Oscar Piastri stellt nach Sprint-Crash klar: «Meilenweit davon entfernt»
Für McLaren endete der Singapur-Sprint enttäuschend: Oscar Piastri und Lando Norris kollidierten – und lösten damit Erinnerungen an das vergangene Jahr aus. Der Australier reagierte mit klaren Worten.
Das sieht kein Teamchef gerne: Im Sprint von Singapur krachte es in der letzten Runde ausgerechnet zwischen zwei Teamkollegen: Oscar Piastri und Lando Norris waren auf den Positionen 4 und 5 unterwegs, als Letzterer einen Überholversuch an seinen Stallgefährten startete. In der fünften Kurve griff er an, verschätzte sich, und schickte damit Piastri ins Aus.
Norris selbst konnte weiterfahren und als Achter noch einen WM-Punkt ins Ziel retten, für Piastri war das Rennen aber damit kurz vor dem Fallen der Zielflagge gelaufen. Die Regelhüter untersuchten die Szene, sahen aber von einer Bestrafung ab, weil keiner der beiden Fahrer die alleinige Schuld am Unfall trage.
Oscar Piastri überzeugt: Kein Vergleich zum Zwischenfall von 2025
Für die Papaya-Truppe war es dennoch eine bittere Pille, denn mit der Kollision gingen der McLaren-Mannschaft, die in der Konstrukteurswertung gegen das wiedererstarkte Red Bull Racing Team um den dritten Platz kämpft, wichtige Punkte verloren.
Einige GP-Beobachter und Formel-1-Fans erinnerten sich dabei an die Singapur-GP-Startszene zwischen Norris und Piastri im vergangenen Jahr: Nach dem Löschen der Startlichter hatte sich Norris an Piastri vorbeigedrängt, wobei sich die beiden Renner leicht berührten, aber weiterfahren konnten. Für Piastri steht aber fest: Die beiden Zwischenfälle lassen sich nicht vergleichen.
Nach dem Qualifying erklärte der 25-Jährige: «Wenn man es isoliert betrachtet, ist die Situation in diesem Jahr natürlich meilenweit von der des letzten Jahres entfernt.» Und er ergänzte in versöhnlichem Ton: «Es war einfach schade für das Team, dass wir Punkte liegen gelassen haben und sich dadurch die Arbeitsbelastung sowie die Reparaturkosten erhöht haben. Lando hat sich entschuldigt; es war nicht unbedingt ein schlechtes Manöver. Ich denke, angesichts unserer aktuellen Situation hätte es nicht passieren müssen, aber wir haben das als Team hinter uns gelassen.»
«Das Wichtigste ist natürlich, dass so etwas einfach nicht passieren darf – was die Punkte, die Arbeitsbelastung und die Kosten angeht –, und es war eine Situation, die nicht hätte passieren müssen. Leider ist es nicht das erste Mal, dass wir aneinandergeraten sind, aber ich denke, wir sind beide sehr gut darin, uns zu entschuldigen, wenn es nötig ist, und dann weiterzumachen. Und genau das macht uns als Team so stark.»
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