn einzuschlagen, und so wurde fortan für Fitnesstraining und das Erlernen der Technik seines Fahrzeuges viel Zeit investiert.

Nach dem Gewinn der Formel-BMW-Meisterschaft im Jahre 2004 mit 18 von 20 Siegen sicherte sich das neue deutsche Supertalent den Einstieg in die nächsthöhere Klasse, der Formel-3-Euroserie.

Zwei Jahre in der Formel 3 Euroserie folgten. 2005 gewann Vettel die Rookie-Meisterschaft und wechselte von Mücke Motorsport zu ASM. Er übernahm das Steuer des Meisterschaftssiegers Lewis Hamilton, der in die Formel 1 wechselte. In diesem Jahr (2006) machte Sebastian seine ersten intensiveren Formel-1-Erfahrungen als Testfahrer für BMW-Sauber. Mit Bestzeiten in freien Freitagtrainings liess er aufhorchen. Die Gegner glaubten: Das ist nur mit kaum Sprit und weichen Reifen möglich. Sie sollten sich täuschen. Ausserdem startete er als Gastfahrer in den Renault World Series und konnte gleich bei seinem ersten Einsatz gewinnen.

Das richtige Formel-1-Debüt folgte 2007: Als Ersatz von BMW-Sauber-Fahrer Robert Kubica (der nach einem schweren Unfall in Kanada einmal aussetzen musste) holte Seb in Indianapolis auf Anhieb seinen ersten WM-Punkt. Nachdem Kubica wieder in sein Auto zurückgekehrt war, musste Vettel nicht lange auf eine neue Chance warten – als Nachfolger des überforderten Scott Speed fuhr er ab Ungarn 2007 für Toro Rosso. Im Dauerregen von Fuji (Japan) mischte Vettel ganz vorne mit, bevor er in einer Safety-Car-Phase Red Bull Racing-Pilot Mark Webber von der Bahn räumte – beide waren von einem Manöver von Lewis Hamilton irritiert, der urplötzlich verlangsamt hatte.

Das Junior-Team von Red-Bull-Chef Dietrich Mateschitz behielt Vettel für 2008. Er legte eine sensationelle Saison hin. Pole-Position und Sieg beim Regenrennen in Monza waren der Höhepunkt der Saison, Vettel sicherte sich gleich mehrere Rekorde an diesem Wochenende: Jüngster Fahrer, der eine Pole-Position herausfuhr, und jüngster Grand-Prix-Sieger. Weiteres Highlight war für Vettel vermutlich das Überholmanöver gegen den späteren Weltmeister Lewis Hamilton beim Brasilien-GP. Die Gesamtwertung schloss der junge Deutsche mit 35 WM-Punkten auf Platz 8 ab. Damit lag er vor seinem Teamkollegen Sébastian Bourdais und vor allem auch vor den Kollegen aus dem Red Bull Racing-Team, Mark Webber und David Coulthard.

Red Bull tat das einzig Logische: Sebastian Vettel wurde zu RBR geholt. Zu Beginn der Saison 2009 hatte Vettel mit zahlreichen technischen Defekten zu kämpfen. Wieder auf nasser Bahn eroberte er in Shanghai Pole und den ersten Sieg von Red Bull Racing, Mark Webber komplettiert mit Rang 2 den Triumph. Zur Saisonmitte war der technische Rückstand auf das WM-führende Team um Ross Brawn aufgeholt. Vettel kämpfte bis zum vorletzten Rennen um den WM-Titel. Die Punkte, die er am Anfang auf Grund der Ausfälle liegengelassen hatte, fehlten jedoch am Ende. Vettel musste sich hinter dem Briten Jenson Button anstellen.

2010 blieb Sebastian Vettel bei den roten Bullen. Ziel war der WM-Titel. Vettel dominierte die Saison, wurde aber erneut des öfteren durch technische Defekte eingebremst, was ihn mehr als 60 WM-Punkte kostete. Dadurch kam es zum Saisonende zu einem der spannendsten Finalrennen der Formel-1-Geschichte. Gleich vier Fahrer (Vettel, Stallgefährte Mark Webber, Ferrari-Pilot Fernando Alonso und McLaren-Pilot Lewis Hamilton) hatten Chancen auf den WM-Titel. Während Alonso mit 15 Punkten Vorsprung auf Vettel zum Saisonfinale nach Abu Dhabi reiste, lag der Deutsche hinter seinem Teamkollegen Webber nur auf Rang 3 und konnte nicht aus eigener Kraft Weltmeister werden. Vettel lieferte im Rennen einen Start-Ziel-Sieg ab und setzte sich doch noch durch gegen Webber, der ein schwaches Wochenende hatte, und Alonso, dessen Ferrari-Team das Rennen falsch interpretierte. Mit 23 Jahren, vier Monaten und 11 Tagen wurde Sebastian Vettel der jüngste Formel-1-Weltmeister der Geschichte.

