Euro Moto Superbike • Neu
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Beim ersten Rennen der Euro Moto in Oschersleben erlitt Twan Smits einen technischen Defekt an seinem Motorrad, der zu einem Sturz führte, in den mehrere Fahrer verwickelt wurden.
Eine riesige Wolke umschloss Twan Smits und seine Yamaha R1 vom Team Apreco als sein Motor bei der Fahrt Richtung Hassenröder in der Motorsport Arena Oschersleben sprichwörtlich in Rauch aufging. In seinem Windschatten waren Florian Alt und Markus Reiterberger chancenlos und kurz später erwischte es auch noch Toni Finsterbusch und Kevin Orgis. Während die Fahrer mit leichten Blessuren davonkamen, war der materielle Schaden an den Motorrädern immens, bis hin zum Totalschaden.
«Für mich war es sofort ziemlich klar», beschreibt Smits den Sturz. «Schon kurz vor dem Bremsen vor Kurve 3 hörte ich ein mechanisches Geräusch im Motor, das ich fälschlicherweise für einen Gangwechsel hielt. Davor war alles in Ordnung. Ich dachte, das Hinterrad hätte blockiert, aber es stellte sich heraus, dass Öl auf den Reifen war. Das Hinterrad brach sehr stark aus, und ich entschied mich, abzuspringen, bevor das Motorrad möglicherweise wieder Grip finden und mich mit einem Highsider abwerfen könnte. Mir war natürlich nicht bewusst, dass noch mehr Fahrer gestürzt waren, bis ich im Kies lag und Motorräder durch die Luft fliegen sah. Das war ziemlich beängstigend.»
«Zunächst möchte ich mich bei allen Teamchefs, Fahrern und natürlich bei Twan für den Unfall entschuldigen, der ohne eigenes Verschulden der Beteiligten entstanden ist», so das Statement von Teamchefin Corine Brandhorst. «Motorsport ist ein technischer Sport, und wir wissen alle, dass solche Dinge passieren können. Trotzdem hofft man natürlich immer, dass es einen nicht gerade in der Meisterschaft trifft, in der man um den Titel kämpft. Außerdem möchte ich mich bei allen Mechanikern unseres Teams bedanken, die es geschafft haben, innerhalb weniger Stunden ein komplett neues Motorrad für Twan aufzubauen, sodass er grundsätzlich für Rennen zwei einsatzbereit gewesen wäre. Im weiteren Verlauf stellte sich jedoch heraus, dass Twan eine Verletzung an seiner rechten Hand erlitten hatte. Nach weiteren Untersuchungen gemeinsam mit medizinischen Spezialisten in den Niederlanden mussten wir schließlich die Entscheidung treffen, ihn vom zweiten Rennen zurückzuziehen.»
«In den vergangenen Tagen wurden Röntgen- und MRT-Untersuchungen durchgeführt», so Brandhorst. «Dabei wurden Verletzungen im sogenannten Tri-Scaphoid-Bereich der rechten Hand festgestellt. Twan wird die kommenden beiden Rennwochenenden mit einer speziellen Schiene und unter Betreuung eines medizinischen Spezialisten bestreiten, der die Situation direkt an der Rennstrecke überwachen wird. Wir müssen abwarten, ob er am Sonntag jeweils die komplette Renndistanz absolvieren kann, sind aber zuversichtlich, dass Top-6-Ergebnisse möglich sein werden.»
«Es tut mir leid für alle Fahrer, die in den Unfall verwickelt waren, besonders für Florian Alt und Markus Reiterberger», fügt Smits an. «Wir hatten einen großartigen Kampf, der richtig Spaß gemacht hat, und ich hoffe, dass wir dieses Duell eines Tages noch einmal austragen können. Jetzt liegt mein Fokus auf meiner Genesung und darauf, in den kommenden beiden Rennwochenenden wichtige Meisterschaftspunkte zu sammeln, bevor ich in Hockenheim wieder vollständig fit sein möchte. Deshalb werde ich auch nicht beim 24-Stunden-Rennen der FIM Endurance World Championship, dem Bol d’Or, an den Start gehen, um mich vollständig auf meine Regeneration und die EURO MOTO zu konzentrieren.»
«Die in der Superbike-Klasse eingesetzten R1-Motoren werden auf Wunsch von Yamaha durch Ten Kate geliefert und betreut», lautet der Bericht von Yamaha-Mann Wim Vermeulen. «Der zweite Motor wurde beim dritten Rennwochenende in Most eingebaut und war ein komplett neuer Motor der neuesten technischen Spezifikation. Die bisherigen Analysen zeigen, dass unmittelbar nach einem Gangwechsel von Twan eine Pleuelstange versagt hat. Dies führte zunächst zu einem kurzen Leistungsverlust und anschließend zum vollständigen Motorausfall. Alle aufgezeichneten Parameter lagen innerhalb der vorgesehenen Betriebsgrenzen. Sowohl der Öldruck befand sich jederzeit im freigegebenen Bereich, auch wurde der Motor während des gesamten Rennwochenendes nicht überdreht. In den kommenden Tagen werden weitere Untersuchungen durchgeführt, um mögliche Gegenmaßnahmen für die kurz- und mittelfristige Zukunft zu entwickeln.»
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