Pierre Gasly über Max Verstappen: Duell mit einem Formel-1-Frührentner?
Beim Japan-GP haben sich die Ex-Red Bull Racing-Stallgefährten Pierre Gasly und Max Verstappen ein feines Duell geliefert. Was der Franzose über den angeblichen F1-Frührentner Verstappen sagt.
2019 sind sie Seite an Seite bei Red Bull Racing gefahren, jetzt lagen sie wieder Seite an Seite: Pierre Gasly und Max Verstappen haben den Fans in Japan ein spannendes Duell geliefert, der 30-jährige Franzose behielt kühlen Kopf und rettete knapp vor dem vierfachen Weltmeister einen sieben Platz ins Ziel.
Damit hat Alpine-Fahrer Gasly nun in allen drei Läufen 2026 gepunktet – Zehnter in Australien, Sechster in China, Siebter in Japan. Er liegt in der Zwischenwertung auf P8.
Gasly blickt so auf das Rennen zurück: «Die Top-Sechs waren ausser Reichweite, aber gleichzeitig sind wir nur sieben Sekunden hinter Lewis Hamilton ins Ziel gekommen, was für mich ein sehr ermutigendes Zeichen ist.»
Gasly, GP-Sieger von Italien 2020 und WM-Neunter von 2021, musste alle Register ziehen, um sich vor Max Verstappen zu halten. Der Franzose deutet nicht an, dass wir hier den F1-Frührentner Verstappen an der Arbeit gesehen haben. Zahlreiche Fans haben Angst, dass Max wegen Frust mit den 2026er Autos die Königsklasse verlassen könnte.
Gasly: «Wir wissen alle, dass Max niemals aufgibt»
Gasly schätzt Verstappen so ein: «Wir wissen alle, dass Max niemals aufgibt, und er hat 28 Runden lang enormen Druck gemacht. Wir waren auf verschiedenen Streckenabschnitten stark, was mein Leben nicht gerade einfacher gemacht hat.»
«Runde für Runde musste ich zum Schluss einer Runde sicherstellen, dass ich für Kurve 1 genügend Vorsprung behalte, dann musste ich Sektor 1 makellos hinbekommen, denn in Kurve 11 war er immer sehr stark, also musste ich meine Batterie klug einsetzen, sobald er näher kam. Ich denke, wir haben das beide sehr gut gemanagt, aber es war definitiv intensiv."
Pierre freut sich nach seinem 180. Grand Prix: «Du bekommst nicht jedes GP-Wochenende die Chance, gegen einen vierfachen Weltmeister zu kämpfen – also bin ich froh, dass ich in dieser Position war und ich mich behaupten konnte.»
«Ich habe das Rennen wirklich genossen, denn es steht halt schon mehr auf dem Spiel mit einem solchen Gegner. Und ich weiss, dass ich in solchen Rennen auch das Beste aus mir herausholen kann.»
«Ich bin wirklich sehr zufrieden: Das Tempo war gut und wir waren deutlich schneller als der Rest des Mittelfelds. Ein guter Start und am Ende P7, dabei hat die Safety Car-Phase uns nicht in die Hände gespielt, weil ich davor einen Vorsprung von drei bis vier Sekunden auf Max hatte. Aber es hat die Sache noch spannender gemacht.»
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