Marc Marquez (Ducati/4.): «Nicht das erste Mal, dass KTM sehr schnell ist»
Gute 0,4 sec trennen die Top-10 im MotoGP-Zeittraining auf dem Red Bull Ring am Freitag. Wie Weltmeister und WM-Leader Marc Marquez aus dem Team Ducati Lenovo die Kräfteverhältnisse einschätzt.
28 Rennen in der MotoGP-Weltmeisterschaft 2026 sind gefahren, Marc Marquez (Ducati) und Jorge Martin (Aprilia) liegen in der Gesamtwertung mit 273 Punkten vorne. Der Red Bull Ring in der Steiermark war für Ducati immer ein gutes Pflaster, zehn der bislang zwölf Grands Prix dort wurden vom Hersteller aus Borgo Panigale gewonnen.
Von einer Ducati-Überlegenheit konnte im Zeittraining am Freitagnachmittag aber keine Rede sein, denn KTM-Aushängeschild Pedro Acosta sorgte mit 1:28,381 min für die Bestzeit, womit er gut 6/10 sec über dem Rundenrekord von Jorge Martin blieb (1:27,748 min, gefahren 2024 auf Ducati). Schnellster Ducati-Fahrer war Youngster Fermin Aldeguer aus dem Gresini-Team auf Platz 2, Marc Marquez wurde mit 0,204 sec Rückstand Vierter.
«Das Wichtigste ist, dass wir das Gefühl für das Motorrad vom ersten zum letzten Run verbessern konnten», hielt Marquez fest. «Am Samstag müssen wir einen weiteren Schritt nach vorne machen, im Moment sind wir nicht bereit, um den Sieg kämpfen zu können. Es ist nicht das erste Mal, dass KTM hier sehr schnell ist. Und Pedro gibt ihnen das gewisse Extra, er war auch auf anderen Strecken schon sehr gut. Ich muss es hinbekommen, dass ich mit neuen Reifen besser bin. Denn nur so werde ich es bei der Zeitenjagd in die erste Startreihe schaffen. Ich weiß, in welchen Bereichen ich verliere, vielleicht kann ich meinen Fahrstil am Samstag etwas besser an diese Reifen anpassen.»
Angesichts der Stärke von Acosta und KTM in Österreich betonte Marc Marquez, dass die Weltmeisterschaft noch nicht gelaufen ist. Dem Führungsduo mit 273 Punkten folgen Marco Bezzecchi (Aprilia, 241), Fabio Di Giannantonio (Ducati, 223), Pedro Acosta (KTM, 209), Ai Ogura (Aprilia, 203) und Raul Fernandez (Aprilia, 199). «Pedro ist im Titelkampf», hielt der Weltmeister fest. «Es kommen noch acht Rennwochenenden und er liegt 64 Punkte zurück. Ich lag vor sieben Events 102 Punkte hinten.»
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