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Euro Moto Sportbike: Tobias Kitzbichler – neues Talent aus Österreich

Viele neue Gesichter im zweiten Jahr der IDM/Euro Moto Sportbike. Eines, welches man sich für die Zukunft durchaus einprägen kann, ist jenes von Tobias Kitzbichler. Einer von zwei Österreichern.

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Der Österreicher Tobias Kitzbichler führte sich beim Euro Moto-Saisonauftakt auf dem Sachsenring mit einem zweiten und einem dritten Platz sehr gut in die Sportbike-Kategorie ein und verließ Sachsen als Tabellenzweiter. Am Brünn-Wochenende rutschte er trotz eines weiteren Podestranges, Dritter im ersten Rennen, auf die vierte Position ab und hatte sich für Most wieder viel vorgenommen. Für die Rennen bei extremer Hitze im Autodrom qualifizierte er sich als Dritter zum dritten Mal in Folge für die erste Startreihe, kam aber, wie alle anderen, im ersten Lauf nicht dazu, im Ranking weiter nach oben zu klettern. Nach zwei Abbrüchen des Samstagrennens gab es keinen dritten (Neu-)Start und letztlich keine Wertung.

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Im Rennen am Sonntag mischte er mit etlichen Führungsmetern in der um den Sieg kämpfenden Vierergruppe munter mit, doch in der drittletzten Runde verlor er in der Rechts nach dem Orlen-Bogen sein Vorderrad und riss den Niederländer Ruben Bijman mit ins Verderben. Immerhin behielt er den vierten Tabellenrang.

Ausbildung im Moto4 Northern Cup

Dass er in der Euro Moto Sportbike von Beginn an zu den Top-Ridern gehört, kommt nicht von Ungefähr. 2024 und 2025 verfolgte auch er im Northern Talent Cup, ab diesem Jahr unter dem Namen Moto4 Northern Cup unterwegs, die Moto3-Schiene. Im ersten Jahr wurde er mit zwei Siegen und drei weiteren Podestplätzen Gesamtfünfter, im Vorjahr mit vier Podestplätzen nur noch Gesamtachter. Dies, sowie sein Klassenwechsel, waren auch der Tatsache geschuldet, dass er mit seiner aktuellen Größe und seinem Gewicht den Moto3-Rennmaschinen inzwischen sozusagen entwachsen war. Gegenüber SPEEDWEEK.com sagte der noch bis September 19-Jährige aus Niederndorf bei Kufstein dazu: «Das hat sicherlich eine Rolle gespielt. Außerdem sind viele junge Fahrer dazu gekommen, die bis zu 20 Kilogramm weniger hatten als ich. Von daher ist es mir zunehmend schwerer gefallen, auf dem Niveau mitzuhalten. Das hat sich natürlich auf die Endgeschwindigkeit ausgewirkt, und allein beim Start habe ich meist bis zu zwei Reihen verloren.»

Da fühlt er sich in der Sportbike-Kategorie deutlich besser aufgehoben und die Erfolge geben seiner Entscheidung zum Wechsel recht. «Wir haben viel überlegt, was wir machen sollen und glauben, dass das der richtige Weg ist.» Nun ist für einen 19-Jährigen die Euro Moto sicher nicht das Endziel. «Es ist schon der Plan, irgendwann in die WM zu gehen – eigentlich ein Traum. Aber noch nicht nächstes Jahr, denn jetzt will ich erst mal in der Sportbike-Klasse lernen und mich etablieren.»

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Aprilia ist unempflicher

Während die Honda NSF 250 R eine reinrassige Rennmaschine ist, ist seine Aprilia RS 660 vom Team ViVa by Peuker & Streeb ein adaptiertes Straßenmotorrad. «Als wir im in Valencia testen waren und ich das erste Mal mit dem Motorrad gefahren bin, war der Umstieg eigentlich leichter als gedacht. Auf der Honda musste ich schauen, dass ich Platz habe und wie ich mich am besten hinter der Verkleidung verstecken kann. Das Problem habe ich bei der Aprilia nicht mehr so. Da bin ich gleich relativ gut zurechtgekommen. Außerdem ist die Aprilia, meiner Meinung nach, nicht so empfindlich wie die Honda.»

Hatte er damit gerechnet, dass er in der für ihn neuen Klasse auf Anhieb so gut zurechtkommt? Auf dem Sachsenring eroberte er schließlich auf Anhieb die Pole Position. «Meine Erwartungen waren schon sehr hoch, aber ich hätte nicht gedacht, dass es gleich so gut los geht. Für den Anfang hatte ich gedacht, dass Platz 7 schon gut wäre. Natürlich freut man sich dann noch mehr, wenn man sogar besser abschneidet.»

Nachdem er nun seine eigenen Erwartungen recht schnell übertroffen hat, hebt er nicht ab, sondern spricht davon, weiter viel Erfahrung zu sammeln. Dennoch ließ er sich entlocken, dass er sehr wohl nun dauerhaft vorn mitfahren und um die Siege kämpfen wolle. «Auf die Gesamtwertung schaue ich im Moment nicht so, weil es sich ergibt, so wie es halt kommt. Unmöglich ist der Titel nicht, denn die Saison ist noch lang und andere können auch Fehler machen. Immer auf der Lauer liegen, würde ich sagen. Am Anfang der Saison hätte ich eher gedacht, dass es ein Lernjahr wird, aber es hat sich inzwischen herausgestellt, dass man relativ schnell weiterkommen kann.»

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