Iker Lecuona (Ducati) überzeugt: MotoGP-Ausflug hilft für Superbike-WM 2027
Beim Sepang-GP ersetzte Ducati-Werkspilot Iker Lecuona ein weiteres Mal den verletzten Fermin Aldeguer. Obwohl der Vizeweltmeister nur auf hinteren Positionen fuhr, zog er ein überraschendes Fazit.
Auch nach Ende der Superbike-WM 2026 ist Iker Lecuona ein beschäftigter Mann. Weil sich Fermin Aldeguer beim Mandalika-GP eine weitere Verletzung zuzog, sprang der Superbike-Vizeweltmeister nach dem SBK-Saisonende bei den MotoGP-Events auf Phillip Island und Sepang für den Gresini-Stammfahrer ein.
Lecuona zeigte bei seinen MotoGP-Einsätzen in diesem Jahr teils beachtliche Leistungen – auf dem Balaton Park Circuit überraschte der 26-Jährige als Siebter! Aber am vergangenen Wochenende war der aus Valencia stammende Spanier davon weit entfernt: Als 19. im Qualifying kreuzte er auf dem Sepang International Circuit im Sprint und im Hauptrennen als Letzter und Vorletzter über die Ziellinie – die Plätze 18 und 15.
«Es war hart, sehr anstrengend», stöhnte der Ducati-Pilot. «Sepang ist für mich eine der schlimmsten Veranstaltungen. Die enorme Hitze und die hohe Luftfeuchtigkeit mag ich überhaupt nicht, dasselbe gilt für die Rennstrecke. Auf Rennstrecken wie Silverstone oder Balaton finde ich die MotoGP nicht unbedingt anstrengender als mit einem Superbike, aber hier wären für mich schon 15 Runden zu viel. Insofern war mir schon im Vorfeld klar, dass ich Probleme haben werde.»
Überraschend: Iker Lecuona zieht ein positives Fazit
Der Aruba-Pilot zieht dennoch ein überraschendes positives Fazit über seinen Sepang-Einsatz. Im Fokus hat Lecuona dabei auch den Wechsel des Einheitsreifenlieferanten für die Superbike-WM 2027 von Pirelli auf Michelin.
«Angesichts der Umstände war ich jedoch zufrieden – ich habe alles gegeben! Ich konnte meine Performance steigern und habe mein Fahren stetig verbessert. Zudem habe weiter dazugelernt, wie man ein MotoGP-Bike aktuell fahren muss», betonte der Spanier. «Ich denke, dass mir das auch in Zukunft in der Superbike-WM helfen wird, wie ich bestimmte Dinge kompensiere und mit den Michelin-Reifen haushalte. Deshalb betrachte ich Sepang als ein positives Wochenende.»
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