In den folgenden Jahren dominierte Vettel: 2011 stand er 17 Mal auf dem Podium, davon 11 Mal als Sieger, er startete in 15 von 19 Rennen von der Pole-Position und führte die WM-Wertung vom ersten bis zum letzten Rennen der Saison an. Von den ersten acht Rennen gewann er sieben und feierte auch seinen ersten Triumph beim prestigeträchtigen Grand Prix von Monaco. Bereits in Japan, vier Rennen vor Saisonende, reichte Vettel ein dritter Platz zur vorzeitigen Titelverteidigung. Mit 24 Jahren und 98 Tagen löste der Red-Bull-Pilot Fernando Alonso als jüngsten Doppelweltmeister ab.

2012 machten es Sebastian Vettel und Red Bull Racing etwas spannender. Beim Auftaktrennen in Australien stand Vettel als Zweiter auf dem Podium, kam nach einer Kollision mit Narain Karthikeyan in Malaysia aber nur als Elfter ins Ziel und auch in China reichte es nur zu Rang 5. Erst in Bahrain stand er zum ersten Mal in dem Jahr auf der Pole Position und auch als Sieger ganz oben auf dem Podium und übernahm die Führung in der Fahrerwertung. In Valencia führte Vettel von der Pole-Position aus das Rennen an, eine defekte Lichtmaschine – ein Malheur, das sich in Monza wiederholte – sorgte aber für den ersten Ausfall des Jahres. Vom Grand Prix von Singapur bis Indien siegte Sebastian Vettel vier Mal hintereinander. In Abu Dhabi blieb der Red Bull Racing nach dem Qualifying in der Auslaufrunde mit trockenem Tank stehen und wurde aus der Wertung genommen. Nach einem Start aus der Boxengasse und einem zusätzlichen Stopp wegen eines kaputten Frontflügels wurde Sebastian Vettel am Ende Dritter. Seinen 100. Grand Prix in Austin beendete Vettel als Zweiter hinter Lewis Hamilton.

Vor dem letzten Saisonrennen in Brasilien hatte Sebastian Vettel 13 Punkte Vorsprung auf Fernando Alonso. Nach einem Dreher in der ersten Runde hetzte er als Letzter dem Feld hinterher und wurde schließlich Sechster. Fernando Alonso war Zweiter, verlor den Titel aber mit 278 zu 281 Punkten an den Deutschen. Der dritte Titel in Folge machte Sebastian Vettel zum jüngsten Dreifachweltmeister.

2013 wurde das Jahr des Sebastian Vettel. Mit 14 Saisonsiegen machte der Deutsche seinen vierten WM-Titel in Folge perfekt. In der Gesamtwertung hatte er auf den Zweiten, Ferrari-Star Fernando Alonso, stattliche 155 Punkte Vorsprung.

Sebastian Vettel lebt seit 2008 mit seiner Freundin Hanna in der Schweiz, derzeit auf einem Bauernhof im Thurgau unweit des Bodensees.

Anfangs Oktober 2014 teilte Sebastian Vettel dem Red Bull Racing-Team mit, dass er 2015 nicht mehr für sie fahren werde. Der Heppenheimer erfüllte sich einen Bubentraum – Ferrari. Der Tapetwechsel fiel ihm leicht: In der WM 2014 wurde er von Daniel Ricciardo entzaubert. Nur vier Podestränge und WM-Rang 5, das war für den vierfachen Champion eine Enttäuschung. Zumal der Australier im ersten Jahr der neuen Turbo-Ära drei Mal gewinnen konnte.

Der Wechsel zu Ferrari elektrisierte Rennstall und Fahrer: Die Italiener setzten sich als Nummer 2 hinter den übermächtigen Mercedes-Benz fest, Vettel konnte in Malaysia, Ungarn und Singapur siegen, seine dreizehn Podestränge in der ersten Saison für Ferrari sind unerreicht.

Das von Ferrari-Präsident vollmundig angekündigte Saisonziel 2016 wurde jedoch verpasst: Vettel konnte kein Rennen gewinnen, Ferrari fiel in der WM hinter Red Bull Racing zurück, und der Heppenheimer wirkte mindestens am Funk oft gereizt. Sebastian wurde WM-Vierter.

Ferrari legte im Winter tüchtig zu und hatte vom ersten Rennen 2017 an ein Siegerauto. Vettel gewann in Australien, Bahrain und Monaco und hatte nach dem Rennklassiker im Fürstentum einen Vorsprung von 25 Punkten. Nach der Sommerpause jedoch war sein Titelrivale Lewis Hamilton fast nicht zu schlagen – fünf Siege in sechs Rennen. Ferrari verlor die Titelchancen wegen Vettels dummem Rammstoss gegen Hamilton in Baku, wegen der Startkollision mit Räikkönen und Verstappen in Singapur, wegen einer defekten Zündkerze in Japan. Am Ende wurde der Heppenheimer WM-Zweiter.

Vettel verlängerte seinen Ferrari-Vertrag im Sommer um drei Jahre bis Ende 2020.

Sebastian Vettel © Ferrari Sebastian Vettel Sebastian Vettel 2008 © DPPI Sebastian Vettel 2008 Sebastian Vettel 2009 © DPPI Sebastian Vettel 2009 Sebastian Vettel 2010 © DPPI Sebastian Vettel 2010

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