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Garrett Gerloffs Geheimnis: Dieser Mann macht den Unterschied

Garrett Gerloff blüht in der Superbike-WM 2026 auf. Einen großen Anteil daran hat die erneute Zusammenarbeit mit Crewchief Les Pearson, zu dem den US-Amerikaner weit mehr verbindet als ein Job.

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Garrett Gerloff präsentiert sich in seiner zweiten Saison mit Kawasaki deutlich stärker als noch im schwierigen Debütjahr 2025. Der US-Amerikaner etablierte sich zuletzt regelmäßig in den Top-10, machte mit starken Leistungen auf sich aufmerksam und liegt aktuell auf dem elften Rang der Superbike-WM. Einen wesentlichen Anteil an dieser Entwicklung schreibt Gerloff seinem Crewchief Les Pearson zu.

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Die beiden kennen sich seit vielen Jahren. Bereits bei GRT-Yamaha arbeiteten sie erfolgreich zusammen, später fanden sie sich auch im Bonovo-BMW-Team wieder. Nachdem sich ihre Wege zwischenzeitlich getrennt hatten, bildet das Duo 2026 bei Kawasaki erneut ein Gespann – und Gerloff spürt den Unterschied deutlich.

«Er versteht einfach, was ich meine», erklärte Gerloff im exklusiven Gespräch mit SPEEDWEEK.com. «Wenn ich Probleme habe, weiß er, was wir möglicherweise am Motorrad verändern können, damit ich mich wohler fühle. Natürlich funktioniert das nicht immer. Assen war zum Beispiel ein wirklich schlechtes Wochenende. Wir hatten alle zu kämpfen und es gab auch etwas Reibung zwischen uns. Man kann eben nicht immer perfekt sein.»

Vertrauen und Atmosphäre wichtiger als Datenaufzeichnungen

Gerade diese Offenheit macht die Zusammenarbeit aus. «Ich verstehe ihn, er versteht mich. Ich vertraue ihm und er vertraut mir. So etwas ist nicht leicht zu finden», betonte der Kawasaki-Pilot. «Ich habe mit verschiedenen Crewchiefs gearbeitet. Sie waren alle gut und hatten ein großes technisches Verständnis. Aber für mich ist Les derjenige, mit dem ich immer am liebsten gearbeitet habe.»

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Dabei geht die Verbindung längst über die rein berufliche Ebene hinaus. «Er ist auch als Freund wichtig für mich und nicht nur als Kollege. Ich möchte erfolgreich sein, aber ich möchte auch Freude daran haben, mit den Menschen zusammenzuarbeiten. Ich glaube, das ist für uns beide eine gute Kombination.»

Gerloff legt generell großen Wert auf ein familiäres Umfeld innerhalb der Mannschaft. Nicht nur mit seinem Crewchief, sondern auch mit Mechanikern und Elektronikern pflegt er ein enges Verhältnis. «Ich möchte zu allen Menschen, mit denen ich arbeite, eine gute und lockere Beziehung haben», erklärte der 30-Jährige.

Die Superbike-WM ist kein Kindergeburtstag

Dabei ist ihm bewusst, dass der Spitzensport eine Gratwanderung verlangt. «Wir fahren Motorradrennen. Das sollte Spaß machen, aber gleichzeitig ist es natürlich auch ernst. Es geht um viel Geld und hohe Erwartungen. Deshalb muss man die richtige Balance finden. Gute Resultate machen natürlich alles leichter und sorgen für eine bessere Stimmung.»

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Wie groß der Unterschied zum Vorjahr ist, wurde Gerloff besonders in schwierigen Phasen bewusst. «Vergangenes Jahr haben wir alles ausprobiert und hatten dennoch zu kämpfen. Die Atmosphäre im Team war entsprechend nicht gut. So macht es keinen Spaß, an die Rennstrecke zu kommen.»

Deshalb hält Gerloff enge persönliche Beziehungen gerade in schwierigen Zeiten für unverzichtbar. «Wenn es nicht läuft, braucht man starke Beziehungen zu den Menschen, mit denen man arbeitet. Dann muss man als Team zusammenrücken und sich gemeinsam aus dieser Situation herauskämpfen. Deshalb ist es für mich wichtig, enge Menschen um mich zu haben.»

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