Steckbrief

Marcus Ericsson

Rennfahrer

Vorname: Marcus
Nachname: Ericsson
Spitzname: k.A.
Webseite: www.marcusericssonracing.com/
Twitter: @Ericsson_Marcus
Nationalität: Schweden
Geburtsdatum: 02.09.1990 in Kumla, Schweden (28 Jahre, 3 Monate und 8 Tage)
Familienstand: Ledig
Wohnort: Kumla
Größe: 180 cm
Gewicht: 70 kg
Hobbys: Eishockey, Motorsport, Personal Training, mit Freunden treffen
Lieblingssportart(en): Eishockey
Lieblingsstrecke: Suzuka und Silverstone
Lieblingsspeise(n): Schwedisch und Sushi
Lieblingsmusik: Kommt auf die Situation an, mag aber fast alle Musikrichtungen

Marcus Ericsson begann seine Rennkarriere im Alter von neun Jahren im Kartsport. Marcus über seine Anfänge: «Meine Familie war nicht im Motorsport involviert. Daher bin ich eher zufällig da rein gerutscht. Mit acht Jahren waren meine Eltern und ich in einem Einkaufszentrum, wo es eine Kartbahn gab. Ich wollte unbedingt fahren, und so überredete ich sie dazu, es mir zu erlauben.»

Bei seinen ersten Runden im Kart brach Marcus tatsächlich beinahe den Rundenrekord. Der Besitzer der Kartbahn war Fredrik Ekblom, ein schwedischer Rennfahrer, der Marcus' Vater anschliessend davon überzeugte, seinem Sohn ein Kart zu kaufen. Dies war der Anfang einer vielversprechenden Motorsport-Laufbahn.

Interessanterweise stammt Marcus aus der Region Örebro inmitten Schwedens, aus der viele bekannte schwedische Rennfahrer kommen. Zu den Bekanntesten zählt die schwedische Formel-1-Legende aus den 70er Jahren, Ronnie Peterson. Marcus verrät, dass sein Landsmann noch heute einer seiner Formel-1-Helden ist.

2007 wechselte Ericsson mit Hilfe des Indy-500-Siegers Kenny Bräck in die Formel BMW und stand schon bei seinem ersten Rennen als Dritter auf dem Podium. Das zweite Rennen gewann er von der Pole-Position aus. Am Ende der Saison holte der 16-Jährige mit insgesamt 13 Podiumsplätzen, davon sieben Siegen, den Titel.

2008 startete Ericsson in der britischen Formel-3-Meisterschaft. Zwar konnte er kein Rennen gewinnen, stand aber fünf Mal auf dem Podium und beendete die Saison als Fünfter. 2009 ging Ericsson nach Japan, wo er in der lokalen Formel-3-Meisterschaft auf Anhieb den Titel holte.

«Als mich mein Manager anrief, um mir zu sagen, dass ich für ein Jahr in Japan leben würde, konnte ich es zunächst nicht glauben», erklärt Marcus. Es war aber kein Scherz: Marcus verliess mit 18 Jahren Europa, um seine Karriere 2009 in der japanischen Formel-3-Meisterschaft fortzuführen. Er zog vom Haus seiner Eltern in Schweden auf die andere Seite der Welt und lebte in einem eigenen Apartment in Japan. «Das war eine gewaltige Veränderung. Ich habe dort alleine gelebt und musste sehr schnell lernen, auf eigenen Beinen zu stehen. Im Nachhinein war es ein grossartiges Jahr. Ich habe mich nicht nur als Fahrer, sondern auch als Person weiterentwickelt.»

Am Ende einer intensiven Saison holte sich Marcus mit fünf Siegen den Titel in der japanischen Formel-3-Meisterschaft. Die grösste Belohnung war damals eine Testfahrt mit dem Formel-1-Renner von BrawnGP bei den Young Driver Days in Jerez. «Das war eine unglaubliche Erfahrung. Danach arbeitete ich noch härter an meinem Ziel, Formel-1-Fahrer zu werden.»

2009 und 2010 lief es für den Schweden weit weniger erfolgreich. In der GP2-Asia-Serie, in der er zuerst für ART Grand Prix und dann für Super Nova Racing startete, wurde er nur 24., in der GP2-Serie landete er, ebenfalls mit Super Nova Racing, mit einem Sieg in Valencia auf Rang 17.

2011 ging Ericsson für iSport International in der GP2-Asia-Serie und in der GP2-Serie an den Start. Er beendete die GP2-Asia-Saison als Sechster, mit Platz 3 in Abu Dhabi als bestem Ergebnis. In der GP2-Serie stand er zwei Mal, in Spanien und Großbritannien, als Dritter auf dem Siegerpodest. In Ungarn lag er ungefährdet in Führung, ein Fehler beim Boxenstopp brachte ihm jedoch eine Durchfahrtstrafe ein, die ihn auf Platz 5 zurückwarf. Am Ende der Saison wurde Ericsson Zehnter der Meisterschaft.

2012 blieb Ericsson bei iSport International und stand sowohl in Monaco als auch in Valencia als Zweiter auf dem Podium. Auf einen Sieg in Spa-Francorchamps folgten sechs Ergebnisse in den Punkterängen, inklusive Platz 3 in Italien und Rang 2 beim letzten Saisonrennen ins Singapur. In der Fahrerwertung wurde Ericsson Achter und setzte sich intern gegen seinen Teamkollegen Jolyon Palmer durch.

