Jack Miller fürchtet Exempel in Katar: «Jeder weiß, wo wir uns aufhalten!»
Der Widerstand im Fahrerfeld gegen das MotoGP-Event in Katar wird größer und die Zeit drängt. Pramac-Pilot Jack Miller formulierte nach dem Malaysia-GP die Ängste, die im Fahrerlager umgehen.
Im Sprintrennen am Samstag sorgte Jack Miller für eine Kuriosität, als der Pramac-Pilot die Box ansteuerte, um sein Motorrad zu tauschen, sein Arbeitsgerät aber noch nicht bereitstand. Im Grand Prix Sonntag blieb dem Australier eine derartige Blamage erspart, jedoch aus anderem Grund: «Jackass» war im Sonntagsrennen überwiegend auf den letzten Plätzen unterwegs und beim Fallen der Zielflagge auf dem Rang 16.
Der Frust nach dem Rennen war unüberhörbar beim Mann mit der Nummer 43: «Ich hatte von Beginn bis zum Ende des Rennens keinen Grip und in der ersten Kurve war es wie auf Glatteis zu fahren. Ich habe mehrere Motor-Mappings durchprobiert, bis Pecco Bagnaia an mir vorbeiging.» Den Italiener hatte Miller in der neunten Runde zunächst hinter sich lassen können. «Am Ende des Rennens war ich leichte Beute, für mich war nichts mehr zu holen.» Millers Platzierung war die letzte unter den gewerteten Piloten, Punkte konnte der MotoGP-Abgänger keine verbuchen.
Jack Miller: «Man sollte uns nicht zwingen dürfen, zu fahren, wo wir nicht fahren wollen»
Die Zeit drängt: «Mein Flug geht morgen. Bislang waren wir ruhig, nun haben wir unsere Meinung klar und deutlich gemacht und uns so gut es geht zusammengetan. Wir müssen abwarten, welche Entscheidung daraus folgt.» Der zehnfache Rennsieger formulierte gleichzeitig die Furcht vor Sanktionen der Veranstalter für die Königsklassen-Piloten: «Sie können uns finanziell und sportlich, beispielsweise über unsere Rennlizenzen, angreifen, und ich will auch nicht, dass mein Team Nachteile erfährt. Man sollte uns aber nicht zwingen dürfen, zu fahren, wo wir nicht fahren wollen. An einem solchen Schauplatz ein Event mit globaler Reichweite zu veranstalten, ist nicht schlau. Wenn jemand glaubt, dass es sicher ist und wir dort fahren sollten, dann sollte die Person dafür mit ihrem Namen bürgen.»
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