F1-Weltmeister Lando Norris: «Musste meinen Fahrstil jedes Jahr anpassen»
Dass die neue F1-Fahrzeuggeneration einen anderen Fahrstil als bisher erfordert, sorgt für einigen Unmut. Auch Champion Lando Norris äusserte Kritik. Er betont aber auch: Das war schon früher so.
Mit den umfassenden Regeländerungen, die in diesem Jahr umgesetzt wurden, hat sich der Job der GP-Stars verändert. Besonders die neue Energie-Aufteilung der Antriebseinheiten wirkt sich auf die Arbeit im Cockpit und darüber hinaus aus. Das Energie-Management stellt Fahrer und Ingenieure gleichermassen vor grosse Herausforderung.
Manch GP-Star bestätigte, dass er seinen Fahrstil anpassen musste, auch Mercedes-Star George Russell erklärte, dass die Art und Weise, wie die neuen Autos bewegt werden müssen, um schnelle Rundenzeiten zu erzielen, seinem Mercedes-Teamkollegen Kimi Antonelli in die Hände spiele. Er selbst habe hingegen einige Anpassungen vornehmen müssen.
Darauf reagierte Weltmeister Lando Norris in Ungarn. Der McLaren-Pilot betonte: «Ich musste meinen Fahrstil jedes Jahr anpassen. Ich schätze, für ihm ging es 20 Jahre lang gut, aber das war bei mir nicht der Fall. Er funktionierte 2018, als ich meine ersten freien Trainingseinsätze in der Formel 1 absolvierte. Aber das war's dann auch schon. Seither musste ich Änderungen vornehmen.»
Lando Norris: «Dafür bekommen wir Millionenbeträge»
Der Brite, der seine achte Saison in der Vierrad-Königsklasse absolviert, ist überzeugt: «Je mehr Erfahrung du in der Formel 1 hast, desto besser solltest du in dieser Hinsicht aufgestellt sein. Wenn du nicht bereit bist, dich an ein anderes Auto anzupassen, dann bist du nicht auf dem erforderlichen Niveau. Das ist unser Job, dafür bekommen wir Millionenbeträge. Du musst mit dem Auto klarkommen, das du bekommst, ob es nun gut, schlecht, einfach oder schwer zu fahren ist. Du musst es einfach hinkriegen.»
Er müsse seinen Fahrstil sogar von Rennwochenende zu Rennwochenende anpassen, erklärte der 26-Jährige: «Derzeit habe ich bei jedem einzelnen Rennen das Gefühl, dass ich alles vergessen muss, was ich beim vorangegangenen Rennwochenende darüber gelernt habe, wie man das neue Auto fahren muss. Jeder Fahrer ist da anders, aber für mich drehte sich schon die ganze Karriere alles um die Frage, wie ich mich anpassen kann.»
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