Ferrari in Monza: Autos lackiert wie Rennwagen von Michael Schumacher 1996!
Ferrari macht einen Knicks vor dem grossen Michael Schumacher: Beim Heimrennen in Monza 2026 treten die Italiener in den Wagenfarben an, wie sich der Deutsche vor dreissig Jahren ausführte.
Schöne Geste von Ferrari: Beim kommenden Grossen Preis von Italien in Monza (6. September) werden die Rennwagen von Lewis Hamilton und Charles Leclerc so lackiert wie die Ferrari vor dreissig Jahren – als Michael Schumacher seine erste GP-Saison in Rot fuhr.
Das bedeutet: Wie 1996er Ferrari F310 also ein verhältnismässig helles rot, schwarze Flügel, goldfarbene Felgen. Michael Schumacher gewann in seinem ersten Jahr mit Ferrari die Grossen Preis von Spanien, Belgien und Italien.
Ferrari: Immer wieder andere Farben
Rot ist durchaus nicht Rot, was Ferrari angeht. Das beste Beispiel erhielten die verblüfften Fans in Mugello 2020 serviert, als die stolze Rennmannschaft zum 1000. Formel-1-WM-Lauf antrat. Damals fuhren Sebastian Vettel und Charles Leclerc in einem so dunklen Rot an, dass einige Fans von Burgunder sprachen.
In Wahrheit handelte es sich um den Farbton «Rosso Barchetta», also um die Farbe aus den späten 40er Jahren vieler Barchetta-Modelle wie des 125 S. Und auch beim Formel-1-WM-Debüt in Monaco trat Ferrari in dieser Rotschattierung an. Noch in der laufenden Saison 1950 korrigierte Ferrari nach, nun mit Rennfahrzeugen in einem etwas helleren Rot.
In Miami 2024 verblüffte Ferrari die Tifosi mit blauen Akzenten auf den Flügeln, dem Halo, den Rückspiegeln, der Verkleidung und den Felgen. Die Farbtupfer waren in den zwei früheren Ferrari-Farben Azzurro La Plata (ein helles Blau) und Azzurro Dino (ein dunkleres Blau) gehalten. Azzurro La Plata ist jener Farbton, den Alberto Ascari in den 1950er-Jahren zu tragen pflegte. Clay Regazzoni und Niki Lauda waren – genauso wie die meisten Mechaniker – in den 70er Jahren in Azzurro Dino unterwegs.
Beispiel Monza 2023: Ferrari kehrte im Juni 2023 nach Le Mans zurück, nach einer Absenz als Werksrennstall von 50 Jahren. Prompt gewannen die Italiener zum zehnten Mal den Langstreckenklassiker, erstmals seit 1965. James Calado, Antonio Giovinazzi und Alessandro Pier Guidi triumphierten mit dem Ferrari 499P Hypercar.
Aus diesem Anlass trat der Formel-1-Rennstall von Ferrari im September beim Heimauftritt in Monza mit einem besonders lackierten GP-Rennwagen auf für Charles Leclerc und Carlos Sainz.
Schon 2022 waren am Auto des Monegassen und des Spaniers zahlreiche gelbe Stilmittel zu entdecken, dies, um sich nach 75 Jahren Ferrari bei der Heimatstadt Modena zu bedanken. Gelb, die Farbe von Modena, ist auch als Hintergrund auf dem weltbekannten Ferrari-Emblem zu sehen.
Ein etwas anderer Ferrari-Auftritt in den USA ist nichts Neues: Ende 2023 fuhren Charles Leclerc und Carlos Sainz in Anlehnung an frühere Ferrari-Designs in Rot und Weiss, dies in Las Vegas.
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