2013 wechselte Ericsson zum Meisterteam DAMS, doch die Saison startete holprig. Trotz zweier Pole-Positions in den ersten neun Rennen kam Marcus Ericsson kein einziges Mal in den Punkterängen ins Ziel, erst beim zehnten Saisonrennen in Großbritannien wurde er Achter. Ein Rennen später, beim Hauptrennen in Hockenheim, folgte der erste Sieg. Mit drei zweiten Plätzen in Ungarn, Belgien und Singapur und Rang 3 in Abu Dhabi beendete Marcus Ericsson die Saison als Sechster und hatte im Teaminternen Duell mit Stéphane Richelmi die Nase vorne.

In der Geschichte der Formel 1 gibt es nur wenige schwedische Rennfahrer. 2014 war Marcus Ericsson mit seinem Debüt beim Caterham-Team der zehnte Pilot. «2014 war eine schwierige Saison für mich, aber auch ein grossartiges Jahr, zumal ich mir meinen Traum, Formel-1-Fahrer zu werden, erfüllen konnte», sagt Marcus.

Für 2015 holte ihn Sauber ins Schweizer Team. Ericsson hatte vor und nach der Sommerpause seinen besten Lauf: drei Punktefahrten in Folge, aber an seine beste Platzierung (Achter in Melbourne) konnte er nicht mehr anschliessen. Er wurde WM-18.

2016 litt Sauber unter akuter Finanzkrise. Die Entwicklung musste weitgehend auf Eis gelegt werden, damit war für Ericsson wenig zu machen – Rang 11 in Mexiko war das Höchste der Gefühle, aber seinen grössten Sieg hatte Marcus da längst in der Tasche.

Seinen langjährigen Förderern ist es zu danken, dass Sauber im Juli 2016 melden konnte: Die finanzielle Schräglage ist zu Ende, dank der Schweizer Investmentfirma Longbow – hinter welcher der Verpackungsriese Tetra Laval steht.

Weil monatelang der Pleitegeier über Sauber kreiste, die Entwicklung auf Eis lag und für 2017 mit Vorjahresmotoren von Ferrari gefahren werden musste, ging Ericsson auch 2017 leer aus. Seine letzten WM-Punkte hat der Schwede 2015 in Monza errungen, damals als Neunter. Das Highlight 2017: Rang 11 in Spanien und Aserbaidschan.

Im Herbst 2017 war lange unsicher, ob Ericsson bei Sauber bleiben würde. Fiat/Chrysler-Konzernchef Sergio Marchionne wollte unbedingt die beiden Ferrari-Junioren Charles Leclerc und Antonio Giovinazzi bei Sauber unterbringen. Doch Sauber-Teamchef Fred Vasseur setzte sich durch: Leclerc ja, aber Ericsson bleibt.

Der Franzose über Marcus: «Innerhalb der letzten drei Jahre sammelte Marcus wertvolle Erfahrungen als Sauber-Fahrer und ist gleichzeitig mit den Prozessen und dem Team bestens vertraut. Marcus ist nicht nur ein Teamplayer, sondern überzeugt auch mit seiner positiven Einstellung.»

Ericsson selber freut sich auf einen Aufwärtstrend bei Sauber: 2018 wird mit aktuellen Ferrari-Motoren gefahren, Alfa Romeo ist neuer Titelsponsor der Schweizer. Marcus:  «Ich bin überzeugt, dass ich mit meinen Erfahrungswerten einen wichtigen Beitrag leisten kann. Die Winterpause wird sehr arbeitsintensiv. Gerade die Entwicklung des neuen Autos wird wichtig sein, damit wir gut aufgestellt in die neue Saison starten können. Ich bin optimistisch, dass wir 2018 gute Chancen haben werden, einen grossen Schritt nach vorne zu machen.»

Klar freut sich Ericsson, dass er eine weitere Chance erhält. Der WM-18. von 2015 sagt: «Pascal ist ein überdurchschnittlich talentierter Fahrer, und es war prima für mich, dass er zu Sauber gekommen ist. Es gab um ihn als Mercedes-Juniorfahrer einen Riesenwirbel, er war für mich die perfekte Messlatte.»

«Wenn wir uns die Statistiken anschauen, dann gibt es in den Qualifyings keine Fahrerpaarung, die näher beisammen lag als Wehrlein und ich. Ich glaube, das sagt viel Gutes über mich aus», findet der Schwede gegenüber crash.net. «Das Problem war einfach in diesem Jahr, dass wir da hinten herumfuhren und nicht um Punkte kämpfen konnten. Er kam zu fünf Zählern, ich ging leer aus, das sieht nach einem grossen Unterschied aus. Aber wer sich die Mühe macht, die ganzen Zahlen anzusehen, der merkt, dass das nicht stimmt.»

«Auf den hinteren Rängen ist es nicht einfach, die Menschen zu beeindrucken. Selbst wenn du ein gutes Wochenende hast, bedeutet das nur, dass du vor deinem Stallgefährten liegst.»

«Um wirklich zeigen zu können, was du kannst, brauchst du ein Auto für die Top-Ten. Ich bin bereit dazu. Ich habe in den vergangenen Jahren hart gearbeitet und weiss, was der nächste Schritt sein wird.»






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