Neues Rätsel Racing-Raritäten: Mehr Mut als die meisten anderen Piloten
Das Rätsel Racing-Raritäten zeigt einen Fahrer, der mehr Mut an die Rennstrecke brachte als die meisten anderen Piloten. Wer ist das? Wo und wann wurde dieses Foto aufgenommen? Machen auch Sie mit!
Meist aus dem Archiv unserer Foto-Partner XPB und Grand Prix Photo stellen wir jede Woche ab Dienstag ein kleines Stück Motorsport-Historie vor. Sagen Sie uns, wer zu erkennen ist (Beispiel: Jo Siffert, Monza, 1970) und rätseln Sie um die Ehre mit – zu gewinnen gibt es nichts. Schicken Sie Ihre Lösung an: mathias.brunner@speedweek.com. Einsendeschluss ist Sonntag der laufenden Woche, um 24.00 Uhr.
Die Teilnahme ist kostenlos. Teilnahmeberechtigt sind Personen ab 18 Jahren. Mitarbeiter der beteiligten Unternehmen sind ausgeschlossen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Die im Rahmen des Rätsels übermittelten Daten werden ausschliesslich zur Durchführung verwendet und nicht an Dritte weitergegeben. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Für das neue Rätsel gilt: Dieser Fahrer brachte mehr Mut an die Rennstrecke als die meisten anderen Piloten
Unser Hinweis für die letzte Aufgabe lautete: Dieser Fahrer hält einen Formel-1-Rekord, ist für die meisten GP-Fans jedoch ein Unbekannter. Zu sehen ist der Italiener Marco Apicella, der Ende 1987 und Anfang 1988 in Estoril/Portugal für Minardi getestet hat (heute die Racing Bulls).
Dem heute 60-jährigen Apicella aus Bologna wird in vielen Statistiken die kürzeste GP-Karriere nachgesagt. Beim Monza-GP 1993 kam Jordan-Fahrer Marco Apicella genau bis zur ersten Kurve, dann kollidierte er mit dem Sauber von JJ Lehto und dem Jordan seines Stallgefährten Rubens Barrichello. Apicellas 800 GP-Meter also die kürzeste Formel-1-Karriere? Von wegen!
Zahlreiche Rätsel-Teilnehmer haben – völlig richtig – Apicella korrekt eingereicht und dann aber zu bedenken gegeben: Der deutsche Rennfahrer Ernst Loof kam beim Grossen Preis von Deutschland 1953 in seinem Veritas 20 Meter weit, dann blieb er wegen eines Defekts bei der Kraftstoffversorgung liegen.
Das kann kaum noch unterboten werden, also Rekord für Loof, Platz 2 (gewissermassen) für Apicella, und wenn wir schon dabei sind, erzählen wir auch noch von Miguel Ángel Guerra aus Argentinien.
Guerra trat mit Osella 1981 vier Mal zu einem GP-Wochenende an, aber in Long Beach, Brasilien sowie Argentinien konnte er sich nicht fürs Rennen qualifizieren.
In Imola klappte das endlich, aber dann kam der junge Südamerikaner kaum einen halben Kilometer weit: Kollision mit dem March des Chilenen Eliseo Salazar, der Osella von Guerra prallte in eine Mauer und wurde an der Vorderachse so eingedrückt, dass sich Miguel Ángel einen doppelten Knöchelbruch zuzog.
«Leider habe ich nie wieder eine Chance in der Formel 1 erhalten», sagte der Argentinier später. «In meinem Land brach eine Finanzkrise aus, und es war nicht mehr möglich, frische Sponsoren für den GP-Sport zu finden.»
Zurück zu Marco Apicella: Nach den Tests mit Minardi, die nicht zu einer GP-Karriere führten, setzte Apicella seine Karriere in Japan fort. 1994 wurde er Meister der Formel Nippon, der führenden Einsitzerserie in Japan.
Apicella war es auch, der Mitte der 90er Jahre zahlreiche Testfahrten mit jenem Dome-Rennwagen fuhr, der nie in die Nähe eines Grand Prix kam – das Projekt scheiterte an der Finanzierung.
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