Nach Suzuka-Sieg: Jonathan Rea kann sich Yamaha-Seitenhieb nicht verkneifen
Honda HRC setzte sich bei den 8 Stunden von Suzuka erneut durch. Jonathan Rea spricht von einem besonderen Triumph, Takumi Takahashi feiert bereits seinen achten Erfolg.
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Die wechselhaften Wetterbedingungen mit immer wieder einsetzendem Regen und mehreren langen Safety-Car-Phasen machten das Rennen zu einer strategischen Herausforderung. Honda entschied sich deshalb früh, die 188 Rennrunden ausschließlich mit Takumi Takahashi und Jonathan Rea zu bestreiten. Somkiat Chantra, der kurzfristig den verletzten Johann Zarco ersetzt hatte, kam trotz guter Trainingsleistungen nicht zum Einsatz, da ihm die Erfahrung unter den schwierigen Mischbedingungen fehlte.
Takahashi schrieb mit der Werks-Fireblade Geschichte
Takumi Takahashi startete von der Pole-Position und hielt sich von Beginn an im Spitzenfeld. Nach den ersten Fahrerwechseln übernahm Jonathan Rea das Kommando und kontrollierte das Rennen mit mehreren fehlerfreien Stints. Zwar konnte Yamaha-Werkspilot Jack Miller den Rückstand zwischenzeitlich verkürzen, doch Rea reagierte mit konstant schnellen Runden und hielt den Vorsprung stabil.
Auch den letzten Stint meisterte Takahashi souverän. Als in der Schlussphase erneut heftiger Regen einsetzte und das Safety-Car 34 Minuten vor Rennende auf die Strecke geschickt wurde, war der fünfte Honda-Erfolg in Serie praktisch besiegelt.
«Zunächst einmal freue ich mich sehr, dass wir das Rennen trotz der schwierigen Bedingungen sicher beenden konnten», kommentierte Takahashi. «Leider konnte Chantra nicht fahren. Johnny und ich haben das Rennen gemeinsam bestritten und Chantra hat uns die ganze Woche über unterstützt. Johnny hat heute einen unglaublichen Job gemacht. Er ist mehrfacher Weltmeister und war unglaublich schnell sowie konstant. Auch das Team war fantastisch. Jeder Reifenwechsel, jeder Boxenstopp und jede Entscheidung waren perfekt. Dieser Sieg gehört uns allen.»
Für Takahashi war es bereits der achte Triumph bei den 8 Stunden von Suzuka – so viele wie kein anderer Fahrer zuvor.
Wie der Suzuka-Sieg bei Jonathan Rea für Erleichterung sorgte
Auch Jonathan Rea zeigte sich nach seinem dritten Suzuka-Sieg emotional. «Ich bin so, so glücklich über diesen Sieg. Unter diesen Bedingungen durfte man sich keinen einzigen Fehler erlauben. Das Wetter änderte sich ständig und der Druck war enorm. Aber das Team hat unglaubliche Arbeit geleistet und das Motorrad war fantastisch.»
Besonders bewegend war der Erfolg für den Nordiren auch aus persönlicher Sicht. Nach schwierigen Jahren mit Yamaha in der Superbike-Weltmeisterschaft erinnerte ihn das Wochenende daran, wozu er noch immer fähig ist.
«Die vergangenen drei oder vier Jahre waren mental nicht einfach. Dieses Motorrad war jedoch unglaublich. Ich hatte fast vergessen, wie es sich anfühlt, auf der Geraden andere Fahrer zu überholen», lobte Rea den Topspeed der Werks-Honda und setzte damit eine kleine Spitze gegen Yamaha, denn auf der R1 war Rea in den beiden zurückliegenden Jahren oft leichte Beute für seine Gegner. «Danke, dass ihr mich daran erinnert habt, dass ich immer noch schnell bin. Pole-Position, schnellste Rennrunde und der Rennsieg – mehr kann ich mir nicht wünschen», so Rea.
Chantra nur Zuschauer: Das Hoffen auf eine weitere Chance
Obwohl Somkiat Chantra nicht zum Einsatz kam, blickte auch der Thailänder positiv auf sein erstes Suzuka-Wochenende zurück. «Ich freue mich riesig für Jonathan und Takumi. Diese Woche war eine großartige Erfahrung und eine wichtige Lektion für mich. Natürlich ist es schade, dass ich nicht fahren konnte. Trotzdem habe ich jede Minute genossen und hoffe, dass ich in Zukunft noch einmal die Chance bekomme.»
Mit dem fünften Suzuka-Sieg in Folge bestätigte Honda HRC eindrucksvoll seine Ausnahmestellung beim japanischen Langstreckenklassiker. Vor allem die Erfahrung von Takumi Takahashi und Jonathan Rea sowie eine fehlerfreie Teamleistung erwiesen sich unter den schwierigen Wetterbedingungen als entscheidender Erfolgsfaktor.
Der Endstand der 8 Stunden von Suzuka 2026:
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Honda HRC (Rea, Takahashi, Chantra), Honda CBR1000RR-R, 188 Runden
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Yamaha Factory Racing (Nakasuga, Miller, Locatelli), Yamaha R1, +1:34,280 Minuten
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BMW Endurance (Reiterberger, Odendaal, van der Mark), BMW M1000RR, +1:44,087
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YART (Hanika, Fritz, Mercado), Yamaha R1, +3:44,444
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AutoRace Ube Racing (Uramoto, Guintoli, Ponsson), BMW M1000RR, +3:46,113
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SERT (Black, Linfoot, Atsumi) , Suzuki GSX-R1000R, +2 Runden
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Suzuki CN Challenge (Tsuda, Mizuno, Masson), Suzuki GSX-R1000R, +2 Runden
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SDG Team HARC-PRO Honda (Kunii, Nagoe, Abe), Honda CBR1000RR-R, +3 Runden
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Honda Asia-Dream Racing (Atiratphuvapat, Pawi, Putra), Honda CBR1000RR-R, +4 Runden
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Team ATJ (Iwata, Suzuki, Kunimine), Suzuki GSX-R1000R, +4 Runden
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