McLaren-Teamchef Andrea Stella erklärt: Das lief im Qualifying schief
Lando Norris schürte mit seinen Bestzeiten im 3. Training und im 2. Qualifying-Segment in Mexiko die Pole-Hoffnung von McLaren. Doch daraus wurde nichts. Teamchef Andrea Stella weiss, woran das lag.
Das McLaren-Team musste am Ende des Mexiko-Qualifyings eine Enttäuschung hinnehmen, denn nachdem Lando Norris sowohl im dritten und letzten freien Training als auch im Q2 die Bestzeit aufgestellt hatte, ging man davon aus, dass der Formel-1-Weltmeister auch im letzten Abschnitt um die Top-Positionen kämpfen kann.
Doch am Ende musste sich Norris mit der sechstschnellsten Runde begnügen, sein Teamkollege Oscar Piastri war sogar schon vor ihm auf Platz 13 ausgeschieden. Dass der Australier wegen der Disqualifikation von Liam Lawson von Platz 12 starten darf, ist angesichts der hohen Erwartungen, die man im Papaya-Lager hatte, nur ein schwacher Trost.
McLaren-Teamchef Andrea Stella erklärte: «Das Auto wirkt hier konkurrenzfähiger als beim letzten Qualifying in Austin. Zeitweise sah es sogar danach aus, als würden wir um die Pole kämpfen können, deshalb starteten wir sehr optimistisch ins Qualifying.»
«Ich glaube, zu Beginn des Qualifyings war die Leistung noch da. Das Auto zeigte jedoch irgendwann die Unbeständigkeit, die wir dieses Jahr beim MCL40 beobachten, und das hat Oscar in Q2 und Lando in Q3 zu schaffen gemacht», fuhr der Italiener fort.
Und der Ingenieur schilderte: «Wenn die Fahrer versuchen, etwas mehr zu pushen, weil sie das Gefühl haben, dass der Grip dazu vorhanden ist, verschwindet dieser plötzlich. Und das ist ein seltsames Verhalten des Autos, das den Fahrern das Leben sehr schwer macht. Ich glaube, das wird noch verschlimmert, wenn die Bedingungen schwierig sind, wie hier oder in Austin, wo der Wind die Arbeit erschwerte.»
«Aber so ist es nun einmal – wir müssen daran arbeiten; das ist eine Verantwortung, die das Team übernehmen muss, um das Auto zu verbessern», fügte Stella an. Und auf die Frage, ob man rückblickend nicht gestehen muss, dass man Piastri im Q2 mit zwei neuen Sätzen der weichen Reifen hätte auf die Piste schicken sollen, betonte er: «Im Nachhinein lässt sich vieles besser einschätzen, aber darauf wollen wir eigentlich nicht zurückgreifen. Wir konzentrieren uns lieber darauf, wie wir uns verbessern können, und wie wir Oscar in die Lage versetzen können, wieder nach vorne zu kommen. Er hat es auf jeden Fall verdient, in die Punkte zu fahren, und das ist unser Hauptziel.»
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