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Reiterberger nach BMW-Sieg in Spa: «Diesmal hatten wir endlich kein Pech!»

Nach den bitteren Rückschlägen von Le Castellet und Le Mans feierte BMW in Spa den ersehnten EWC-Sieg. Markus Reiterberger sprach über die riesige Erleichterung und lobte auch die Gegner von YART.

Endurance-WM

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Mit dem Sieg bei den 8 Stunden von Spa ist dem BMW-Werksteam in der Langstrecken-WM (EWC) der lang ersehnte Befreiungsschlag gelungen. Nach den bitteren Enttäuschungen beim Saisonfinale 2025 in Le Castellet und dem unglücklichen Verlauf beim Saisonauftakt in Le Mans stand die Mannschaft um Markus Reiterberger, Michael van der Mark und Steven Odendaal endlich wieder ganz oben auf dem Podium.

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Für Reiterberger war der Erfolg vor allem eines: die Belohnung für viele Monate harter Arbeit. «Wenn uns jemand in der jüngeren Vergangenheit Glück gewünscht hat, haben wir scherzhaft immer gesagt, dass es bereits ausreicht, wenn wir kein Pech haben», sagte der BMW-Werkspilot beim Treffen mit SPEEDWEEK.com in Belgien. «Das ist tatsächlich so, doch dieses Mal hatten wir kein Pech, dafür das eine oder andere Quäntchen Glück.»

Mit dem Triumph in Spa konnte BMW die schmerzhaften Erlebnisse der vergangenen Monate endgültig hinter sich lassen. «Die schlechten Erinnerungen aus Le Castellet und Le Mans haben wir damit ausgebügelt», betonte Reiterberger. «Das Team hat von Anfang an ein super geiles Bike auf die Beine gestellt. Wir waren aber schon in Le Mans auf einem ganz anderen Level als im letzten Jahr.»

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Reiterberger lobt die Motorleistung der BMW M1000RR

Der dreifache IDM-Champion hob besonders die geschlossene Mannschaftsleistung hervor. Aus seiner Sicht war der Erfolg nur möglich, weil Fahrer und Team über das gesamte Wochenende fehlerfrei arbeiteten. «Alle Fahrer waren bei allen Bedingungen richtig top. Wir sind super happy, dass alles geklappt hat. Ich bin sehr dankbar.»

Der Sieg besitzt für Reiterberger und das Team eine besondere Bedeutung, denn Spa-Francorchamps gilt als Heimrennen von Teamchef Werner Daemen. «Spa ist eine meiner Lieblingsstrecken und gleichzeitig ist es das Heimrennen vom Werner und somit auch vom Team», erklärte der Deutsche. «Wir stehen hier immer unter zusätzlichem Druck. Alle erwarten, dass die BMW mit ihrer Leistung auf der Geraden bergauf immer vorne ist.»

«Genau das haben wir dieses Mal erfüllt. Wir haben von BMW einen super Motor bekommen. Die Abstimmung hat auch gepasst. Wir drei Fahrer verstehen uns perfekt. Die ganze Teamstruktur ist sehr gut», schwärmte Reiterberger von der Stimmung bei BMW.

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Wäre BMW im Trockenen noch dominanter gewesen?

Dass der Sieg in Spa nur über BMW gehen würde, deutete sich bereits beim privaten Test am Donnerstag an. Am Freitag folgte die Pole. Doch das wechselhafte Wetter war eine Variable, die das Rennen bis zur Zieldurchfahrt offen hielt. Nach Einschätzung von Reiterberger hätte die M1000RR ihre Stärken bei einem komplett trockenen Rennen sogar noch deutlicher ausspielen können.

«Ich denke schon, denn im Trockenen waren wir richtig dominant», sagte Reiterberger. «Das Motorrad war so saugeil von Anfang an. Wir haben fast keine Änderungen gemacht.» Die schwierigen Wetterbedingungen zwangen das Team allerdings zu Kompromissen.

«Für das Rennen haben wir eine Kompromissabstimmung gemacht, weil das Wetter so schlecht war. Der Fokus der Abstimmung richtete sich dennoch etwas stärker auf trockene Bedingungen. Deshalb waren wir im Nassen nicht ganz so stark. Doch im Trockenen und bei Mischbedingungen waren wir brutal stark.»

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Im Regen verwundbar, im Trockenen schwer zu besiegen

Gerade während seines langen Regenstints verlor Reiterberger zeitweise deutlich an Boden auf die Titelverteidiger von YART, die den Druck aufrechterhalten konnten. Der BMW-Pilot machte sich während des Rennens viele Gedanken über die Ursache, fand nach dem Rennen aber vor allem lobende Worte für die Konkurrenz.

«Zu dem Zeitpunkt hat YART unglaublich gute Arbeit geleistet», sagte er. «Sie waren schneller als alle anderen, während Gregg Black von SERT die gleichen Probleme hatte wie wir.» Für Reiterberger war das ein wichtiger Hinweis. «Das bestätigt, dass der Fehler nicht bei uns lag.»

Am Ende reichte der Vorsprung zum klaren Sieg – und für BMW zu einem Erfolg, auf den das Team nach den Rückschlägen der vergangenen Monate sehnsüchtig gewartet hatte.

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