Unser neues Rätsel Racing-Raritäten: Ein Grand Prix ohne Landesbezeichnung
Bei unserem neuen Rätsel sind wir bei einem Formel-1-WM-Lauf ohne Landesbezeichnung. Wer ist das? Wo und wann ist diese Aufnahme entstanden? Machen auch Sie mit!
Meist aus dem Archiv unserer Foto-Partner XPB und Grand Prix Photo stellen wir jede Woche ab Dienstag ein kleines Stück Motorsport-Historie vor. Sagen Sie uns, wer zu erkennen ist (Beispiel: Jo Siffert, Monza, 1970) und rätseln Sie um die Ehre mit – zu gewinnen gibt es nichts. Schicken Sie Ihre Lösung an: mathias.brunner@speedweek.com. Einsendeschluss ist Sonntag der laufenden Woche, um 24.00 Uhr.
Die Teilnahme ist kostenlos. Teilnahmeberechtigt sind Personen ab 18 Jahren. Mitarbeiter der beteiligten Unternehmen sind ausgeschlossen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Die im Rahmen des Rätsels übermittelten Daten werden ausschliesslich zur Durchführung verwendet und nicht an Dritte weitergegeben. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Beim neuen Rätsel gilt: Das ist einer jener Läufe der Formel-1-WM, bei welchem ein Grosser Preis keine Landesbezeichnung trug.
Unser Hinweis für die letzte Aufgabe lautete: Ist das nun Lamm oder Löwe? Wer ist diese Formel-1-Eintagesfliege? Lamm und Löwe war ein kleines Wortspiel, denn auf dem Bild zu sehen ist der Italiener Lamberto Leoni, der sich in der Formel-1-WM nur einmal für einen Grossen Preis qualifizieren konnte; nicht hier in Monza 1977 mit seinem Surtees TS19-Ford, sondern ein Jahr später in Argentinien, mit Ensign.
Lamberto Leoni, geboren am 24. Mai 1953 in Argenta (Emilia Romagna), mogelte sich durch die italienische Formel 3 und die internationale Formel 2, mit gemischten Ergebnissen.
Highlight in der Formel-2-EM war sein Laufsieg 1977 in Misano. Im Feld damals Fahrer wie Eddie Cheever, Didier Pironi, Clay Regazzoni, Danny Sullivan, Elio de Angelis, Bruno Giacomelli, Vittorio Brambilla, Riccardo Patrese und René Arnoux.
Das führte zu einer Einladung der Motorsportlegende John Surtees 1977 nach Monza, wo sich Leoni jedoch nicht qualifizieren konnte.
1978 bewegte Leoni zu Beginn der Saison einen Ensign N177, er fiel in Argentinien aus (Motorschaden), in Brasilien brach im Aufwärmtraining am Sonntagmorgen eine Halbwelle, und Lamberto konnte das Rennen nicht aufnehmen.
Später folgten zwei Nicht-Qualifikationen in Kyalami und Long Beach, danach machte er in Sachen Formel 1 nur noch einmal Schlagzeilen – als er mit seinem Rennstall First Racing vergeblich versuchte, in die Königsklasse einzusteigen.
Dieses Chassis wurde an Ernesto Vita verkauft, der es als Life 1990 an den Start brachte und vor allem wegen des jämmerlichen W12-Motors Schiffbruch erlitt.
Leoni stieg 1992 in den Motorboot-Sport ein. Mit seinem Landsmann Edoardo Polli belegte er 1997 den zweiten Platz in der Offshore-Klasse 1, sowohl in der Weltmeisterschaft als auch in der Europameisterschaft. 2003 wiederholte er diese Erfolge. Insgesamt konnte Leoni bei acht Rennboot-GP gewinnen.
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