Renningenieur Bono zu Kimi Antonelli: Vollendeter Profi und riesiges Talent
Kimi Antonelli ist Formel-1-Weltmeister! Der junge Mercedes-Pilot hat in Mexiko den F1-WM-Titel klargemacht. Sein Renningenieur Peter «Bono» Bonnington verrät, was die Schlüsselmomente waren.
Mit einem dritten Platz krönte sich Mercedes-Pilot Kimi Antonelli am Sonntag in Mexiko zum jüngsten Formel-1-Weltmeister in der Geschichte der Rennserie. Der junge Italiener fährt eine beeindruckende Saison, macht kaum Fehler. Dass er den Titel dieses Jahr holen würde, zeichnete sich schon früh in dieser Saison ab. Jetzt ist es auch rechnerisch fix!
Ex-Hamilton-Ingenieur Bono: Antonelli ist gereift
Auf dem Weg zu diesem Rekord-Titel (jüngster Champion, erster Italiener seit 1953) hatte Antonelli immer einen besonderen Mann im Ohr: seinen Renningenieur Peter Bonnington, genannt Bono. Der Brite, der zuvor jahrelang mit Siebenfach-Weltmeister Lewis Hamilton zusammengearbeitet hat, schwärmte nach dem Mexiko-GP von seinem Weltmeister: «Es ist einfach umwerfend. Ich glaube, das ist das richtige Wort. Es war eine unglaubliche Reise mit ihm. Er ist in diesem Jahr wirklich gereift. Er hat sich zu dem Weltmeister entwickelt, der er heute ist. Es war ein Jahr, das wirklich Spaß gemacht hat. Es ist die Art und Weise, wie er dieses Element ins Team eingebracht hat. Aber er ist der vollendete Profi und einfach ein riesiges Talent.» Mit gerade mal 20 Jahren und 68 Tagen ist Antonelli Weltmeister – in seiner zweiten F1-Saison. Das gelang bislang nur drei Fahrern, darunter ein gewisser Lewis Hamilton.
Drei Formel-1-GPs stechen heraus
Bono blickt auf die gemeinsamen Highlights zurück, die Antonelli zum Titel geführt haben: «Es gibt drei herausragenden Rennen, und ich glaube, die Leute werden wissen, welche drei Rennen das sind. Für mich war Monaco etwas ganz Besonderes. Das ist eines dieser Rennen, wenn man das gewinnt, respektieren einen die Kollegen meiner Meinung nach noch mehr. Und die Art und Weise, wie er das geschafft hat, war einfach unglaublich. Und dann das Rennen in Monza – einfach nur: Wow. Ich erinnere mich, wie ich mich umgedreht und gedacht habe: ‚Oh, so sieht also das hintere Feld aus.‘» Antonelli musste eine Motorenstrafe in Kauf nehmen, nahm die in Monza und startete entsprechend weit hinten im Feld – und fuhr zum Sieg.
Bono erinnert sich an die Aufholjagd: «Und dann ging es los, er war nicht mehr aufzuhalten. Und dann letztes Wochenende in Austin – das war die Leistung eines Champions. Es war die Ein-Stopp-Strategie gegen die Zwei-Stopp-Strategie. Da ist dieser mentale Druck im Auto: der Gedanke, dass man eingeholt wird, dass man überholt wird, dass es so kommen wird – aber nein, er hat einfach den Kopf unten gehalten, weiterhin seine Rundenzeiten hingelegt und sich am Ende durchgesetzt.» Antonelli hatte in Austin gewonnen, konnte wegen der zu hohen Platzierungen der Konkurrenz aber knapp noch nicht den Titel feiern.
Lob für Antonellis Beständigkeit
Renningenieur Bonnington resümiert: «Drei Fahrleistungen des Jahres, die diese Leistung wirklich besiegelt haben. Aber um fair zu sein: Auch andere Rennen wie Silverstone – ohne den Ausfall – wären ein wirklich gutes Ergebnis gewesen. In Barcelona sah es ebenfalls gut für uns aus. Es ist also diese wiederholte, beständige Leistung. Er kann auf einer Vielzahl von Strecken fahren, sei es bei Überhitzung, beim Aufwärmen der Reifen oder was auch immer.» Ein würdiger Weltmeister eben!
Schon gesehen?
Newsletter
Motorsport-News direkt in Ihr Postfach
Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach






