Weshalb MotoGP-Sieger Alex Rins (30) der Superbike-WM eine Absage erteilte
Früh während der laufenden MotoGP-Saison stand fest, dass Yamaha-Pilot Alex Rins seinen Platz verlieren wird. SPEEDWEEK.com verriet der Spanier, warum er seinen Rücktritt als beste Option erachtet.
Im Fahrerlager der MotoGP zählt Alex Rins zu den großen Namen. Nach Vizetiteln in den kleineren Hubraumkategorien der Motorrad-WM stieg er zur Saison 2017 mit Suzuki in die Königsklasse auf. Dem Rookie-Jahr folgte der erste starke Aufschlag mit fünf Podestplätzen, 2019 dann der erste Sieg in der Topliga.
Mit dem Ausstieg von Suzuki aus dem GP-Fahrerlager kam auch die Karriere von Rins ins Stocken. Zwar landete der bei LCR Honda untergekommene Katalane auch dort noch einen Sieg (Austin 2023), doch mit dem Wechsel ins Yamaha-Lager ging es unweigerlich bergab. So stehen den glorreichen 18 Grand-Prix-Siegen die trostlosen WM-Ränge 18 und 19 gegenüber – und auch in der laufenden Saison geht es nicht besser.
Nicht förderlich waren zudem schwere Stürze. Insbesondere der Abflug in Mugello, tragischerweise nur Wochen nach seinem Triumph in den USA, hinterließ seine Spuren. Auch wenn sich Rins selbst in bester Verfassung sieht, schränken komplizierte Frakturen im rechten Wadenbein den 30-Jährigen zumindest beim Gehen stark ein.
Alex Rins entschied sich dagegen
Als feststand, dass die Karriere von Alex Rins mit dem Beginn der neuen 850er-Ära enden wird, begann sich auch er nach Alternativen umzusehen. Wie berichtet lagen dem Spanier für einen Wechsel ins Fahrerlager der Superbike-WM Optionen vor. Für viele überraschend,
Alex Rins: «Richtig ist, ich habe Gespräche geführt für einen Wechsel in die Superbike-WM. Es gab Angebote von den Ducati-Kundenteams Go Eleven und Barni. Doch ich habe mich nach einer intensiven Überlegung dagegen entschieden. Und zwar deshalb, weil ich in beiden Fällen kein offizielles Motorrad zur Verfügung gehabt hätte.»
Der Spanier führte weiter aus: «Keine Frage, beide Teams sind professionell und machen in der Superbike-WM einen sehr guten Job, aber am Ende wollte ich nicht wieder in eine Situation kommen, in der ich jetzt bin. Ich sehe mich fahrerisch bei 100 Prozent, ich fühle mich, was die Leistungsfähigkeit angeht, auf dem Höhepunkt – kann das mit dem Material, das ich bewege, aber nicht umsetzen. Es war keine leichte Entscheidung, auch weil ich mich in der Superbike-Welt weniger gut auskenne als im GP-Fahrerlager.»
Rins, der beim Treffen alles andere als niedergeschlagen wirkte, sagte abschließend: «Ich bleibe Motorradsportler, ich werde weiter trainieren – und dafür mehr Zeit haben als bisher. Und was den Rennsport angeht: Sag niemals nie!»
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